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01.02.2013

Photovoltaik-Zubau 2012 erreicht wie erwartet Größenordnung der Vorjahre

Der Bundesverband Solarwirtschaft ordnet den von der Bundesnetzagentur vermeldeten Photovoltaik Zubau 2012 als „erwartet“ ein. Damit sei 2012 das Niveau der Vorjahre erreicht worden. Der Verband hält einen weiterhin kraftvollen Ausbau der Photovoltaik auch im Jahr 2013 zur Umsetzung der Energiewende für erforderlich, geht aber aufgrund der starken Absenkung der Einspeisevergütung von einer Abkühlung der Nachfrage aus. Berechnung der Prognos AG zeigen: Selbst anhaltender Rekordausbau würde Strompreissteigerungen von nur etwa ein Prozent rechtfertigen.

Dafür spricht die rückläufige Marktentwicklung der vergangenen Monate. So lag die Nachfrage im vierten Quartal 2012 rund 65 Prozent unter der des Vorjahreszeitraums. Die deutliche Kürzung der Solarförderung ab Sommer 2012 zeigt offensichtlich Wirkung. Nach Auslaufen der letzten Übergangsfristen für große Solarkraftwerke zum 30.9.12 wurden wie erwartet spürbar weniger Solaranlagen installiert.

„Ein weiterer kraftvoller Ausbau der Solarstrom-Erzeugung ist energiepolitisch sinnvoll, technisch machbar und vor allem bezahlbar – allen überhitzten Kostendebatten zum Trotz: Selbst für den Fall, dass die Photovoltaik Nachfrage in den nächsten drei Jahren auf dem Niveau des Jahres 2012 bleiben sollte, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher deshalb keine Angst vor einem Anstieg der Strompreise haben“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft. Nach Berechnungen der Prognos AG wäre in diesem Fall ein Anstieg der Strompreise um gerade einmal ein Prozent zu rechtfertigen. Die Förderung neuer Solarstrom-Anlagen wird jeden Monat reduziert und sinkt bei starkem Photovoltaik Zubau schneller.

Für Hauseigentümer/innen und Gewerbebetriebe sind Photovoltaik Anlagen trotz der Kürzungen weiterhin interessant, weil der Eigenverbrauch von Solarstrom immer attraktiver wird. Die Erzeugungskosten von Solarstrom liegen aktuell je nach Anlagengröße nur noch bei 15 bis 18 Cent je Kilowattstunde.

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar)

  

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