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26.03.2012

Finanzierungsprobleme auf dem amerikanischen Photovoltaik-Markt

Die Finanzierung einer Photovoltaik Anlage für den Endkunden wird eine der größten Herausforderungen für den amerikanischen Photovoltaik Markt. Zu diesem Ergebnis kamen Industrieexperten während der Netzwerkveranstaltung 6th PV Briefing and Networking Forum am 19. März 2012 in San José (Kalifornien).

Nach Einschätzung von Teilnehmerinnen und Teilnehmern des 6th PV Briefing and Networking Forum in San José nehmen 20 bis 30 Prozent von Interessenten einer Photovoltaik Anlage in den USA Abstand von einer Installation, da sie nicht über die notwendigen finanziellen Mittel verfügen. Das Auslaufen des Förderprogramms Treasury Grant Program (TGP) für Investitionen in Erneuerbare Energien Ende 2011 dürfte zudem weitere Finanzierungsfragen in der zweiten Hälfte 2012 aufwerfen. Während der Veranstaltung berieten Podiumsteilnehmer/innen und Besucher/innen mögliche Lösungen der Industrieunternehmen, potenzielle Investoren zu unterstützen.

Die gut besuchte Netzwerkveranstaltung der Joint Forces for Solar Initiative am 19. März brachte wieder zahlreiche Hersteller, Distributoren sowie lokale Installateure zusammen, teilt der Marktforscher EuPD Research mit. An der Podiumsdiskussion nahmen Willis He (CSUN), Nick Chaset (Q-Cells), Amy Reardon (CPUC), Matthias Altieri (Thomas Lloyd) sowie Randy Zechmann (CALSEIA) teil. Gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern diskutierten sie die Entwicklungen des kalifornischen und amerikanischen Photovoltaik Marktes. Nach Angaben der Industrievertreter/innen sucht derzeit eine Vielzahl von Solarunternehmen nach Möglichkeiten, Photovoltaik Anlagen künftig über die Einbindung möglicher Geldgeber/innen zu finanzieren.

Finanzierung über Drittparteien – sei es über Solar Lease Programme von Herstellern und weiteren Anbietern oder Power Purchase Agreements – bis hin zu Finanzierungsmöglichkeiten über Investmentbanken und Fonds ist laut EuPD Research vorhanden. Aus der Sicht der Installateure und Projektentwickler/innen führt dies jedoch oftmals zu zusätzlicher Komplexität und zu einer hohen Variabilität bei Systempreisen. Sie betonten allerdings gleichzeitig, dass das Finanzierungsproblem kurzfristig nicht gelöst werden kann, mittelfristig aber Erfolge zu erwarten sind.

Im weiteren Verlauf ging es ebenfalls um die Steigerung des Net Metering Deckels für kalifornische Energieversorger. Den bisherigen Deckel von 2,5 Prozent erhöhte der kalifornische Staat auf 5 Prozent. Während der Veranstaltung merkte Amy Reardon, CSI Program Manager bei der CPUC, an, dass der Anteil von 2,5 Prozent bereits erreichte sein dürfte. Die Kommission evaluiert derzeit die ökomischen Effekte und arbeite daher schon an alternativen Mechanismen für den weiteren Ausbau.

„Das Publikum sowie die Podiumsteilnehmer sahen sich heute mit einigen schwierigen Fragen konfrontiert“, sagte Daniela Schreiber, Executive Vice President der Hoehner Research and Consulting USA Corporation, die das Forum moderierte. „Der Schwerpunkt lag auf der Finanzierung von Photovoltaik Anlagen. Ein erleichterter Kapitalzugang wird künftig eine wichtige Rolle für das Marktwachstum spielen. Diese Herausforderung bietet jedoch eine Vielzahl an Möglichkeiten für innovative Geschäftsmodelle aktiver Marktteilnehmer sowie Einsteiger aus anderen Industrien. Diese werden in den nächsten Monaten stärker sichtbar“, so Schreiber weiter.

Die Veranstalter ziehen eine positive Bilanz aus dem Forum und sehen größtenteils Optimismus unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Nachdem eine solide Infrastruktur geschaffen wurde, stehe die Industrie nun vor neuen großen Herausforderungen, wie beispielsweise dem Deckel beim Net Metering. Innerhalb der Branche seider Wille die Probleme zu bewältigen groß, doch bremsen ihn oft langwierige Prozesse und rechtliche Rahmenbedingungen, so EuPD Research. 

Quelle: EuPD Research

  

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