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22.12.2008

IBC SOLAR: Solarstrom für das Friedenshaus in Kabul

Das Fotovoltaik Systemhaus IBC SOLAR (Bad Staffelstein) hat in Afghanistan mehrere Fotovoltaik Anlagen installiert, um Schulen und Krankenhäuser zuverlässig mit Strom zu versorgen. Finanziert wurden die Projekte vom Liechtensteinischer Entwicklungsdienst (LED) in Zusammenarbeit mit dem Verein für Afghanistan-Förderung e.V. Bonn (VAF) und IBC SOLAR. „Erneuerbaren Energien bergen enormes Potenzial für Afghanistan. Die jährliche Strahlungsumme der Sonne ist mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland und beträgt zirka 2.000 Kilowattstunden pro Quadratmeter“, so Ingolf Hanisch, Leiter des Afghanistan-Projekts bei IBC SOLAR.

Strom in Afghanistan ist nicht nur in ländlichen Regionen, sondern auch in den oftmals zerstörten Städten Mangelware. Ein Großteil der Stromversorgungsanlagen, die vor Beginn des Bürgerkriegs gebaut und betrieben wurden, sind im Laufe der Jahre beschädigt worden und können die Grundversorgung nicht annähernd gewährleisten. So haben, nach Schätzungen der KfW Entwicklungsbank weniger als zehn Prozent der Bevölkerung Zugang zu elektrischer Energie. Da der Strompreis für afghanische Verhältnisse mit zirka 24 US Cent pro Kilowattstunde unerschwinglich teuer ist, verwundert es nicht, dass der Pro-Kopf-Verbrauch zu den niedrigsten weltweit zählt.

Strom ist jedoch wichtig für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes. Auch die afghanische Regierung hat erkannt, dass regenerative Energien eine umweltfreundliche, zuverlässige und vor allem günstigste Möglichkeit darstellen, die Stromversorgung langfristig zu verbessern. Bis 2018 sollen laut offiziellen Plänen mindestens 60 Prozent der Landbevölkerung mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt werden. Da Stromnetze nicht zuverlässig funktionieren, setzt das Land auf dezentrale Energieversorgung, also die Produktion dort, wo der Strom auch verbraucht wird.

Besonders soziale Einrichtungen wie Kinderheime, Schulen und Krankenhäuser bedürfen einer zuverlässigen Stromversorgung. Das Projekt von IBC SOLAR dem VAF und LED soll dazu beitragen, mit Fotovoltaik Anlagen den Bedarf zu decken. Seit vielen Jahren betreibt der VAF bereits Friedenshäuser für Mädchen und Jungen, die aufgrund von Kriegsverletzungen oder Krankheiten körperlich behindert sind und die in ihren Familien nicht ausreichend versorgt werden können. Im Friedenhaus in Kabul werden etwa 100 Kinder betreut. Über die Hälfte der Mädchen und Jungen aus den Friedenshäusern übernachten bei ihren Familien. Die andere Hälfte der Kinder und Jugendlichen leben im Friedenshaus, weil sie entweder keine Angehörigen haben oder aus weit entfernten Provinzen stammen.

Die 4 kWp leistungsstarke Fotovoltaik Anlage des Friedenshauses in Kabul hilft der Einrichtung, ihre Stromversorgung langfristig sicherzustellen und darüber hinaus noch Pläne für die Zukunft zu schmieden. Am Tag wird eine Wasserpumpe direkt mit Solarstrom versorgt. Die in den Abend- und Nachtstunden notwendige Beleuchtung des Friedenshauses wird aus den Batterien gespeist, welche am Tage durch die Fotovoltaik Anlage umweltfreundlich geladen werden. Die nicht verbrauchte und in den Batterien gespeicherte Energie kann auch anderweitig genutzt werden, zum Beispiel zum Aufladen von Autobatterien, oder einen kleinen Handwerksbetrieb versorgen.

Durch die Fotovoltaik Anlage wird also nicht nur das Friedenshaus versorgt, sondern auch die nähere Umgebung. Künftig soll der überschüssige Strom für eine kleine Manufaktur genutzt werden und beispielsweise Frauen die Möglichkeit geben, Nähen zu lernen. Ziel ist es, Fortbildungsmöglichkeiten bereitzustellen, die den Menschen helfen, langfristig ein eigenes Einkommen zu sichern.

Neben dem Friedenshaus in Kabul haben IBC SOLAR, der VAF und LED fünf Schulen und Krankenstationen in Afghanistan mit Fotovoltaik Anlagen ausgestattet. Diese so genannten Solar Home Systems (SHS) zur dezentralen Stromversorgung bestehen aus zwei Solarmodulen, einer Batterieladestation und Batterien, die den produzierten Strom speichern bis er verbraucht wird. Sie speisen elektrische Geräte wie Energiesparlampen, die das Arbeiten in der Nacht ermöglichen, oder Kühlschränke mit lebensnotwendigen Medikamenten. Der zusätzlich erzeugte Strom wird in Batterien geladen und verkauft. Diese zusätzliche Einnahmequelle ist gerade für Schulen in Afghanistan besonders wichtig, da Lehrer auf dem Land ehrenamtlich unterrichten und so ein Einkommen haben. Die Anlage leistet damit einen direkten Beitrag zum Aufbau des Bildungssystemen und der medizinischen Versorgung.

„Erneuerbaren Energien bergen enormes Potenzial für Afghanistan. Die jährliche Strahlungsumme der Sonne ist mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland und beträgt zirka 2.000 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Die Sonne scheint in Afghanistan über 300 Tage im Jahr“, sagte Ingolf Hanisch, Leiter des Afghanistan-Projekts bei IBC SOLAR. „Wir haben dieses Projekt sehr gerne unterstützt und freuen uns, neue Wege der Stromversorgung aufzeigen zu können. Außerdem ist es uns ein Anliegen, zum Aufbau des Bildungssystems und der Krankenversorgung beizutragen. Um die Anlagen langfristig zu sichern, überwacht IBC SOLAR die Systeme und kann so regelmäßig kontrollieren, ob alles funktioniert. Falls Probleme auftreten sollten, stehen wir in Kontakt zu einem ausgebildeten Elektriker vor Ort, einem Mitarbeiter vom VAF, der die Wartung und den Service übernimmt.“ 

Quelle: IBC SOLAR AG

  

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