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27.11.2006

Forum Solarpraxis: Solarwärmebranche diskutiert über alternative Förderung

„Die Wärmeversorgung gerät in die Kostenfalle“, so Carsten Körnig auf dem Forum Solarpraxis, das kürzlich in Berlin stattfand. Der Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW) sieht den Grund dafür vor allem in der Förderpraxis für Solarwärmeanlagen. Im Gegensatz zum Bereich Solarstrom zahlt der Staat bei Solarwärmeanlagen nämlich nur einen einmaligen Bonus. Weil 2006 die Nachfrage nach dieser Förderung unerwartet hoch war, kam es mehrfach zu Engpässen, bzw. zum Förderstopp. Die Solarbranche will deshalb eine Förderung ähnlich wie im Bereich Solarstrom durch das „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ (EEG). BSW-Geschäftsführer Körnig und BDH-Vertreter Carsten Kuhlmann stellten in Berlin alternative Fördergesetze vor.

Im Gegensatz zum Bereich Solarstrom zahlt der Staat bei Solarwärmeanlagen im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) einen einmaligen Bonus von bis zu 70,20 Euro pro installiertem Quadratmeter Kollektorfläche an die Anlagenbetreiber Aufgrund der hohen Nachfrage waren bereits Mitte des Jahres die zur Verfügung gestellten 174 Millionen Euro vollständig erschöpft. 50 Prozent mehr Anträge als im Vorjahr sind nach Auskunft von Michael Müller, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium (BMU), beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle (bafa) eingegangen. Die MAP-Mittel für 2007 hat die Bundesregierung deshalb aufgestockt.

Für das nächste Jahr sind 213,5 Millionen Euro vorgesehen. Die Verabschiedung eines Förderprogramms auf gesetzlicher Basis hat die Bundesregierung, wie im Koalitionsvertrag geplant, bisher allerdings nicht realisiert. Stattdessen gab BMU-Vertreter Müller in Berlin bekannt, dass eine Vereinfachung des MAP-Förderverfahrens geplant sei. Doch das reicht der Solarbranche nicht. Sie will die Förderung, ähnlich wie im Bereich Solarstrom durch das „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ (EEG), künftig gesetzlich absichern und so Förderengpässe vermeiden. Auf dem Forum Solarpraxis stellten BSW-Geschäftsführer Körnig und BDH-Vertreter Carsten Kuhlmann alternative Fördergesetze vor. 

Der Solarverband, so machte Körnig in Berlin deutlich, plädiert für die Schaffung eines Wärmegesetzes für den Bereich regenerative Energien. Dieses sei nicht nur ein Ausweg aus der „Kostenfalle“ Öl bzw. Gas. Zudem könne durch ein Fördermodell auf Gesetzesbasis die Investitionssicherheit für die Solarwärmebranche gestärkt werden. Es soll auf jeden Fall alle Sparten regenerativer Energien im Wärmebereich umfassen.

Favorit des BSW ist ein „Bonusmodell“, das heißt ein sockelfinanzierter Wärmefonds: Betreiber großer Solarwärmeanlagen erhalten demnach eine Zahlung pro kWh, für kleinere Anlagen, wie beispielsweise auf Einfamilienhäusern, soll genau wie bisher im Rahmen des MAP eine einmalige finanzielle Pauschale gezahlt werden. Das Geld wird durch einen gesetzlich abgesicherten Fonds ausgezahlt, der aus Mitteln des MAP gespeist wird. Die Zahlung will der BSW an die Energiepreise koppeln. Reichen die Gelder im Fonds nicht aus, soll laut BSW der Rest beispielsweise aus einer Brennstoffumlage finanziert werden. Der Mittelbedarf erreicht nach Verbandsrechnungen maximal rund 300 Millionen Euro im Jahr 2013 und sinkt dann bis 2020 auf unter 50 Millionen Euro kontinuierlich ab. 

Im Gegensatz zum BSW setzt der Heizungsverband BDH auf das bereits bestehende Marktanreizprogramm und will es gesetzlich verankern. Ein Förderprogramm im Bereich Solarthermie müsse flexibel, sicher und marktgerecht ausgestaltet sein, so BDH-Vertreter Carsten Kuhlmann auf dem Forum Solarpraxis. Gleichzeitig müssten für den Verbraucher Kreditprogramme zur Anlagenfinanzierung zur Verfügung stehen. Die Förderpolitik im Wärmesektor müsse sich zudem, so Kuhlmann, an bestehenden Regeln wie der Energieeinsparverordnung (ENEV) orientieren.

Der Verband hat sich außerdem zum Ziel gesetzt, den Anteil an Installationen in Haushalten, die regenerative Energieträger beinhalten, in den nächsten zehn Jahren auf 80 Prozent zu erhöhen. Deren Einbau dürfte aber nicht isoliert betrachtet werden, sondern ausschließlich gemeinsam mit dem Bereich Wärmedämmung. Für die Solarwärme gelte deshalb auch: Sie sei ein Bestandteil der Heizungsanlage, keine Alternative. Bereits heute würden zwei Drittel aller Solarwärmeanlagen zusammen mit einem neuen Heizkessel installiert. 

Quelle: Europressedienst Bonn


  

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