Im solarportal24-Linkverzeichnis finden Sie schnell, einfach und kostenlos kompetente Ansprechpartner/innen für Ihre Fragen rund ums Thema Solarenergie, Erneuerbare Energien und mehr.
Architekten (22)
Berater (61)
Energieagenturen (9)
Finanzierung (17)
Forschung & Entwicklung (3)
Fort- und Weiterbildung (3)
Großhändler (54)
Handwerker (207)
Händler (69)
Komplettlösungen (22)
Medien (7)
Montagegestelle (7)
Planer (42)
private Solarseiten (15)
Solarhersteller (64)
Solarversicherungen (15)
Verbände/Vereine (13)
Versandhandel (15)
Ökologisch Bauen (12)
Mitmachen
Login / Eintrag ändern


Zurück zu den Nachrichten... Diesen Artikel ausdrucken
29.04.2008

Solarenergieforscher: EEG übernimmt zentrale Funktion eines Innovationsbeschleunigers

Am 5. Mai findet im Bundestag die Anhörung der Interessengruppen und Sachverständigen zur Weiterentwicklung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und der Anpassung seiner Vergütungssätze statt. Für die Solarenergieforscher nimmt Prof. Dr. Eicke Weber als Sprecher des ForschungsVerbunds Sonnenenergie (FVS) Stellung: „Der FVS unterstützt eine Weiterentwicklung des EEG “ Dies erfordere aber verstärkte Forschungsleistungen. Nur so könnten beispielsweise die „sehr ambitionierten Ziele zur Kostensenkung im Fotovoltaik Bereich erreicht werden“, so Weber.

„Der FVS unterstützt eine Weiterentwicklung des EEG insbesondere die aus dem Erfahrungsbericht des Bundesumweltministeriums resultierenden Vorschläge zur Novellierung. Durch die vorgesehene Neuregelung des EEG werden sowohl den Marktteilnehmern als auch der Forschung die richtigen Signale gegeben, um Kostensenkung und Innovation voranzutreiben“, so Prof. Dr. Eicke Weber, Sprecher des ForschungsVerbunds Sonnenenergie (FVS).

Gleichzeitig gibt er aber zu bedenken: „Die Anpassung der Vergütungsstruktur des EEG an den Stand der Markteinführung der verschiedenen erneuerbaren Energie-Technologien erfordert verstärkte Forschungsleistungen. Sie macht eine Steigerung der jährlichen Wachstumsrate der Forschungsmittel des Bundes für erneuerbare Energien von gegenwärtig 8 Prozent auf jährlich mindestens 20 Prozent unerlässlich.“

Der zur EEG Anhörung geladene Weber erklärt weiter: „Der FVS setzt sich für eine Weiterentwicklung des EEG ein, weil das Wachstum der erneuerbaren Energien weiterhin stimuliert werden muss, um industrielle Lerneffekte zu ermöglichen. Einer breiten und leistungsfähigen Forschungslandschaft kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Marktentwicklung und Forschung müssen Hand in Hand gehen. Das EEG bietet gleichermaßen verlässliche Rahmenbedingungen für Investoren und für die Etablierung einer hervorragenden Wissenschaftsinfrastruktur. Durch die Nutzung dieser Expertise in gemeinsamen Projekten mit der Wirtschaft werden Innovationszyklen erheblich verkürzt und erzielte Forschungsergebnisse zeitnah in der Produktion umgesetzt. Das EEG übernimmt dabei die zentrale Funktion eines Innovationsbeschleunigers. Es stimuliert die industrielle Weiterentwicklung und damit den schrittweisen Umbau der Energiewirtschaft, der für das Erreichen der Ausbauziele der erneuerbaren Energien bis und jenseits des Jahres 2020 erforderlich ist.“

„Die Forschungsinstitute des ForschungsVerbunds Sonnenenergie haben durch das EEG einen bedeutenden Entwicklungsschub in der anwendungsnahen Forschung erhalten“, räumt Weber weiter ein und fordert: „Diese muss aber weiterhin auch durch eine strategische und längerfristig ausgerichtete Forschung adäquat hinterlegt werden. Die Wachstumsrate der Bundesmittel für die Erforschung erneuerbarer Energien sollte daher von 8 Prozent jährlich auf mindestens 20 Prozent steigen. Nur so können beispielsweise die sehr ambitionierten Ziele zur Kostensenkung im Fotovoltaik Bereich um 50 Prozent bis 2014 erreicht werden.“

Weber: „Eine Erhöhung der Degressionsfaktoren der Einspeise-Tarife für erneuerbare Energien über die vom BMU vorgeschlagenen Werte könnte die weitere Entwicklung der Spitzenposition des Standortes Deutschland in diesem schnell wachsenden globalen Markt erheblich gefährden. Das EEG hat sich sowohl als industriepolitisches Entwicklungsinstrument als auch als das effektivste Klimaschutzinstrument bewährt und somit bewiesen, dass zwischen Klimaschutz und wirtschaftlicher Entwicklung positive Synergien bestehen.“

Der regenerative Strom Mix sei volkswirtschaftlich vorteilhaft gegenüber einer Versorgung aus konventionellen Energien, so Weber weiter. „Dies gilt insbesondere bei Einbeziehung der externen Umweltkosten, die bei erneuerbaren Energien sehr niedrig liegen, was aber bei Vergleichsrechnungen zur Wirtschaftlichkeit oft nicht berücksichtigt wird. Die erneuerbaren Energien haben aber auch einen direkten strompreissenkenden Einfluss, was zu einer Entlastung der Verbraucher führt. Denn aufgrund der vorrangigen Einspeisung von EEG Strom werden die teuersten konventionellen Kraftwerke zur Nachfragedeckung nicht mehr benötigt, was zu einem Preissenkungseffekt an der Strombörse führt. Diese Entlastung der Verbraucher belief sich im Jahr 2006 laut BMU Erfahrungsbericht vom 5. Juli 2007 auf rund 5 Milliarden Euro. Die gezahlte EEG Umlage betrug hingegen insgesamt nur 3,2 Milliarden Euro. Damit führt das EEG insgesamt zu positiven Impulsen.“

Der ForschungsVerbund Sonnenenergie ist eine Kooperation außeruniversitärer Forschungsinstitute und repräsentiert mit etwa 1.600 Mitarbeitenden ungefähr 80 Prozent der Forschungskapazität zu erneuerbaren Energien in Deutschland.

Quelle: ForschungsVerbund Sonnenenergie

  

Vorheriger Artikel:
Kyocera kommt mit neuem Hochleistungsmodul zur Intersolar
Nächster Artikel:
BEE: Energielücke ist eine Angstkampagne

Newsarchiv

Mai 2019 April 2019 März 2019 Februar 2019 Januar 2019 Dezember 2018 November 2018 Oktober 2018 September 2018 August 2018 Juli 2018 Juni 2018 Mai 2018 April 2018 März 2018 Februar 2018 Januar 2018 Dezember 2017 November 2017 Oktober 2017 September 2017 August 2017 Juli 2017 Juni 2017 Mai 2017 April 2017 März 2017 Februar 2017 Januar 2017 Dezember 2016 November 2016 Oktober 2016 September 2016 August 2016 Juli 2016 Juni 2016 Mai 2016 April 2016 März 2016 Februar 2016 Januar 2016 Dezember 2015 November 2015 Oktober 2015 September 2015 August 2015 Juli 2015 Juni 2015 Mai 2015 April 2015 März 2015 Februar 2015 Januar 2015 Dezember 2014 November 2014 Oktober 2014 September 2014 August 2014 Juli 2014 Juni 2014 Mai 2014
 



  solarportal24.de Impressum | Neue Einträge | Top Links | Top Partner | 13.04.2024 13:49
                                                                 News_V2