Im solarportal24-Linkverzeichnis finden Sie schnell, einfach und kostenlos kompetente Ansprechpartner/innen für Ihre Fragen rund ums Thema Solarenergie, Erneuerbare Energien und mehr.
Architekten (22)
Berater (61)
Energieagenturen (9)
Finanzierung (17)
Forschung & Entwicklung (3)
Fort- und Weiterbildung (3)
Großhändler (54)
Handwerker (207)
Händler (69)
Komplettlösungen (22)
Medien (7)
Montagegestelle (7)
Planer (42)
private Solarseiten (15)
Solarhersteller (64)
Solarversicherungen (15)
Verbände/Vereine (13)
Versandhandel (15)
Ökologisch Bauen (12)
Mitmachen
Login / Eintrag ändern


Zurück zu den Nachrichten... Diesen Artikel ausdrucken
20.01.2006

Kilowattstunden statt Menschen arbeitslos machen

Er will in Zukunft nicht nur über Staatsquote, Lohnstückkosten und Sozialstandards reden, wenn es um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie geht. Die entscheidende neue Kennziffer wird nach Meinung des neuen Bundesumweltministers Sigmar Gabriel (SPD) die der Energieeffizienz sein. Das erklärte er jüngst in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Zukünftig sei zu fragen, wie viel Energieeinheiten zur Produktion ...

... einer Einheit Bruttosozialprodukt verbraucht würden, so der Minister. Er nannte es „abenteuerlich“, dass in den Kostenbestandteilen der deutschen Industrie zwar mehr als 50 Prozent Material- und Energiekosten und nur 20 Prozent Lohnkosten seien, „permanent“ aber darüber nachgedacht werde, wie man Kosten durch Personalabbau senken könne. „Viel besser wäre es“, so Gabriel, „Kilowattstunden arbeitslos zu machen“.

Gefragt, ob er nun die Deutschen zu Energiesparkursen schicken wolle, winkte der Politiker ab. Es gehe nicht um Verzicht, sondern darum, die Effizienz zu erhöhen. Und viele Bürgerinnen und Bürger würden durch die steigenden Preise schon selbst mehr motiviert, mit der Energie wirkungsvoller umzugehen. Dabei gehe es gar nicht um eine große, sondern um die vielen kleinen Lösungen, über die wir aber erst wieder lernen müssten, nachzudenken.

In diesem Zusammenhang äußerte sich Gabriel auch nochmals deutlich zum Thema Atomenergie. Erneut wies er darauf hin, dass es dazu eine klare politische Entscheidung gibt, „die von den Atomkonzernen unterschrieben wurde und die von einer deutlichen Mehrheit der Bevölkerung unterstützt wird.“ Die Sorge, dass der Ausstieg aus der Atomenergie in den nächsten 15 Jahren zu Versorgungsproblemen führen wird, teilt er jedenfalls nicht. Gabriel verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass Atomenergie lediglich 28 Prozent der gesamten Stromproduktion in Deutschland ausmache. Die erneuerbaren Energien, die heute bei einem Anteil von 11 Prozent an der Stromversorgung liegen, könnten, so der Bundesumweltminister, bis 2020 auf rund 25 Prozent kommen, und damit tatsächlich – zusammen mit Energieeinsparmaßnahmen – die Atomkraft ersetzen.

Besorgt zeigte sich Gabriel in dem Spiegel-Interview eher darüber, dass eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke möglicherweise geplante und dringend benötigte Investitionen in die Alternativen behindern würde. Gerade die Entwicklung neuer Technologien zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes und die Modernisierung von Kohle- und Gaskraftwerken zum Beispiel seien zu forcieren.

Insgesamt warnt der Bundesumweltminister nochmals nachdrücklich vor „zu alarmistischem“ Umgang mit dem Thema aufgrund der jüngsten Konflikte im Bereich Gas. Zum einen könne der Energieträger Gas nicht einfach so durch Atomenergie ersetzt werden, zum anderen aber werde übersehen, dass es sich bei der Atomenergie nach wie vor um eine Energieform mit großen Risiken handele. Mal ganz abgesehen davon, dass Deutschland Uran zu 100 Prozent importieren muss, also auch hier in großen Abhängigkeiten steckt.

„Die umweltfreundlichste und sicherste Kilowattstunde ist die, die nicht verbraucht wird,“ so Sigmar Gabriel kürzlich vor Journalisten. „Im Kern stehen wir vor einer Änderung unserer Energiepolitik“. Energieproduktivität erweise sich immer deutlicher auch für die Modernität und Wettbewerbsfähigkeit einer industriellen Volkswirtschaft als zentraler Indikator. Erneuerbare Energien seien ein „entscheidender Beitrag zur Ressourcenschonung und zur Unabhängigkeit von den Rohstoffmärkten, zum Klimaschutz und vor allem zur Innovation“.

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)

Autorin: Petra Forberger für www.solarportal24.de



  

Vorheriger Artikel:
Erneuerbare Energien schaffen Jobs
Nächster Artikel:
Stromerzeuger kritisieren Gabriel

Newsarchiv

Mai 2019 April 2019 März 2019 Februar 2019 Januar 2019 Dezember 2018 November 2018 Oktober 2018 September 2018 August 2018 Juli 2018 Juni 2018 Mai 2018 April 2018 März 2018 Februar 2018 Januar 2018 Dezember 2017 November 2017 Oktober 2017 September 2017 August 2017 Juli 2017 Juni 2017 Mai 2017 April 2017 März 2017 Februar 2017 Januar 2017 Dezember 2016 November 2016 Oktober 2016 September 2016 August 2016 Juli 2016 Juni 2016 Mai 2016 April 2016 März 2016 Februar 2016 Januar 2016 Dezember 2015 November 2015 Oktober 2015 September 2015 August 2015 Juli 2015 Juni 2015 Mai 2015 April 2015 März 2015 Februar 2015 Januar 2015 Dezember 2014 November 2014 Oktober 2014 September 2014 August 2014 Juli 2014 Juni 2014 Mai 2014
 



  solarportal24.de Impressum | Neue Einträge | Top Links | Top Partner | 14.10.2019 21:10
                                                                 News_V2