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07.03.2006

Weiterhin kräftig steigende Energiepreise

Auch in den kommenden Jahren werden die Energiepreise weiterhin kräftig steigen. Damit rechnet jedenfalls Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes. „Früher wurden zur Ferienzeit der Sprit und zu Weihnachten das Heizöl vorübergehend teurer. Jetzt steigen die Energiepreise kontinuierlich“, sagte Troge der „Welt“. Die Verbraucher hätten inzwischen begriffen, ...

... dass es dabei nicht mehr um „homöopathische Dosen, sondern um kräftige Preissprünge“ gehe.

Wirtschaftspolitisch besonders problematisch: Die weiter steigenden Preise für Strom Hier stehen vor allem die stromintensiven Unternehmen unter Druck. So hat der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) die Bundesregierung aufgefordert, Unternehmen von zu hohen Energiekosten zu entlasten. BDI-Präsident Jürgen Thumann beklagte, dass „stromintensive Unternehmen wegen zu hoher Energiekosten in Deutschland aufgeben und Arbeitsplätze verschwinden" würden.

Dagegen weist der Präsident des Umweltbundesamtes, Andreas Troge, die Behauptung, die Strompreiserhöhungen seien hauptsächlich in der Förderung der erneuerbaren Energien begründet, als schlichtweg „falsch“ zurück. Der Anteil des Strompreises aus den Umlagen für erneuerbare Energien und die Kraft-Wärme-Koppelung sowie die Stromsteuer betrage für energieintensive Unternehmen knapp fünf Prozent, so Troge.

Zur Sicherung der Energieversorgung in Deutschland will die große Koalition aus SPD und CDU auf einem für den 3. April geplanten Energiegipfel ein so genanntes Energiepaket schnüren. Es soll unter anderem um verlässliche Alternativen zur zukünftigen Energieversorgung gehen. Auch der geplante Atomausstieg bis 2021 wird Thema des Gipfels sein: Wie kann die Stromversorgung ohne Atomstrom sichergestellt werden?

Die Unternehmen erhoffen sich vom Energiegipfel Planungssicherheit. Für sie geht es um Milliardensummen, die in die Modernisierung hocheffizienter Kraftwerke oder neue Technologien investiert werden sollen. „Der von Bundeskanzlerin Angela Merkel geplante Energiegipfel muss dazu führen, die langfristige Perspektive der wettbewerbsfähigen Energieversorgung wieder herzustellen", so BDI-Präsident Thumann.

Energie und Energieversorgung jedenfalls sind hochaktuelle Themen – nicht nur in Deutschland. Nach dem Kyoto-Protokoll ist die Bundesrepublik außerdem international zum weiteren Abbau des CO2-Ausstoßes verpflichtet. Der Energiegipfel der Bundesregierung kommt also ganz sicher nicht zur falschen Zeit.

Quelle: verivox, dpa

Autorin: Petra Forberger für www.solarportal24.de






  

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