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27.03.2006

Energiewende muss kommen!

„Verbraucher sind derzeit nicht besonders gut auf die Politik zu sprechen, insbesondere wenn es um das Thema Energiepreise geht.“ Das erklärte der Vorsitzende des Bundes der Energieverbraucher, Dr. Aribert Peters, im Hinblick auf den geplanten Energiegipfel der Bundesregierung. „Die derzeitige Energiepolitik wird zu sehr von der Sichtweise der Energieversorger bestimmt.“ Zudem gehe der Umbau zu einer solaren Effizienzwirtschaft viel zu langsam voran.

Das größte Ärgernis, so Peters bei einer Anhörung zum geplanten Energiegipfel bei Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD), seien die überhöhten Energiepreise und die Gewinnzuwächse der Energieversorger. Der Bund der Energieverbraucher schätzt, dass derzeit monatlich etwa eine Milliarde zuviel für Strom und Gas bezahlt wird. Peters: „Die satten und stetig steigenden Gewinne zeigen auch für Laien überdeutlich, dass es nicht die Kosten sind, die die Preise nach oben treiben, sondern die Unersättlichkeit von Energiekonzernen.“

Ein weiteres großes Problem sei die globale Energieverknappung. Der weltweit wachsende Energiehunger führe bei gleichzeitiger Verknappung der bisher hauptsächlich genutzten Energieträger Öl und Gas zwangsläufig zu gewaltigen preislichen Verwerfungen. „Wer vor zwei Jahren eine Verdoppelung des Ölpreises prognostiziert hätte, der wäre ausgelacht worden. Genau das aber ist eingetreten. Nun stellen Sie sich einen Benzin- und Heizölpreis von zehn Euro je Liter vor. Die Folgen werden dramatisch sein, für die Wirtschaft, für die Verbraucher, für den Sozialstaat und für jeden Aspekt unseres Lebens“, veranschaulicht Peters das Konfliktpotenzial.

Weil die Bundesrepublik zu über 70 Prozent von Energieimporten abhängig ist, kann sie diese Entwicklung nicht ignorieren. Wichtig ist deshalb die radikale Senkung des Energieverbrauchs und der Umstieg auf andere Energiequellen. „Wenn wir mit diesem Umbau solange warten, bis sprunghaft höhere Energiepreise die Wirtschaft in eine tiefe Krise stürzen, dann ist es bereits zu spät“, so Peters. Deshalb müsse die Politik heute die richtigen Signale setzen. Eine Erhöhung die Energiesteuern sei zwar unpopulär, würde aber zum richtigen Ziel, nämlich höhere Effizienz und weniger Energieverbrauch, führen. Jedenfalls sei die Verminderung der Energiesteuern das falsche Signal.

Der Energiewirtschaft wirft Peters vor, die Solarwende zu bekämpfen und zu diskreditieren. Sie befürchte die aus den alternativen Energien erwachsende Konkurrenz und sorge sich lediglich um ihre Gewinne. Peters kritisierte gegenüber Gabriel auch die geplante Novellierung der Allgemeinen Versorgungsbedingungen.

Der kommende Energiegipfel dürfe sich jedenfalls nicht „auf ein gemeinsames Abendessen der Kanzlerin mit den Energiebossen reduzieren“. Zum Gipfel sei nur ein Vertreter der Verbraucher eingeladen, kritisierte der Vorsitzende des Verbands. „Der Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft zu einer zukunftsfähigen Solar- und Effizienzwirtschaft ist möglich“, so Peters. Dass dieser nicht einfach und billig zu haben sei, sei angesichts der künftigen Energieprobleme kein Grund, davon abzusehen.

Quelle: Bund der Energieverbraucher www.energieverbraucher.de

Autorin: Petra Forberger für www.solarportal24.de




  

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