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29.03.2010

centrotherm photovoltaics: Vielversprechender Start in das Jahr 2010

Die centrotherm photovoltaics AG (Blaubeuren) bestätigt die vorläufigen Zahlen für 2009: Der Umsatz des Technologie- und Equipmentanbieters für die Herstellung von Solarsilizium, kristallinen Solarzellen Solarmodulen und CIGS-Dünnschichtmodulen stieg um 35,9 Prozent auf 509,1 Millionen Euro (Vorjahr: 374,7 Millionen Euro). Dazu trug insbesondere das starke Umsatzwachstum im Siliziumbereich bei. Oliver M. Albrecht, Finanzvorstand der centrotherm photovoltaics AG: „Wir blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2009 zurück, denn wir sind in einem äußerst schwierigen Marktumfeld profitabel gewachsen.“

Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte) stieg Unternehmensangaben zufolge auf 58,6 Millionen Euro (Vorjahr: 57,5 Millionen Euro). Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 11,5 Prozent (Vorjahr: 15,3 Prozent). Das operative Ergebnis (EBIT) vor Kaufpreisallokationen ging demnach von 55,7 Millionen Euro auf 52,7 Millionen Euro zurück. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) nach Kaufpreisallokationen belief sich auf 37,2 Millionen Euro (Vorjahr: 43,5 Millionen Euro). Die EBIT-Marge – bezogen auf den Umsatz – betrug 7,3 Prozent (Vorjahr: 11,6 Prozent). Grund für den Rückgang waren insbesondere planmäßige Abschreibungen auf im Rahmen der Kaufpreisallokationen aktivierte Vermögenswerte in Höhe von 15,5 Millionen Euro, so das Unternehmen. 

Darüber hinaus fielen Unternehmensangaben zufolge zusätzliche Aufwendungen im Bereich Dünnschichtmodul an. centrotherm photovoltaics konzentrierte sich in diesem Segment neben dem Verkauf von Einzelanlagen für die Produktion von Dünnschichtmodulen auf das erste Projekt in Taiwan. Auf Basis der hocheffizienten CIGS-Technologie (CIGS = Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid) entsteht dort eine schlüsselfertige Produktionslinie mit einer Kapazität von rund 30 Megawatt. Insgesamt erwirtschaftete centrotherm photovoltaics ein Konzernergebnis in Höhe von 28,5 Millionen Euro (Vorjahr: 34,6 Millionen Euro), so das Unternehmen in einer entsprechenden Konzernmitteilung. Der weitere Personalaufbau von 1.050 auf 1.131 Mitarbeiter zum 31. Dezember 2009 entspreche der strategischen Weichenstellung, zukünftig weiter profitabel zu wachsen.

centrotherm photovoltaics verfügt Unternehmensangaben zufolge über eine solide Bilanzstruktur. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 11,2 Prozent auf 740,3 Millionen Euro (Vorjahr: 665,8 Millionen Euro). Die Eigenkapitalquote betrug demnach 46,5 Prozent (Vorjahr: 47,8 Prozent). Damit sei das langfristige Vermögen vollständig durch Eigenkapital gedeckt, so das Unternehmen. Die hohe Liquidität von 168,2 Millionen Euro (Stand: 31. Dezember 2009) bilde die Basis für das weitere Wachstum. Der Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit betrug Unternehmensangaben zufolge zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres 49.723 TEUR (Vorjahr: 65.050 TEUR).

„Mit unseren hoch effizienten Produktionsanlagen ermöglichen wir unseren Kunden eine qualitativ hochwertige und gleichzeitig kostengünstige Produktion von Solarsilizium, kristallinen Solarzellen und Dünnschichtmodulen“, sagt Robert M. Hartung, Sprecher des Vorstandes der centrotherm photovoltaics. „Damit verschaffen wir ihnen entscheidende Vorteile in Zeiten sinkender Margen und steigenden Wettbewerbsdrucks.“ 

Der Photovoltaik Spezialist aus Blaubeuren erzielt rund 90 Prozent seines Umsatzes im Ausland und hat sich Unternehmensangaben zufolge eine starke internationale Marktposition, insbesondere in Asien erarbeitet. So setzen zahlreiche asiatische Unternehmen auf die Expertise von centrotherm photovoltaics, darunter Yingli Solar, Trina Solar oder Hyundai Heavy Industries. Der Umsatzanteil im asiatischen Raum betrug 71,1 Prozent. Zweitgrößter Absatzmarkt war der übrige europäische Raum mit 10,6 Prozent, gefolgt von Deutschland mit 9,3 Prozent der Umsatzerlöse.

Das Segment Silizium & Wafer verzeichnete laut centrotherm photovoltaics eine starke Nachfrage, die sich positiv auf den Gesamtumsatz auswirkte. Mit dem Verkauf von Technologie und Anlagen für die Siliziumproduktion erwirtschaftete das Unternehmen in diesem Bereich Umsätze von 218,7 Millionen Euro (Vorjahr 38,0 Millionen Euro). Das entspricht einem Anteil von 42,9 Prozent des Konzernumsatzes. Das profitable Wachstum dieses Bereichs spiegelt sich auch im operativen Ergebnis (EBIT) wider: Es trug mit 30,4 Millionen Euro deutlich zum Konzernergebnis bei. Der Auftragsbestand im Segment betrug am 31. Dezember 2009 583,9 Millionen Euro, heißt es in der Konzernmitteilung weiter.

Im Segment Solarzelle & Modul beobachtete centrotherm photovoltaics ein deutlich zurückhaltenderes Investitionsverhalten, was auf das schwierige konjunkturelle Umfeld zurück zu führen ist. Erst im vierten Quartal 2009 belebte sich die Nachfrage insbesondere nach Einzelanlagen wieder. Das Unternehmen erwirtschaftete in diesem Bereich einen Umsatz von 239,9 Millionen Euro. Sein Anteil am Gesamtumsatz belief sich auf 47,1 Prozent. Damit ist das Segment Solarzelle & Modul weiterhin das umsatzstärkste Segment innerhalb des Konzerns. Das operative Ergebnis (EBIT) betrug 18,7 Millionen Euro. In diesem Segment verzeichnete das Unternehmen am 31. Dezember 2009 Aufträge in Höhe von 203,9 Millionen Euro.

Im Geschäftsbereich Dünnschichtmodul hat sich das Unternehmen eigenen Angaben zufolge im Geschäftsjahr 2009 neben dem Verkauf von Einzelanlagen für die Produktion von Dünnschichtmodulen auf die Realisierung des ersten Dünnschichtprojekts in Taiwan konzentriert – die Installation einer schlüsselfertigen Produktionslinie mit einer Kapazität von rund 30 Megawatt. Bei der Technologie setzt centrotherm photovoltaics auf die hocheffiziente CIGS-Technologie, da sich damit in der Dünnschicht-Massenproduktion perspektivisch die höchsten Wirkungsgrade erzielen lassen. 

Darüber hinaus kommen bei der Herstellung im Gegensatz zu anderen Dünnschicht-Technologien keine toxischen Prozessgase zum Einsatz. Die intensive Projektarbeit und kontinuierliche Weiterentwicklung der Anlagen und Technologien zeige sich neben höheren Investitionen in die Prozess- und Technologieentwicklung auch in der Umsatz- und Ergebnisentwicklung, so centrotherm photovoltaics. Insgesamt seien Umsatzerlöse in Höhe von 50,6 Millionen Euro erzielt worden. Das Segmentergebnis wurde durch Projektanlaufkosten stärker als geplant negativ beeinflusst. In Summe lag das operative Ergebnis (EBIT) bei minus 11,9 Millionen Euro. Am 31. Dezember 2009 lag der Auftragsbestand im Segment Dünnschichtmodul bei 9,6 Millionen Euro.

„Wir folgen unserer Strategie, entlang der Photovoltaik Wertschöpfungskette zu wachsen, und sind mit unseren Geschäftsbereichen dafür optimal aufgestellt“, erläutert Dr. Peter Fath, Technologievorstand des Unternehmens. „Mit einem Auftragsbestand von insgesamt 797,4 Millionen Euro zum 31. Dezember 2009 sind wir gut ausgelastet und blicken zuversichtlich in die Zukunft.“

Im ersten Quartal 2010 hat sich die Marktsituation Unternehmensangaben zufolge deutlich verbessert. So verzeichnete centrotherm photovoltaics allein in den ersten zwei Monaten im Segment Solarzelle & Modul Aufträge mit einem Volumen von rund 70 Millionen Euro. Im Bereich Silizium & Wafer unterzeichnete das Unternehmen im März einen Großauftrag in Katar über den Bau der ersten Produktionsstätte für Polysilizium auf der arabischen Halbinsel. Das Unternehmen liefert Technologie und Equipment zur Produktion von hochreinem Silizium. „Dieser Markt bietet enormes Potenzial. Mit unserer Anlage schaffen wir ein Vorzeigeprojekt für andere Investoren aus dieser Region,“ sagt Robert M. Hartung. centrotherm photovoltaics verbucht Großaufträge gemäß der Firmenpolitik des Unternehmens grundsätzlich erst dann als Auftragseingang, wenn entsprechende Sicherheiten vorliegen.

Für 2010 plant centrotherm photovoltaics ein Umsatzwachstum auf 550 bis 580 Millionen Euro. Das Unternehmen profitiere dabei von der starken internationalen Ausrichtung und von Innovationen in allen Geschäftsbereichen, heißt es in der Konzernmitteilung weiter. Dazu Hartung: „Wir werden weiter expandieren, unter anderem in viel versprechende Regionen wie Indien und die arabische Halbinsel. Darüber hinaus folgen wir unserer anspruchsvollen Entwicklungs-Roadmap, um unsere Technologieführerschaft noch stärker auszubauen.“ 

centrotherm photovoltaics definiert im Rahmen einer verbindlichen Roadmap Entwicklungsziele für die einzelnen Geschäftsbereiche. Dazu gehören Unternehmensangaben zufolge beispielsweise Wirkungsgradsteigerungen um 0,5 Prozent pro Jahr im monokristallinen Zellbereich. Das Unternehmen plant, im Jahr 2010 rund 50 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung zu investieren. Im Vordergrund stehen dabei die Segmente Silizium & Wafer und Solarzelle & Modul. Darüber hinaus investiert das Unternehmen auch weiterhin in den Bereich Dünnschichtmodul, um den Technologietransfer von der CIGS-Pilotlinie in die Massenproduktion fortzusetzen.

Quelle: centrotherm photovoltaics AG

  

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