Im solarportal24-Linkverzeichnis finden Sie schnell, einfach und kostenlos kompetente Ansprechpartner/innen für Ihre Fragen rund ums Thema Solarenergie, Erneuerbare Energien und mehr.
Architekten (22)
Berater (61)
Energieagenturen (9)
Finanzierung (17)
Forschung & Entwicklung (3)
Fort- und Weiterbildung (3)
Großhändler (54)
Handwerker (207)
Händler (69)
Komplettlösungen (22)
Medien (7)
Montagegestelle (7)
Planer (42)
private Solarseiten (15)
Solarhersteller (64)
Solarversicherungen (15)
Verbände/Vereine (13)
Versandhandel (15)
Ökologisch Bauen (12)
Mitmachen
Login / Eintrag ändern


Zurück zu den Nachrichten... Diesen Artikel ausdrucken
02.07.2007

100 Prozent Ökostrom aus dem Schwarzwald

Strom aus Kohle oder Atomkraft sind für sie tabu: Die Elektizitätswerke Schönau (EWS) liefern ausschließlich Ökostrom. Und das seit genau zehn Jahren. Jetzt haben die „Rebellen aus dem Schwarzwald“ den Preis für besonders kreatives Unternehmertum des Deutschen Gründerpreises erhalten. Die Gründung zeige, so die Expertinnen und Experten, dass „es sich lohnt für seine Ziele zu kämpfen und dass sich Durchhaltevermögen am Ende auszahlt.“

Die Erfolgsgeschichte der Elektizitätswerke Schönau fand ihren Anfang im Jahr 1986 nach dem Reaktorunfall im ukrainischen Tschernobyl. In der 2.500 Einwohner/innen-Gemeinde Schönau im Kreis Lörrach formierte sich eine Bürger/innen-Initiative (BI), die sich für Energiesparen, eine nachhaltige Stromversorgung und vor allem gegen Atomkraft stark machte. Als wenige Jahre später der Konzessionsvertrag mit dem Stromversorger Kraftübertragungswerke Rheinfelden (KWR) zur Verlängerung anstand, machte sich die BI dafür stark, in den neuen Vertrag ökologische Rahmenbedingungen einzubringen. Die KWR lehnten das ab. So entstand die Idee, das Stromnetz zu kaufen.

Allerdings brauchte es dazu erst zwei Bürger/innen-Entscheide. Zum 1. Juli 1997 war es dann soweit: Die „Strom-Rebell/innen“ kauften das Netz. Das Geld kam durch Spenden, direkte Beteiligungen sowie einen von einer alternativen Bank aufgelegten Öko-Fonds zusammen. Die EWS waren damit die erste BI in Deutschland, die ein Stromnetz übernahm. 650 Mitglieder der BI gründeten die Elektizitätswerke Schönau, eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, und verkauften zunächst noch KWR Strom allerdings zu ihren Bedingungen. Ursula Sladek, Geschäftsführerin der EWS: „Als erstes haben wir den Grundpreis gesenkt, damit unsere Abnehmer einen Anreiz hatten, Strom zu sparen.“ Die Liberalisierung des deutschen Strommarktes 1998 ermöglichte dann den Umstieg zu einem „sauberen“ Stromlieferanten und den bundesweiten Verkauf des Ökostroms.

„Bis Ende 2005 hatten wir pro Jahr etwa 5.000 neue Kundinnen und Kunden. 2006 waren es 7.800, und alleine von Januar bis Juni 2007 haben wir 10.000 neue Stromabnehmer registriert“, erläutert die EWS-Geschäftsführerin. Insgesamt beliefern die Schwarzwälder mittlerweile bundesweit knapp 50.000 Stromkundinnen und -kunden mit Ökostrom Der Umsatz lag 2006 bei 23 Millionen Euro, für 2007 rechnen die Elektizitätswerke Schönau mit mindestens 28 Millionen Euro. Wurden anfangs 13 Millionen Kilowatt Strom verkauft, wird in diesem Jahr mit 213 Millionen Kilowatt gerechnet.

Da die EWS ihren Strom nur von ökologischen Erzeugern bezieht, werden mit den Einnahmen auch nur diese unterstützt. Zudem zahlt das Unternehmen eine höhere Einspeisevergütung als gesetzlich vorgeschrieben und fördert so die umweltfreundliche Energieerzeugung, etwa mit Solaranlagen oder Blockheizkraftwerken. „Wir wollen Mitnahmeeffekte vermeiden“, so Ursula Sladek. „Deshalb müssen uns die Antragsteller ab dem zweiten installierten Kilowatt Leistung für jedes weitere Kilowatt einen neuen Kunden vermitteln.“ Außerdem halten die EWS über Seminare, Vorträge und andere Aktivitäten einen engen Kontakt zu ihren Kundinnen und Kunden und unterstützen sie beim Energiesparen.

Die überaus gelungene Verknüpfung von ökonomischem Erfolg mit ökologischer sowie sozialer Verantwortung und die starke Kundenorientierung waren auch zentrale Argumente für die Jury des Deutschen Gründerpreises, die die Elektrizitätswerke Schönau mit dem Sonderpreis 2007 auszeichnet. Die Gründung zeige, so die Expertinnen und Experten, dass es sich lohnt für seine Ziele zu kämpfen und dass sich Durchhaltevermögen am Ende auszahlt. „Wir haben uns sehr über die Auszeichnung gefreut“, so Ursula Sladek. „Das ist für uns eine Bestätigung, dass wir als seriöses und professionelles Unternehmen wahrgenommen werden. Außerdem ist ein so renommierter Preis eine positive Öffentlichkeitsarbeit und die ist für uns sehr wichtig.“

Quelle: Deutscher Gründerpreis, EWS

  

Vorheriger Artikel:
NRW ist Europas Nr. 1 beim Bauen mit der Sonne
Nächster Artikel:
Qualität bei Fotovoltaik und Solarthermie das A und O

Newsarchiv

Mai 2019 April 2019 März 2019 Februar 2019 Januar 2019 Dezember 2018 November 2018 Oktober 2018 September 2018 August 2018 Juli 2018 Juni 2018 Mai 2018 April 2018 März 2018 Februar 2018 Januar 2018 Dezember 2017 November 2017 Oktober 2017 September 2017 August 2017 Juli 2017 Juni 2017 Mai 2017 April 2017 März 2017 Februar 2017 Januar 2017 Dezember 2016 November 2016 Oktober 2016 September 2016 August 2016 Juli 2016 Juni 2016 Mai 2016 April 2016 März 2016 Februar 2016 Januar 2016 Dezember 2015 November 2015 Oktober 2015 September 2015 August 2015 Juli 2015 Juni 2015 Mai 2015 April 2015 März 2015 Februar 2015 Januar 2015 Dezember 2014 November 2014 Oktober 2014 September 2014 August 2014 Juli 2014 Juni 2014 Mai 2014
 



  solarportal24.de Impressum | Neue Einträge | Top Links | Top Partner | 21.10.2021 20:36
                                                                 News_V2