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23.02.2012

Auch Stadtwerke profitieren von Photovoltaik-Förderung

Stadtwerke sind ein wichtiger Motor der Energiewende. Sie profitieren wie andere Energieunternehmen wesentlich vom Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), das den Einstieg in das solare Zeitalter ganz erheblich wirtschaftlich ermöglicht hat. Zu diesem Schluss kommt die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) nach einer Umfrage unter Stadtwerken zu deren Investitionen im Bereich Erneuerbare Energien. Stadtwerke stärken damit auch die lokale Wertschöpfung, schaffen Arbeitsplätze und verbessern letztlich die Lebensqualität aller Bürgerinnen und Bürger vor Ort.

Allein die 27 Stadtwerke, die sich an der Umfrage beteiligten, haben im Jahr 2010 über 600 GWh Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugt - das entspricht dem Stromverbrauch von etwa 130.000 Privathaushalten. Städte und Gemeinden, die sich im Bereich Erneuerbarer Energien über ihre Stadtwerke engagieren, profitieren nicht nur von der Produktion grünen Stroms. Sie rüsten sich darüber hinaus mit dezentralem Strom aus Sonne Wind oder Bioenergie für die Zukunft, sie stärken die lokale Wertschöpfung, schaffen Arbeitsplätze, sorgen mit ihren Stadtwerken für Bürgernähe und verbessern letztlich die Lebensqualität aller Bürgerinnen und Bürger.

Einige Stadtwerke setzen fast ausschließlich auf die Produktion Erneuerbarer Energien, beispielsweise das Rheinland-Pfälzische Gemeindewerk Enkenbach-Alsenborn. 92 Prozent des erzeugten Stroms stammen dort aus erneuerbaren Quellen, vor allem aus einem Holzhackschnitzelheizkraftwerk und einer Solarfreiflächenanlage, die flächenschonend auf einem ehemaligen Militärflughafen errichtet wurde.

Bei den Technischen Werken Schussental mit Sitz in Ravensburg werden sogar nahezu 100 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen erzeugt. 2011 wurden dort 25 Millionen Euro in die regenerative Stromerzeugung investiert. Das Geld floss vor allem in Windparks, sowohl auf der nahegelegenen Schwäbischen Alb als auch in Offshore Windparks in der Nord- und Ostsee.

Schwäbisch Hall setzt ebenfalls auf die Erneuerbaren: Bis 2030 soll der gesamte Strombedarf der Region aus regenerativen Energien gedeckt werden, bis 2035 sogar der Wärmebedarf. Spitzenreiter hinsichtlich der absoluten Zahl des aus Erneuerbaren Energien erzeugten Stroms sind die Stadtwerke Pforzheim. Mit fast 180.000 MWh erzeugtem Ökostrom im Jahr 2010 stellen sie viele deutlich größere Stadtwerke in den Schatten.

„Wir sind beeindruckt vom Engagement der kommunalen Unternehmen. Viele Stadtwerke erkennen die Chancen für sich als Energieversorger, wenn der Ausbau der Erneuerbaren Energien weiter vorangetrieben wird“, unterstrich Christopher Burghardt, Geschäftsführer der First Solar GmbH. Die First Solar ist der weltweit größte Hersteller von Dünnschicht Modulen und Sponsor des DUH-Projekts „Stadtwerke - Vorreiter der Energiewende“.

Auf die erste Abfrage nach der Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien folgt im März der wesentlich umfangreichere Wettbewerb „Vorreiter der Energiewende - Stadtwerke und Erneuerbare Energien“. Dabei soll es auch um das Engagement der Stadtwerke im erneuerbaren Wärmemarkt gehen, sowie um Strategien und innovative Projekte, bei denen Stadtwerke die treibende Kraft sind. 

„Das Engagement der Stadtwerke für Erneuerbare Energien wird dann in seiner ganzen Breite erfasst. Wir sind gespannt auf die vielen kreativen Projekte, die in Stadtwerken umgesetzt werden und einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende leisten“, so Robert Spreter, Leiter Kommunaler Umweltschutz bei der DUH.

Unterstützt wird der Wettbewerb neben First Solar vom Verband kommunaler Unternehmen (VKU) dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund und der Agentur für Erneuerbare Energien. Alle interessierten Stadtwerke können sich unter der E-Mailadresse friedel@duh.de vormerken lassen und erhalten dann zum Wettbewerbsstart die Ausschreibungsunterlagen. 

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.duh.de/stadtwerkewettbewerb.html. Hier erhalten Sie auch Steckbriefe von vier Vorreiterunternehmen unter den Stadtwerken sowie ein Hintergrundpapier, das die sich bietenden Möglichkeiten beim Ausbau der Erneuerbaren Energien für die Stadtwerke erläutert. 

Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.

  

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