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| 29.11.2007 |
Solarthermie: SCHOTT unterstützt Energiekonzept des Club of Rome
Gestern präsentierte der frühere Präsident des Club of Rome, Prinz Hassan bin Talal von Jordanien, im Europäischen Parlament das Weißbuch „Clean Power from Deserts – The DESERTEC Concept for Energy, Water and Climate Security“ der Club of Rome Initiative Trans-Mediterranean Renewable Energy Cooperation (TREC), das eine Kooperation Europas mit dem Nahen Osten und Nordafrika im Bereich erneuerbarer Energien vorschlägt. Der Technologiekonzern SCHOTT als Hersteller von Solarreceivern unterstützt die Initiative des Club of Rome. Receiver bilden das Herzstück von solarthermischen Parabolrinnenkraftwerken. Schott-Receiver sind beispielsweise im Kraftwerk „Nevada Solar One“ im Einsatz und werden auch im Kraftwerk „AndaSol“ eingesetzt.
Ziel der Club of Rome Initiative Trans-Mediterranean Renewable Energy Cooperation (TREC) ist, den Klimawandel „in einem ökonomisch und technologisch machbaren und entwicklungspolitisch sinnvollen Weg“ zu bekämpfen. Schlüsseltechnologien im DESERTEC Konzept sind solarthermische Kraftwerke und Hochspannungs-Gleichstromübertragung, um den sauberen Strom aus der MENA Region nach Europa zu transportieren.
Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer, Vorsitzender des Vorstandes der Schott AG, sagte anlässlich der Präsentation des Weißbuches in Brüssel: „Solarthermische Kraftwerke bieten eine hervorragende Lösung für die großtechnische Stromerzeugung in sonnenreichen Regionen der Erde. Diese Technologie steht weltweit vor dem Durchbruch und kann einen wichtigen Beitrag für eine klimafreundliche Energieerzeugung leisten. Sie bietet darüber hinaus die Chance für die infrastrukturelle, energietechnische und wirtschaftliche Entwicklung in der südlichen und östlichen Mittelmeerregion.“
Receiver der Schott Solarthermie GmbH (Mitterteich, Bayern) bilden das Herzstück von solarthermischen Parabolrinnenkraftwerken. Solche Kraftwerke bestehen aus einem riesigen Feld parabolisch gewölbter Spiegel, die das Sonnenlicht auf Absorberrohre (Receiver) bündeln, die sich in der Brennlinie befinden. In den speziell beschichteten Receivern wird die konzentrierte Sonnenstrahlung in Wärme umgesetzt und an ein zirkulierendes Spezialöl abgegeben. Dieses Öl erhitzt sich auf bis zu 400 Grad Celsius, wird dann zum zentralen Kraftwerksblock gepumpt, durchfließt mehrere Wärmetauscher und erzeugt so – wie in konventionellen Kraftwerken – den nötigen Dampf für den Antrieb von Turbinen zur Stromerzeugung. Bei Receivern ist Schott weltweit Technologieführer.
Seit mehr als 15 Jahren haben sich Parabolrinnenkraftwerke in der Mojave-Wüste in Kalifornien technologisch bewährt. Jetzt werden effizientere Kraftwerke der zweiten Generation gebaut. Im Juni 2007 ging das Kraftwerk „Nevada Solar One“ in Boulder City in der Nähe von Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada ans Netz. Im Sommer 2008 wird in der Nähe von Granada in Andalusien / Spanien das erste kommerzielle europäische Parabolrinnen-kraftwerk „AndaSol“ den Betrieb aufnehmen. Receiver von Schott sind im Kraftwerk „Nevada Solar One“ im Einsatz und werden auch im Kraftwerk „AndaSol“ eingesetzt. Schott errichtet derzeit eine zweite Receiverfertigung in Spanien.
Quelle: SCHOTT AG
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