Im solarportal24-Linkverzeichnis finden Sie schnell, einfach und kostenlos kompetente Ansprechpartner/innen für Ihre Fragen rund ums Thema Solarenergie, Erneuerbare Energien und mehr.
Architekten (22)
Berater (61)
Energieagenturen (9)
Finanzierung (17)
Forschung & Entwicklung (3)
Fort- und Weiterbildung (3)
Großhändler (54)
Handwerker (207)
Händler (69)
Komplettlösungen (22)
Medien (7)
Montagegestelle (7)
Planer (42)
private Solarseiten (15)
Solarhersteller (64)
Solarversicherungen (15)
Verbände/Vereine (13)
Versandhandel (15)
Ökologisch Bauen (12)
Mitmachen
Login / Eintrag ändern


Zurück zu den Nachrichten... Diesen Artikel ausdrucken
25.06.2012

Neuer Studiengang im Zeichen der Energiewende

Inzwischen ist die Energiewende beschlossene Sache. Schon bald sollen regenerative Energien wie Windkraft, Biomasse Sonnenenergie einen Teil der Energie liefern, den bisher konventionelle Kernkraft bereitgestellt hat. Der neue Studiengang Elektrische Energietechnik/Physik-plus (EP-plus), der jetzt an der Hochschule Offenburg angeboten wird, ermöglicht den Absolventinnen und Absolventen, an Lösungen zur Energieversorgung der Zukunft mitzuarbeiten.

Alle sprechen von der Energiewende – an der Hochschule Offenburg kann man ab dem WS 2012/13 studieren, wie sie in die Praxis umsetzbar ist. Beim neuen Studiengang Elektrische Energietechnik/Physik-plus (EP-plus) an der Hochschule Offenburg steht die Frage im Mittelpunkt: Wie müssen Energiesysteme der Zukunft aussehen, die die vorhandenen natürlichen Energieressourcen nutzen? 

„Die regenerative Erzeugung, die Verteilung und die Nutzung elektrischer Energie sind die großen Herausforderungen der heutigen Zeit“, beschreibt Prof. Nachtigall die Ausgangslage für den neuen Studiengang Elektrische Energietechnik / Physik-plus. „Die regenerativen Energien werden eingebettet in die Elektrotechnik und das ganz praktisch und anwendungsorientiert. Die Studierenden lernen zum Beispiel Schaltungen zu entwickeln, mit denen man den Strom einspeisen kann.“

Ein zentraler Baustein der Energiewende ist die Abkehr von konventionellen Großkraftwerken hin zu einer Vielzahl kleinerer Anlagen. Diese dezentrale Stromproduktion in Windkraft-, Blockheizkraftwerken oder speichergestützten Photovoltaik Anlagen braucht ausgebildete Fachkräfte, die die dezentrale Stromeinspeisung durch intelligente Stromnetze - so genannte Smart Grids - managen.

Diese integrieren Erzeugung, Speicherung, Netzmanagement und Verbrauch in ein Gesamtsystem und beziehen dazu noch den Verbraucher und dezentrale kleine Energielieferanten und –speicherorte ein. So lassen sich die schwankenden Stromangebote der erneuerbaren Energien sowie der Verbrauch der Haushalte ausbalancieren. „Wie lässt sich Strom der zu unterschiedlichen Zeiten erzeugt und verbraucht wird, intelligent verteilen?“, formuliert Prof. Nachtigall die Fragestellung an die intelligenten Stromnetze. 

In Zukunft könnte die Entwicklung dahin gehen, dass die Endverbraucher/innen verschiedene Preise zu verschiedenen Zeiten zahlt. Zwar gibt es auch jetzt schon unterschiedliche Tarifsysteme. Mittels Smart Grids ist die Steuerung und Verteilung aber noch flexibler und intelligenter. Eine Firma könnte dann zum Beispiel eine Maschine abschalten, wenn wenig Strom zur Verfügung steht und dafür vom Stromanbieter bessere Konditionen bekommen.

Eine weitere Zukunftsbranche, in der Absolventinnen und Absolventen des EP-plus Studiengangs gesucht werden, produziert und forscht im Bereich der Elektromobilität. Elektrofahrzeuge spielen in Zukunft eine große Rolle. „Kommt der Strom für ihren Betrieb erst einmal aus regenerativen Energien, mindern sie die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und belasten die Umwelt nicht mit schädlichen Emissionen“, beschreibt Prof. Nachtigall die Vorzüge von Elektrofahrzeugen. Antriebstechnik und Leistungselektronik bilden Teilbereiche des Studiengangs EP-plus, das sind wichtige Bestandteile, die Absolventen für die Arbeit in der Automobilbranche brauchen.

„Natürlich kommen auch die klassischen Themen der Elektrotechnik nicht zu kurz. Im neuen Studiengang geht es allerdings mehr um große Stromstärken und Netze“, so Prof. Nachtigall zur Ausrichtung von EP-plus. Der Studiengang ist sehr anwendungsbezogen. Dafür sorgen nicht nur die neuen Labore, in denen Studierende Versuche an Photovoltaik und kleinen Modellen von Windkraftanlagen durchführen können. Neu auf dem Lehrplan stehen auch rechtliche Aspekte, die mit dem Anlagebau zu tun haben. Die Studierenden erfahren beispielsweise, welche Richtlinien es gibt, wenn Strom aus einer Photovoltaik Anlage ins Netz eingespeist werden soll.

Die Berufsperspektive von Studierenden, die den Plus-Studiengang gewählt haben, ist breit gefächert. Ihnen steht neben Industrie, Wirtschaft und Forschung auch eine Lehrertätigkeit an beruflichen Schulen offen. 15 Prozent der Studieninhalte sind Pädagogik und Didaktik, die die Pädagogische Hochschule Freiburg beisteuert. Der Studienschwerpunkt Physik hat damit zu tun: Um im Anschluss einen Masterstudiengang zu absolvieren, der zum Lehramt an beruflichen Schulen führt, brauchen die Absolventen zwei Fächer. Das erste ist Energie- und Automatisierungstechnik, das zweite Physik. „Hier ist der Bedarf an Lehrkräften groß“, erklärt Prof. Nachtigall die Schwerpunktsetzung. 

Wer sich nicht für das Lehramt entscheidet, ist trotzdem ein/e vollwertige/r Ingenieur/in. Das Verständnis grundlegender Zusammenhänge ist allerdings größer, weil bei EP-plus mehr Physik und Chemie auf dem Stundenplan stehen. Die zwei mehrwöchigen Schulpraktika müssen alle Studierenden absolvieren, auch wenn sie sich gegen eine Schullaufbahn entscheiden. Die didaktischen und pädagogischen Elemente sind auf jeden Fall von Vorteil, betont Prof. Nachtigall: „Immer mehr Betriebe legen Wert auf Soft Skills. Es ist ein großer Vorteil, wenn eine Ingenieurin oder ein Ingenieur einem Kunden allgemeinverständlich erklären kann, wie ein Produkt funktioniert.“

Abschluss: Bachelor of Engineering (B. Eng.)
Studiendauer: 7 Semester
Studienbeginn: Wintersemester
Bewerbung bis zum 15. Juli 2012

Weitere Studiengänge der Hochschule im Bereich der regenerativen Energien: 

- Energiesystemtechnik (B.Eng.) 
- Verfahrenstechnik - Schwerpunkt Energie (B.Sc.)

Quelle: Hochschule Offenburg

  

Vorheriger Artikel:
Strompreise: verivox rät zum Wechsel
Nächster Artikel:
„Grüne“ Investitionen als Motor für die europäische Konjunktur

Newsarchiv

Mai 2019 April 2019 März 2019 Februar 2019 Januar 2019 Dezember 2018 November 2018 Oktober 2018 September 2018 August 2018 Juli 2018 Juni 2018 Mai 2018 April 2018 März 2018 Februar 2018 Januar 2018 Dezember 2017 November 2017 Oktober 2017 September 2017 August 2017 Juli 2017 Juni 2017 Mai 2017 April 2017 März 2017 Februar 2017 Januar 2017 Dezember 2016 November 2016 Oktober 2016 September 2016 August 2016 Juli 2016 Juni 2016 Mai 2016 April 2016 März 2016 Februar 2016 Januar 2016 Dezember 2015 November 2015 Oktober 2015 September 2015 August 2015 Juli 2015 Juni 2015 Mai 2015 April 2015 März 2015 Februar 2015 Januar 2015 Dezember 2014 November 2014 Oktober 2014 September 2014 August 2014 Juli 2014 Juni 2014 Mai 2014
 



  solarportal24.de Impressum | Neue Einträge | Top Links | Top Partner | 22.10.2019 00:57
                                                                 News_V2