Im solarportal24-Linkverzeichnis finden Sie schnell, einfach und kostenlos kompetente Ansprechpartner/innen für Ihre Fragen rund ums Thema Solarenergie, Erneuerbare Energien und mehr.
Architekten (22)
Berater (61)
Energieagenturen (9)
Finanzierung (17)
Forschung & Entwicklung (3)
Fort- und Weiterbildung (3)
Großhändler (54)
Handwerker (208)
Händler (69)
Komplettlösungen (22)
Medien (7)
Montagegestelle (7)
Planer (42)
private Solarseiten (15)
Solarhersteller (64)
Solarversicherungen (15)
Verbände/Vereine (13)
Versandhandel (15)
Ökologisch Bauen (12)
Mitmachen
Login / Eintrag ändern


Zurück zu den Nachrichten... Diesen Artikel ausdrucken
05.11.2012

Kritik an Ungerechtigkeiten der EEG-Umlage

Die Ökostrom-Umlage steigt zum 1. Januar 2013 um fast 50 Prozent: von 3,6 Cent pro Kilowattstunde auf rund 5,3 Cent. Die Diskussionen um damit verbundene Ungerechtigkeiten verstummen nicht – auch nicht bei der relatio-Unternehmensgruppe (Balingen). Die Regierung, kritisiert relatio-Geschäftsführer Bernd Bodmer, führe die Öffentlichkeit gezielt in die Irre: „Man gaukelt potenziellen Wählerinnen und Wählern vor, dass an den hohen Strompreisen allein die Erneuerbaren Energien Schuld tragen.“

Dies will Bodmer so nicht stehen lassen. In Deutschland sind seinen Ausführungen nach mittlerweile 20 Prozent der produzierten Stromleistung von der EEG Umlage befreit. Diese verteilen sich allerdings, so wundert sich der relatio-Chef, auf lediglich rund 2.000 Unternehmen: „Ist das eine neue Art der Sozialismuswirtschaft?“

Generell sieht der Balinger diese gesetzlichen Erleichterungen als das falsche Mittel an, Großunternehmen auf künftige Herausforderungen des globalen Marktes einzustellen: „Wer immer von außen protegiert wird, bleibt untrainiert und schlapp.“ Das historische Beispiel der DDR-Volkswirtschaft habe dies eindrücklich gezeigt. Diese Zeche zahlen, so Bodmer, nicht nur die Privathaushalte, sondern auch unzählige Handwerksbetriebe und Mittelständler. 

Dabei könnte alles so einfach sein, überlegt der Geschäftsführer: „Jede und jeder, der Strom verbraucht, muss dazu beitragen, das dieser so umweltverträglich wie möglich erzeugt wird. Dies müsste im Sinne der Solidarität eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.“ Doch anstatt weise und nachhaltig in die Zukunft zu planen, verliert sich Deutschland seiner Meinung nach in einem Dschungel aus Befreiungen und Subventionen. Dabei sei der Strompreis vor allem zur Spitzenlastzeit an der Börse in den vergangenen zwei Jahren deutlich gefallen – dank der Erneuerbaren. 

„Hier profitiert die energieintensive Großindustrie in hohem Maße von den neuen Energien, will aber ihrerseits nichts für sie zahlen“, kritisiert der Unternehmer. Die Randerscheinungen dessen sind für alle ärgerlich: Zum Teil lassen Firmen ihre Anlagen nutzlos laufen und verschwenden vorsätzlich Strom um vom Netzentgelt befreit zu werden. Andere hingegen steigern ihren Stromverbrauch künstlich, um die EEG Umlage erlassen zu bekommen: „Das kann nicht sein.“

Die grundsätzliche Idee für Befreiungen dieser Art ist Bernd Bodmer noch gut im Gedächtnis: „Die rot-grüne Regierung wollte stark vom Export abhängige Unternehmen und ihre Arbeitsplätze in Deutschland halten.“ Doch mittlerweile seien Hähnchenmastbetriebe, Golfplätze oder sogar die Energie-AG des Stuttgarter Flughafens freigestellt. Noch schlimmer: „Der Staat erlässt diese Kosten klammheimlich seinen eigenen Unternehmen wie dem Deutschen Wetterdienst.“ Im Zollernalbkreis, der Heimat von Bodmers Unternehmen relatio, ist übrigens kein einziges Unternehmen von der EEG Umlage freigestellt.

Angesichts dieser Entwicklung plädiert der Balinger für einen anderen Ansatz: nämlich den, wirkungsvolles Energiemanagement auszuzeichnen: „Es muss derjenige belohnt werden, der Strom spart. Nicht derjenige, der besonders viel davon verbraucht.“ Der relatio-Geschäftsführer setzt dabei auf dezentrale Versorgungssysteme. Eigenstromerzeugung entlaste die Netze und spare bares Geld: „Strom selbst zu erzeugen ist schon heute in den allermeisten Fällen wesentlich günstiger als ihn aus der Steckdose zu beziehen.“ 

Diese Erkenntnis setzt sich laut „Manager Magazin“ bei immer mehr Unternehmen durch – vor allem größere Stromkunden, die nicht von EEG Umlage und Netzentgelt befreit sind, laufen den Energiekonzernen in Scharen davon, schreibt das Magazin in einem aktuellen Bericht.

Quelle: relatio-Unternehmensgruppe

  

Vorheriger Artikel:
Utopia und Öko-Institut empfehlen energieeffiziente Geräte
Nächster Artikel:
Eigentum verpflichtet: BBU fordert stärkere Beteiligung der Energiekonzerne

Newsarchiv

August 2013 Juli 2013 Juni 2013 Mai 2013 April 2013 März 2013 Februar 2013 Januar 2013 Dezember 2012 November 2012 Oktober 2012 September 2012 August 2012 Juli 2012 Juni 2012 Mai 2012 April 2012 März 2012 Februar 2012 Januar 2012 Dezember 2011 November 2011 Oktober 2011 September 2011 August 2011 Juli 2011 Juni 2011 Mai 2011 April 2011 März 2011 Februar 2011 Januar 2011 Dezember 2010 November 2010 Oktober 2010 September 2010 August 2010 Juli 2010 Juni 2010 Mai 2010 April 2010 März 2010 Februar 2010 Januar 2010 Dezember 2009 November 2009 Oktober 2009 September 2009 August 2009 Juli 2009 Juni 2009 Mai 2009 April 2009 März 2009 Februar 2009 Januar 2009 Dezember 2008 November 2008 Oktober 2008 September 2008 August 2008
 



  solarportal24.de Impressum | Neue Einträge | Top Links | Top Partner | 17.08.2018 05:01
                                                                 News_V2