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05.10.2006

2030 ist Energieverbrauch zwei Drittel höher

Der „Welt-Energie-Ausblick 2002“ der Internationalen Energie-Agentur (IEA) macht eines deutlich: Unsere derzeitigen Anstrengungen zum Thema sind Krümelkram angesichts der Probleme, die die Energiefrage in den nächsten 25 Jahren aufwerfen wird. Im Jahr 2030 werden die Menschen zwei Drittel mehr Energie als heute benötigen. Und obwohl vor allem Erdgas und den erneuerbaren Energien gute Wachstumschancen eingeräumt werden, wird der mit Abstand wichtigste Energieträger Erdöl bleiben. Mit entsprechenden Konsequenzen für Klima und Co.

Bis 2030 wird die Energienachfrage weltweit um jährlich 1,8 Prozent steigen. Über die Hälfte dieser Nachfrage wird aus den Entwicklungsländern kommen, deren Anteil heute nur 40 Prozent beträgt. Nach den Prognosen der IEA wächst der Energieverbrauch zum Beispiel in Lateinamerika bis 2030 um jährlich 2,6 Prozent, in Indien um 2,3 Prozent, in Indonesien um 2,7 und in China um 2,6 Prozent. Solche Wachstumsraten bedeuten ungefähr eine Verdoppelung des Energieverbrauchs in 25 Jahren. Für die OECD-Staaten, Japan und USA erwarten die Forscher beim Energiekonsum nur noch unterdurchschnittliche jährliche Wachstumsraten (0,9 und 1,0 Prozent). 

Die IEA stellt fest, dass gegenwärtig in den ländlichen Gebieten der Entwicklungsländer vier von fünf Menschen ohne Elektrizität leben. Geografisch konzentriert sich der Mangel an Elektrizität auf Subsahara-Afrika sowie Süd- und Südost-Asien. Der Schwerpunkt wird sich jedoch vom Land in die boomenden Städte verlagern. In den nächsten 30 Jahren wird das Bevölkerungswachstum in den Entwicklungsländern nicht auf dem Land, sondern in den Ballungszentren und Megastädten der so genannten Dritten Welt stattfinden. Verbunden mit der Verstädterung werden Energiemangel und weitere Armut sein.

Ebenso wie heute werden 2030 mehr als 80 Prozent aller Energie aus den fossilen Energieträgern Kohle, Erdöl und Erdgas gewonnen werden. Bis dahin wird die weltweite Erdölproduktion um etwa 65 Prozent steigen (auf 120 Millionen Barrels täglich). Zum weitaus überwiegenden Teil (75 Prozent) wird diese Steigerung in den OPEC-Ländern stattfinden. Die OPEC wird somit im Jahr 2030 60 Prozent des Erdöls weltweit liefern (40 Prozent im Jahr 2000). Es wird ferner erwartet, dass sich die Erdgasproduktion zwischen 2000 und 2030 verdoppelt. Damit wird sich auch die Abhängigkeit von den großen Erdöl- und Erdgasproduzenten in der OPEC und Russland weiter verschärfen. 

Die Stromgewinnung wird stetig um jährlich drei Prozent zunehmen. Erdgas und Kohle werden bei der Elektrizitätsgewinnung immer wichtiger werden. Erneuerbare Energiequellen, insbesondere Windkraft, werden einen Anteil von vier Prozent haben. Der Anteil der erneuerbaren Energieträger (ohne Wasserkraft) an der gesamten Energieerzeugung der Welt wird sich von einem auf zwei Prozent steigern. Zweifel äußern die Forscher allerdings daran, ob die Maßnahmen zur Beschränkung der Treibhausgasemissionen und zur Förderung einer stärkeren Nutzung erneuerbarer Energiequellen langfristig wirksam sein werden.

Trotz geringeren Wachstumsraten beim Energiekonsum werden die USA im Vergleich zu 1990 nämlich einen um 50 Prozent höheren Anteil an Kohlendioxid Emissionen haben, der Anteil der EU wird um 18 Prozent steigen. Der Anteil der Entwicklungsländer an den weltweiten Emissionen betrug 1990 30 Prozent. 2030 wird er auf mehr als 50 Prozent gestiegen sein. Weltweit werden 2030 44 Milliarden Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen werden. 35 Prozent der Energienachfrage wird aus der Industrie stammen, der Verkehrssektor benötigt 25 Prozent der Energie, Dienstleistungen und Haushalte 40 Prozent.

Sollten neue Energiequellen eingesetzt werden, könnten die Emissionsziele im Rahmen des Kyotoprotokolls rascher erreicht werden, heißt es in der Untersuchung weiter. In dem Bericht wird davon ausgegangen, dass die hierfür zu veranschlagenden Kosten um bis zu 30 Prozent verringert werden könnten, sollten beispielsweise erneuerbare Energiequellen in großem Maßstab eingesetzt werden. Auch die Beschränkung der Energienachfrage und ein weniger kohlenstoffintensiver Energieverbrauch könnte einen beträchtlichen Emissionsrückgang bringen. 

„Wir können es uns nicht leisten, diese Forschungsergebnisse und ihre Bedeutung für eine weltweite nachhaltige Entwicklung zu ignorieren“, so das für Forschung zuständige EU-Kommissionsmitglied Philippe Busquin. „Die vorliegende Studie liefert wertvolle Einsichten in die Energie- und Umweltprobleme, die uns in Zukunft erwarten. So können wir unsere Prioritäten für künftige Forschungsarbeiten und technologische Entwicklung in den Bereichen Energie und Umwelt festlegen.“ 

Quelle: Internationale Energieagentur, dpa, verivox, energieverbraucher

  

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