Im solarportal24-Linkverzeichnis finden Sie schnell, einfach und kostenlos kompetente Ansprechpartner/innen für Ihre Fragen rund ums Thema Solarenergie, Erneuerbare Energien und mehr.
Architekten (22)
Berater (61)
Energieagenturen (9)
Finanzierung (17)
Forschung & Entwicklung (3)
Fort- und Weiterbildung (3)
Großhändler (54)
Handwerker (207)
Händler (69)
Komplettlösungen (22)
Medien (7)
Montagegestelle (7)
Planer (42)
private Solarseiten (15)
Solarhersteller (64)
Solarversicherungen (15)
Verbände/Vereine (13)
Versandhandel (15)
Ökologisch Bauen (12)
Mitmachen
Login / Eintrag ändern


Zurück zu den Nachrichten... Diesen Artikel ausdrucken
09.03.2012

Ökosteuer: Steuervergünstigungen an Bedingungen knüpfen

Die Ökosteuerreform hat Unternehmen verschiedener Branchen Steuervergünstigungen eingeräumt, die 2012 auslaufen. Die Bundesregierung möchte die Vergünstigungen auch künftig beibehalten, sie aber an Auflagen zur Verbesserung der Energieeffizienz koppeln. In Kooperation mit der Climate Policy Initiative (CPI) und dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) untersucht, wie die Steuervergünstigungen künftig an Gegenleistungen geknüpft werden können.

„Die Bundesregierung hat einen pragmatischen Kurs eingeschlagen“, sagte DIW-Energieökonom Michael Kohlhaas. „Mittelfristig sollten der Sinn und Nutzen solcher Vergünstigungen jedoch nochmals ergebnisoffen geprüft werden.“

Um energieeffizientes Wirtschaften zu fördern, ist 1999 in Deutschland die Stromsteuer eingeführt und andere Energiesteuern sind erhöht worden. Dem Produzierenden Gewerbe sind dabei Ermäßigungen zugestanden worden, um sie vor Nachteilen im internationalen Wettbewerb zu schützen. Darüber hinaus kann ein Teil der Unternehmen seine Steuerlast über den Spitzenausgleich verringern. 

„Diese Steuervergünstigungen hemmen nicht nur den ökologischen Effekt der Steuer, sondern belasten auch den Staatshaushalt mit etwa 3,6 Milliarden Euro pro Jahr“, sagte Michael Kohlhaas vom DIW Berlin. Laut DIW-Studie profitierten 2011 rund 100 000 Unternehmen von Steuervergünstigungen – auch solche, die nicht im internationalen Wettbewerb stehen. Die Bundesregierung will dennoch an den Ermäßigungen festhalten, den Spitzenausgleich allerdings an konkrete Gegenleistungen knüpfen. Einige mögliche Neuregelungen hat das DIW Berlin auf den Prüfstand gestellt.

Bei der bisherigen Selbstverpflichtung muss der Branchendurchschnitt ein festgelegtes Energieeffizienzziel erfüllen, damit alle Unternehmen der Branche den Spitzenausgleich in Anspruch nehmen können. „Dadurch, dass alle Unternehmen einer Branche sich verpflichten ein gemeinsames Ziel zu erreichen, gibt es nur sehr schwache Anreize für jedes einzelne Unternehmen, dieses Ziel zu erreichen“, kritisiert DIW-Experte Neuhoff. „Sanktionen oder Absprachen sind aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht möglich.“

Der Entwurf der Bundesregierung, der nun in die politische Debatte geht, sieht vor, zusätzliche Steuererleichterungen zu gewähren, wenn in effizienzverbessernde Maßnahmen investiert wird. „Das hat den Vorteil, dass Unternehmen Anreize erhalten, effizienzsteigernde Investitionen am Standort Deutschland zu unternehmen“, sagte Karsten Neuhoff, Leiter der Abteilung Klimapolitik am DIW Berlin. 

Um sich für den Spitzenausgleich zu qualifizieren, müssen Unternehmen bis Ende 2014 ein Energiemanagementsystem einführen. Ab 2015 müssen sie damit die jährlichen Energieeinsparungen nachweisen, die sie durch Investitionen in energieeffiziente Technologien erreichen konnten. Die Einsparziele liegen branchenübergreifend bei jährlich 1,2 Prozent für Strom und 0,9 Prozent für andere Energieträger.

„Den Vorschlag der Bundesregierung bewerten wir grundsätzlich positiv“, so Michael Kohlhaas. In der Studie haben die Experten von DIW Berlin, ISI und CPI Einsparpotentiale für verschiedene Branchen berechnet. Der Vorschlag der Bundesregierung sieht indes ein einheitliches Einsparziel für alle Branchen vor. „Das ist für die Implementierung sicherlich einfacher, man riskiert damit aber, große Energiesparpotenziale in der deutschen Wirtschaft nicht zu nutzen“, so Karsten Neuhoff. 

Zudem kritisieren die Forscher, dass nur Unternehmen, die von den besonders starken Ermäßigungen des Spitzenausgleichs profitieren, ein Energiemanagementsystem einführen müssen. „Damit wird die Chance vertan, die Energieeffizienz aller begünstigten Unternehmen zu verbessern“, so Karsten Neuhoff. Insgesamt habe die Bundesregierung einen pragmatischen Weg eingeschlagen, um Steuervergünstigungen an größere Anstrengungen bei der Energieeffizienz zu koppeln. Mittelfristig solle der Sinn und Nutzen solcher Vergünstigungen jedoch nochmals ergebnisoffen geprüft werden.

Quelle: Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)

  

Vorheriger Artikel:
Energiespeicher: Fraunhofer baut Engagement aus
Nächster Artikel:
SCHOTT Solar Module trotzen selbst salzhaltiger Luft

Newsarchiv

Mai 2019 April 2019 März 2019 Februar 2019 Januar 2019 Dezember 2018 November 2018 Oktober 2018 September 2018 August 2018 Juli 2018 Juni 2018 Mai 2018 April 2018 März 2018 Februar 2018 Januar 2018 Dezember 2017 November 2017 Oktober 2017 September 2017 August 2017 Juli 2017 Juni 2017 Mai 2017 April 2017 März 2017 Februar 2017 Januar 2017 Dezember 2016 November 2016 Oktober 2016 September 2016 August 2016 Juli 2016 Juni 2016 Mai 2016 April 2016 März 2016 Februar 2016 Januar 2016 Dezember 2015 November 2015 Oktober 2015 September 2015 August 2015 Juli 2015 Juni 2015 Mai 2015 April 2015 März 2015 Februar 2015 Januar 2015 Dezember 2014 November 2014 Oktober 2014 September 2014 August 2014 Juli 2014 Juni 2014 Mai 2014
 



  solarportal24.de Impressum | Neue Einträge | Top Links | Top Partner | 28.06.2022 11:18
                                                                 News_V2