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21.12.2011

„Überlasst die solaren Märkte nicht den Chinesen!“

„Überlasst die solaren Märkte nicht den Chinesen!“ Eicke Weber, der Chef des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg fordert im aktuellen Umweltmagazin „zeo2“ Kreditgarantien für Photovoltaik Fabriken in Europa. Nicht die Arbeitskosten, die bei der Solarzellenproduktion nur vier Prozent ausmachten, seien das Problem, sondern die günstigen Kredite der chinesischen Politik für die eigenen Unternehmen. Weber fürchtet, dass Europa kurz vor dem Ziel aus einer Zukunftsbranche aussteigt, die auf dem Sprung zum Welt-Massenmarkt ist.

Die neueste Ausgabe des Umweltmagazins „zeo2“ der Deutschen Umwelthilfe e.V. ist erschienen. Neben Solarvisionär Eicke Weber und seiner Mahnung, die solaren Märkte nicht den Chinesen zu überlassen, geht es in der Ausgabe 1/2012 außerdem um das Bevölkerungswachstum und dem damit einhergehenden Druck auf Ökosysteme, Ressourcen und Klima. Das Wachstum der Köpfe findet demnach vor allem in den ärmsten Ländern Afrikas statt, zugleich schrumpft ihre Zahl in Europa, China und Japan. Global wird die Weltbevölkerung zunächst weiter wachsen - und mit ihr der Druck auf Ökosysteme, Ressourcen und Klima. Langfristig könnte der Scheitelpunkt bei acht, neun oder auch zehn Milliarden Menschen erreicht sein, dann geht es wieder abwärts. Doch die Bevölkerungskurve ist weder Naturgesetz, noch gottgegeben. Sie hängt ab von Wohlstand und Bildung, von Frauenrechten und dem Zugang zu Verhütungsmitteln. Um deren universelle Verfügbarkeit zu organisieren, wären 6,7 Milliarden Dollar notwendig. Peanuts im Vergleich zu den Kosten der Euro-Rettung. 

Der Oldenburger Ökonom und Wachstumskritiker Prof. Niko Paech analysiert in seinem zeo2-Gastkommentar die Euro-Krise. Monströse Rettungsschirme, immer höhere Schuldenpyramiden und Zahlen mit zwölf Nullen: Was hat das alles eigentlich mit Umwelt und Ökologie zu tun? Paech sieht hinter der monetären Krise dieselbe Zukunftsvergessenheit, die auch die Ökokrise treibt. „Die Philosophie der Verschuldung, Prosperität durch Wachstum auf Pump und die Bekämpfung der Schulden durch noch höhere Schulden - all das funktioniert nicht mehr“, schreibt Paech. Wie viele Krisen werden noch nötig sein, fragt er, um das Wachstumsparadigma zu erschüttern. Die Rettung des Euro - und damit des europäischen Konsummodells - werde zur Schicksalsfrage stilisiert. „Wer wagt es, inmitten der angstgetriebenen Rettungsdiskussion noch auszusprechen, wie gut es der Ökosphäre, insbesondere dem Klimaschutz täte, wenn der gnadenlos auf Expansion und Mobilität gebürstete europäische Wirtschaftraum entschleunigt würde?“ Paech wirft den Euro-Rettern Merkozy und Juncker „amokartige Reaktionsmuster“ vor. 

Außerdem geht es im aktuellen Umweltmagazin „zeo2“ um die Frage, ob Deutschland tatsächlich 3.600 Kilometer neue Stromtrassen braucht? „Wir brauchen viel weniger“, sagt Peter Ahmels von der Deutschen Umwelthilfe. Nach der politischen Energiewende in Baden-Württemberg und Bayern könne der Zubau von Wind- und Solarstromkapazitäten im Süden Stromimporte aus Norddeutschland teilweise ersetzen. Für den Abtransport großer Strommengen von der Küste hofft Ahmels auf wenige Stromautobahnen mit Gleichstromtechnik. Der Energieexperte zeigt sich im zeo2-Interview überzeugt, dass die Bürger die Energiewende vor Ort haben wollen. Nur dann gebe es auch Akzeptanz für neue Stromleitungen. 

zeo2 gibt es am gut sortierten Bahnhofskiosk aller größeren Städte und im Abonnement unter www.zeozwei.de 

Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.


  

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