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Solar Nachrichten April 2006

Nachrichten der Vormonate im Newsarchiv
28.04.2006
First Solar: Beihilfe für Solarmodulanlage in Deutschland genehmigt
Die Absicht der Bundesregierung, der FIRST SOLAR Manufacturing GmbH (FSM) für die Errichtung einer Anlage zur Herstellung von Solarmodulen in Frankfurt (Oder) eine Beihilfe in Höhe von 45,5 Millionen Euro zu gewähren, stieß auf positive Resonanz. Die Europäische Kommission hat die Beihilfe nach den Beihilfevorschriften des EG-Vertrags genehmigt. Insgesamt wird sich das Investitionsvolumen auf etwa 115 Mio. Euro belaufen.
28.04.2006
Phönix SonnenStrom AG: Eckdaten zum ersten Quartal 2006
Der testierte und vom Aufsichtsrat gebilligte, nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss 2005 der Phönix SonnenStrom AG liegt nun vor. Die Gesellschaft bestätigt ihr Ende Februar bekannt gegebenes vorläufiges Ergebnis für das Geschäftsjahr 2005. Daneben legt die Gesellschaft die aktuellen Konzerneckdaten für das erste Quartal 2006 vor, in dem ein witterungsbedingt moderater Umsatzanstieg und ein positives Ergebnis erzielt wurden.
28.04.2006
„Großpolitische Landschaftspflege“?
Im Vorfeld des Energiegipfels am 4. April diesen Jahres soll es Großspenden von insgesamt 170.000 Euro der Essener Ruhrkohle AG (RAG) an SPD und CDU gegeben haben. Gegenüber der Tageszeitung „Die Welt“ hatte die Grünen-Chefin Claudia Roth daraufhin gesagt, die Spende erwecke den Eindruck einer „großpolitischen Landschaftspflege im Vorfeld wichtiger politischer Entscheidungen. Es ist schon verblüffend, dass ausgerechnet vor dem Energiegipfel, bei dem es um milliardenschwere Interessen geht, die Steinkohlelobby gezielt an die Regierungsparteien spendet“, so Roth.
28.04.2006
Energie: Wirtschaftszweig der Zukunft
Die Sonnenenergie ist die größte, aber zugleich bisher am wenigsten genutzte Energiequelle, lautet eine der Erkenntnisse des dreitägigen „World Energy Dialogue“, bei dem auf der diesjährigen Hannover Messe rund 500 Teilnehmer aus aller Welt Fragen zur zukünftigen Energieversorgung diskutierten. Bis 2030 wird ein Investitionsvolumen von weltweit 16 bis 17 Billionen Dollar im Energiemarkt erwartet. Zudem gebe es „enorme Anforderungen“ an technologische Entwicklungen bei Energiegewinnung und Energieversorgung.
28.04.2006
Wettbewerb und Ausstellung „PV im Bau“
Am 28. Februar 2006 endete der 1. Architekturwettbewerb „Photovoltaik im Gebäudeentwurf“. Gesucht waren Entwürfe, die die gestalterischen Möglichkeiten der Fotovoltaik kreativ ausschöpfen und neue Potenziale für die Nutzung der Solarenergie erschließen. Insgesamt wurden 66 Arbeiten von Architekten, Ingenieuren und Bauherren eingereicht. Auf die fünf besten Vorschläge warten Preisgelder von insgesamt 100.000 Euro.
27.04.2006
Der Klimawandel wird vor Deutschland nicht Halt machen
Bis 2100 könnte die durchschnittliche Jahrestemperatur in einigen Regionen Deutschlands um bis zu 4 Grad Celsius (°C) höher liegen als im vergangenen Jahrhundert. Dies zeigen aktuelle und detaillierte Modellrechnungen des Max-Planck-Instituts für Meteorologie (MPI-M) für das Umweltbundesamt (UBA). „Erstmals haben wir eine genauere Vorstellung davon, wie und wo sich der Klimawandel in Deutschland auswirkt“, erklärte dazu UBA-Präsident Prof. Dr. Andreas Troge.

  

26.04.2006
Weltgrößtes Solarkraftwerk mit Dünnschicht-Technologie
Strom für zirka 1.000 private Haushalte wird er einmal erzeugen: Der neue Solarpark „Markt Bibart I“ der Beck Energy GmbH (Dimbach). Der Projektentwickler und Errichter von Solar-Großkraftwerken hat zusammen mit seinem Kooperationspartner, der Bos.ten AG aus Regensburg, in Markt Bibart (Landkreis Neustadt Aisch) mit dem Bau der neuen Großanlage begonnen.
26.04.2006
Information bringt Aktion
Der heutige 20. Tschernobyl-Jahrestag und der „Tag der Erneuerbaren Energien“ am 29. April sind für viele Initiativen Anlass für Informationsveranstaltungen, Solarfeste und Fachvorträge. Bei der Kampagne „Wärme von der Sonne“ informieren Solarinitiativen in ganz Deutschland über Alternativen zu Öl und Gas. Ziel der Aktion ist es, über die Vorzüge der Solarwärme zu informieren.
25.04.2006
Pfeifen im Walde
Gegensätzlicher könnten die Reaktionen nicht sein: Während der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) dazu aufruft, Deutschlands Abhängigkeit von Energieimporten drastisch zu reduzieren, wiegelt der Chef des Energieversorgers E.ON Ruhrgas, Burckhard Bergmann, ab. Bergmann sieht keine einseitige Abhängigkeit bei den Energie-Importen aus Russland und warnte vor einer einseitigen Betrachtung und Kritik an Expansionsplänen des russischen Energiekonzerns Gasprom. Bundeskanzlerin Merkel (CDU) trifft sich morgen mit dem russischen Präsidenten Putin. Dabei soll auch die Energiefrage angesprochen werden.
25.04.2006
Umstieg auf Erneuerbare Energien jetzt!
Nach dem Versuch des russischen Erdgaskonzerns Gasprom, die Europäische Union zu erpressen, fordert der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) die Bundesregierung auf, die Abhängigkeit von Erdgas und Öl zu reduzieren. Deutschland könne es sich nicht leisten, bei der Energieversorgung weiterhin zu 70 Prozent von Importen abhängig zu bleiben, so der BEE.
24.04.2006
KfW-Energieeffizienzpreis 2006
Bereits zum dritten Mal schreibt die KfW Förderbank den KfW-Energieeffizienzpreis aus. Heute ist Startschuss des diesjährigen Wettbewerbs, der unter dem Motto „Energetische Modernisierung von gewerblich genutzten Gebäuden“ steht und mit insgesamt 15.000 EUR Preisgeld ausgestattet ist.
24.04.2006
Neue Initiative für solarthermische Kraftwerke
dpa – Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ startet der Club of Rome zur Sicherung der Energieversorgung eine neue Initiative für solarthermische Kraftwerke in Südeuropa und den nordafrikanischen Wüsten. Die heißen Trockenzonen seien weltweit die „größte und am wenigsten erschlossene Energiequelle“. Schon bei einem Preis von 50 bis 70 US-Dollar pro Barrel (159 Liter) Erdöl seien große Solarkraftwerke, wie kommerzielle Anlagen in Kalifornien zeigten, wettbewerbsfähig.

  

24.04.2006
Ökosteuer macht zufrieden
Erstaunlich, aber wahr: Steuer ist offensichtlich nicht gleich Steuer. Wissenschaftler der Universität Linz haben herausgefunden, dass Steuern auf den Energieverbrauch bei Europäerinnen und Europäern durchaus positive Resonanz erzeugen. In einer kürzlich veröffentlichten Studie wiesen sie nach, dass es einen Zusammenhang zwischen Energiesteuern wie der deutschen Ökosteuer und dem Zufriedenheitsgrad der europäischen Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Demokratie gibt.
21.04.2006
Mehr Erneuerbare für die Heizung
Lediglich acht Prozent der neuen Heizungsanlagen in Deutschland nutzten im Jahr 2005 erneuerbare Energien aus Sonnenwärme, Erdwärme oder Holzpellets. Dies wollen die im Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) organisierten Unternehmen ändern. Sie wollen dafür sorgen, dass sich dieser Anteil bis 2015 auf 80 Prozent erhöht. Damit soll die Abhängigkeit Deutschlands von Energieimporten gesenkt werden.
21.04.2006
„Gut“ für Energieberatung der Verbraucherzentralen
„Qualitativ hochwertig, effektiv und effizient“ sei die kostenlose Energieberatung der Verbraucherzentralen. Das ergab eine Analyse des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu). Die seit 1978 existierende Beratung stelle mit etwa 70.000 Beratungen pro Jahr einen wichtigen Baustein zur Informationsvermittlung zum Thema Energieeinsparung dar.
20.04.2006
Gasprom droht Europa
Was schon länger als drohendes Szenario über der Energie-Frage schwebt, gewinnt an Realität. Unsere Abhängigkeit von ausländischen Energielieferanten macht uns erpressbar. Der russische Gasexportkonzern Gasprom hat Europa gedroht, seine Gaslieferungen in die EU zu reduzieren und die in andere Regionen zu erhöhen, sollte dem Konzern der direkte Zugang zum europäischen Markt verwehrt werden. Dies berichtet die Financial Times Deutschland in einem Online-Bericht.
20.04.2006
Q-Cells AG wächst weiter überproportional
Der nach eigenen Angaben weltweit zweitgrößte Solarzellenhersteller, die Q-Cells AG, veröffentlichte gestern im Rahmen seiner Bilanzpressekonferenz die ersten vorläufigen Geschäftszahlen für das 1. Quartal 2006. Demnach konnte das Unternehmen aus Thalheim (Sachsen-Anhalt) seinen Wachstumskurs fortsetzen. In den ersten drei Monaten 2006 konnte die Produktion auf 53,7 MWp (Megawattpeak) gesteigert werden, ...
20.04.2006
„Das Flugzeug fliegt ja sowieso“
Mittlerweile ist es Standardwissen: Hauptursache des Klimawandels ist die Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas. Das durch die Verbrennung freigesetzte Kohlendioxid (CO2) sorgt für den so genannten Treibhauseffekt, der zur Erwärmung der Erdatmosphäre beiträgt. Seit Jahren fordern Umweltaktivisten und -verbände eine drastische Umkehr beim Thema Energieversorgung und –verbrauch. Nur: Werden sie wirklich gehört?

  

19.04.2006
Conergy AG steigt in Thermosyphontechnologie ein
Die Hamburger Conergy AG erweitert ihre solarthermische Produktlinie um Thermosyphon-Systeme durch Übernahme der europäisch-australischen Cap-Aus Pty Limited. Das Team um die erfahrenen Solarthermiemanager Rodger Meads, Mal Hayes und Hans Brekelmans ist mit einem starken Vertriebsnetz in Australien, Asien und im Mittelmeerraum auf die Entwicklung und Distribution von maßgeschneiderten solaren Wärmepumpen und Thermosyphon-Systemen spezialisiert.
19.04.2006
Energetische Gebäudesanierung rechnet sich
Langfristig mehr finanzielle Freiheit und Steigerung des Marktwerts des Gebäudes – nur zwei gute Gründe, warum sich die energetische Gebäudesanierung für den Hausherren (oder die Hausfrau) lohnen. Denn der Faktor „energetische Qualität“ wird zu einem immer wichtigeren Kriterium für Käufer und Mieter. Maßnahmen wie die Dämmung von Dach und Wänden oder das Erneuern der Heizungsanlage können den Energieverbrauch und die damit verbundenen Kosten drastisch senken. Ab wann aber machen sich Sanierungsmaßnahmen bezahlt? Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hat nachgerechnet.
18.04.2006
Emissionshandel ohne Wirkung
Die zwischen Umwelt- und Wirtschaftsministerium erzielte Verständigung über den Emissionshandel ab 2008 wird sowohl vom Bundesverband Verbraucherzentralen (vzbz) als auch vom Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) heftig kritisiert. Die kostenlose Zuteilung der Emissionsrechte sei das falsche Signal und werde zu weiter steigenden Strompreisen führen, warnten beide Verbände.
18.04.2006
Fangen wir an!
Wer immer noch darauf hofft, dass jetzt nach Ostern die Spritpreise wieder deutlich sinken oder die Stromrechnung beim nächsten Mal wieder etwas milder ausfällt, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. „Die ganze Frage der billigen Energie ist vorbei“, ist sich der Staatssekretär des Bundesumweltministeriums, Michael Müller, sicher. Weil weltweit der Hunger nach Energie „dramatisch“ steige, wird es nach Einschätzung der Bundesregierung immer schwieriger, die Energiepreise niedrig zu halten. Aber auch der mangelnde Wettbewerb am Energiemarkt ist nach Ansicht des Bundesumweltministeriums verantwortlich für die hohen Energiepreise.
13.04.2006
Wer wird Deutscher Meister?
Alles starrt derzeit auf die Fußball-Weltmeisterschaft, auf Kliensmann, Kahn und Co. Aber kennen Sie Heckhuscheid? Oder Schalkham? Diese beiden belegen gerade Platz 4 und 5 in der Bundesliga. Ja, richtig gelesen: In der Bundesliga. Mehr als 830 deutsche Städte und Gemeinden kämpfen derzeit in der 6. Saison der Solarbundesliga um die Meisterschaft in puncto Solarenergie-Nutzung. Initiiert wurde der ungewöhnliche Wettstreit ...
12.04.2006
Conergy AG schließt zusätzlichen Liefervertrag ab
Die Hamburger Conergy AG schloss heute einen langfristigen Liefervertrag für Solarmodule über ein Gesamtvolumen von rund 170 MWp ab. Darüber hinaus sicherte sie sich eine Option auf weitere 100 MWp in den nächsten Jahren. Mit diesem zusätzlichen Potenzial und den bereits bestehenden Verträgen und Lieferpartnerschaften besitzt Conergy die Basis, um in 2006 und den Folgejahren deutlich schneller als der Weltmarkt zu wachsen, meldet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Meldung.

  

12.04.2006
Solarmodule fangen Sonne in Mali ein
Die Sonne kann überall angezapft werden – erst recht in einem so sonnenreichen Land wie Mali. Die Solarworld AG (Bonn) hat am Dienstag sechs 220-Watt-Module, die künftig Sonnenstrom für zwei Krankenstationen im westafrikanischen Mali liefern sollen, an die Initiative für regenerative Energien in Sachsen (Ires) übergeben. Wenn alles glatt geht, wollen Mitglieder der Freiberger Ires-Projektgruppe schon im Mai nach Mali fliegen, um gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation Mali Folke Center die Anlage zu installieren.
12.04.2006
Eckpunkte für Emissionshandel bis 2012 festgelegt
Die Energiebranche und die Industrie müssen den Kohlendioxidausstoß stärker als im Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2002 senken. Darauf haben sich nun Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) verständigt. Sie legten Eckpunkte für den Emissionshandel zum Klimaschutz für 2008 bis 2012 fest. Beim Minderungsziel gibt es für Energiewirtschaft und Industrie Unterschiede.
12.04.2006
Schwarzenegger fordert „drastische Maßnahmen“
Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger setzt sich erneut vehement für Umwelt- und Klimaschutz ein. Bei einer Klimakonferenz in San Francisco am gestrigen Dienstag rief er zu „drastischen Maßnahmen“ zum Schutz der Umwelt auf. Schwarzenegger, der bereits im vergangenen Juni angekündigt hatte, Kalifornien wolle seinen Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 auf das Niveau von 1990 senken, sprach sich unter anderem für finanzielle Anreize zur Verringerung schädlicher Emissionen aus. Er möchte den bevölkerungsreichsten US-Staat zum „Vorreiter im Kampf gegen die globale Erwärmung“ machen.
12.04.2006
Jugend will Atomausstieg
Eine längerfristige Nutzung der Atomenergie lehnt eine knappe Mehrheit der Bundesbürger einer Umfrage zufolge ab. Das Meinungsforschungsinstitut Emnid hatte für das Magazin „Zeit-Wissen“ etwa 1.000 Bundesbürgerinnen und -bürger befragt. Demnach sprachen sich 47 Prozent der Befragten dafür aus, angesichts der Probleme mit fossilen Brennstoffen eine Wiederbelebung der Kernenergie in Betracht zu ziehen, 50 Prozent sind dagegen. Männer haben übrigens mehr Vertrauen in die Kernenergie: 53 Prozent von ihnen sind für die Kernenergie, bei den Frauen sind es nur 41 Prozent.
11.04.2006
Reinecke + Pohl Sun Energy AG baut Position weiter stark aus
Die Reinecke + Pohl Sun Energy AG baut ihre Position als europäischer Systemintegrator im Bereich der innovativen Dünnschichttechnologie weiter aus. Jetzt wurde mit dem amerikanischen Solarmodulhersteller First Solar ein weiterer Rahmenvertrag über die langfristige Lieferung von Dünnschichtmodulen abgeschlossen. Erst vor kurzem war mit dem größten chinesischen Hersteller von Solarmodulen, Baoding Yingli, ein Liefervolumen von 162 MWp sowie mit dem größten thailändischen Hersteller von Dünnschichtmodulen, Bangkok Solar, ein Volumen von 155 MWp jeweils bis zum Jahr 2010 vereinbart worden.
11.04.2006
Klimawandel vor Gericht, Teil II
Im Rechtsstreit zwischen dem Energiekonzern RWE und der Umweltschutzorganisation Greenpeace legt Greenpeace heute Berufung beim Oberlandesgericht Köln ein. Die Umweltschutzorganisation will vom Gericht klären lassen, ob man den Klimawandel hinnehmen muss, oder dort protestieren darf, wo seine wesentlichen Ursachen liegen. Greenpeace begründet ...

  

11.04.2006
Hochwasser und kein Ende
Wieder sehen wir die Bilder von überfluteten Stadtteilen und Kellern, von verzweifelten Menschen und hilflosen Helfern. Wieder nennen wir Jahrhunderthochwasser, was uns mittlerweile in immer kürzeren Abständen heimsucht. Und wieder wird klar: Der Mensch ist nicht nur Opfer einer unberechenbaren Natur – er ist selbst Täter. Das Umweltbundesamt hat deshalb zum Thema Hochwasserschutz eine umfassende Broschüre herausgebracht.
10.04.2006
Solaranlage als Werbefläche
Seit 15 Jahren forscht das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE (Freiburg) an der Farbstoffsolarzelle, die Licht in elektrische Energie umwandelt. Mit dem siebgedruckten Glaslot haben die Fraunhofer-Forscher jetzt einen entscheidenden Schritt vorwärts geschafft. Vom 24. bis 26. April werden die Solarmodule mit Farbstoffsolarzellen auf der Hannover Messe gezeigt. Für erste Testanlagen und Demonstrationsprojekte werden jetzt Partner gesucht.
07.04.2006
Tag der Erneuerbaren Energien
Am 29. April 2006 findet bereits zum elften Mal der Tag der Erneuerbaren Energien statt. Im Rahmen eines Tags der offenen Tür werden wieder Anlagenbetreiber in ganz Deutschland ihre umweltfreundlichen Solar, Wind- und Wasserkraftanlagen der Öffentlichkeit zeigen. Besonders im Mittelpunkt steht dieses Jahr das Gedenken an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und deren Folgen.
06.04.2006
Viel Show - wenig Inhalt
Viel Show - wenig Inhalt – so bilanzieren Bündnis 90/Die Grünen ernüchtert den ersten Energiegipfel der Bundesregierung. Man habe neue Fragezeichen statt notwendiger Antworten für eine langfristig sichere, wirtschaftliche und nachhaltige Energieversorgung hinterlassen. Wichtige Themen wie Kraftstoff und Wärmebedarf seien zu kurz gekommen. Zunehmend negativ würde sich auch der weiterhin andauernde Streit um den Atomausstieg auswirken. Bündnis 90/Die Grünen wollen deshalb einen eigenen Arbeitskreis berufen, der ebenfalls bis 2007 ein „neues grünes Energieszenario“ vorstellen soll.
06.04.2006
Energiegipfel: Erste Vereinbarungen
Gestern veröffentlichte dpa die „ersten Ergebnisse“ des am vergangenen Montag stattgefundenen Energiegipfels. Laut dpa war man sich einig, die Abhängigkeit von Energieimporten verringern, den Anstieg der Strompreise verhindern und den Klimaschutz berücksichtigen zu wollen. Bis zum nächsten Gipfel im September sollen in drei Arbeitsgruppen die internationalen Aspekte der Energieversorgung, die nationalen Themen Strompreise und Versorgungssicherheit sowie die Energieeffizienz erörtert werden. Besondere Berücksichtigung soll nach wie vor die Wettbewerbsfähigkeit der Energie verbrauchenden Wirtschaft finden.
05.04.2006
ErSol AG investiert kräftig am Standort Deutschland
Das Solarunternehmen ErSol profitiert von der anhaltend hohen Nachfrage nach Solarmodulen. Deshalb hat das Erfurter Unternehmen seine Prognosen für 2005 angehoben. Erwartet werden ein Umsatz zwischen 120 und 125 Millionen Euro sowie ein Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 25 bis 30 Millionen Euro, wie die ErSol AG am Mittwoch in Erfurt mitteilte. An den Standorten Erfurt und Arnstadt sollten zusätzliche 36 Millionen Euro in die Erweiterung der Solarzellen-Produktion fließen.

  

05.04.2006
Deutsche wollen mehr Klimaschutz
Mehr als 70 Prozent der Bevölkerung fordern von der Bundesregierung ein stärkeres Engagement beim Klimaschutz. Zu diesem Ergebnis kommt eine FORSA Umfrage, die der WWF zum Energiegipfel im Kanzleramt vorgestellt hat. Die Naturschutzorganisation wertet die Umfrageergebnisse als Signal, den Klimaschutz stärker in die energiepolitische Diskussion zu integrieren. Insbesondere Familien halten die Anstrengungen der Bundesregierung zum Klimaschutz und damit zur Generationengerechtigkeit für ungenügend.
04.04.2006
Erneuerbare Energien: Zukunft der deutschen Energieversorgung
Gestärkt geht die Erneuerbare-Energien-Branche aus dem Energiegipfel bei Angela Merkel hervor. „Es ist klar geworden, dass Erneuerbare Energien die Zukunft der deutschen Energieversorgung sind. Die Investitionen in Erneuerbare Energien übersteigen die Zusagen der deutschen Stromwirtschaft um ein mehrfaches. Der Wegfall atomarer und fossiler Energien kann vollständig durch den Ausbau Erneuerbarer Energien ersetzt werden“, so Frank Asbeck, Chef des Solarunternehmens Solarworld und Teilnehmer des Energiegipfels.
03.04.2006
Erneuerbare Energien sollen wichtigste heimische Energiequelle werden
Nicht nur die Strommanager legten Angela Merkel im Vorfeld des Energiegipfels ein Investitionspaket vor. Auch die Vertreter der Erneuerbaren Energien gehen heute mit einer Investitionsankündigung in das Treffen mit der Bundeskanzlerin. Bis 2020 wollen sie 200 Milliarden Euro – und damit zweieinhalb Mal mehr als die Stromerzeuger – in erneuerbare Energien investieren. Bis 2020 sollen Erneuerbare Energien die wichtigste heimische Energiequelle in Deutschland sein.
03.04.2006
NABU: 5-Punkte-Plan für zukünftige Energiepolitik
„Zukünftig darf nicht mehr die Frage dominieren, welche Klimaschutzziele wir uns setzen dürfen, ohne unsere Energieversorgung zu gefährden, sondern wie wir die Energieversorgung umstellen müssen, um die notwendigen Klimaschutzziele zu erreichen“, sagte der Präsident des Naturschutzbundes NABU Olaf Tschimpke anlässlich des heute Abend stattfindenden Energiegipfels. Der NABU legte deshalb einen 5-Punkte-Plan vor, der die wichtigsten notwendigen Richtungsentscheidungen für die zukünftige Energiepolitik skizziert.
03.04.2006
Versäumter Klimaschutz kommt uns teuer
Die Energiefrage ist die Schlüsselfrage des 21. Jahrhunderts. Sie ist verknüpft mit möglicherweise irreversiblen Schäden für Umwelt und Klima, mit Chancengerechtigkeit für künftige Generationen, mit ökonomischem Wohlstand und Arbeitsplätzen sowie mit Krieg und Frieden. „Nur wer heute umsteuert, kann auch morgen die Chancen für Wirtschaft und Export neuer Energietechnologien nutzen. Versäumter Klimaschutz kommt uns schon in dreißig Jahren rund viermal teurer als heutige Maßnahmen“, betonte Michael Müller, Parlamentarischer Staatsekretär im Bundesumweltministerium, vor dem heute bevorstehenden Energiegipfel.

  

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