Im solarportal24-Linkverzeichnis finden Sie schnell, einfach und kostenlos kompetente Ansprechpartner/innen für Ihre Fragen rund ums Thema Solarenergie, Erneuerbare Energien und mehr.
Architekten (22)
Berater (61)
Energieagenturen (9)
Finanzierung (17)
Forschung & Entwicklung (3)
Fort- und Weiterbildung (3)
Großhändler (54)
Handwerker (207)
Händler (69)
Komplettlösungen (22)
Medien (7)
Montagegestelle (7)
Planer (42)
private Solarseiten (15)
Solarhersteller (64)
Solarversicherungen (15)
Verbände/Vereine (13)
Versandhandel (15)
Ökologisch Bauen (12)
Mitmachen
Login / Eintrag ändern


Zurück zu den Nachrichten... Diesen Artikel ausdrucken
11.06.2008

4. PV Industry Forum – Unsichere Zukunft!

Im Vorfeld der internationalen Fachmesse Intersolar zeigte sich die Fotovoltaik Branche auf dem 4. PV Industry Forum in München nur verhalten optimistisch. Rund 500 registrierte Teilnehmer aus Industrie und Finanzwelt diskutierten am 10. Juni über die Zukunft der weltweiten Fotovoltaik Märkte. Als Konsequenz der in der letzten Woche beschlossenen Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) erwarten Branchenexperten stark fallende Systempreise sowie Übernahmen und Kooperationen unter den Unternehmen in Deutschland.

Denn bei Großanlagen über 100 kW wird die Degression ab 2009 auf zehn Prozent angehoben, was die Rentabilität beim heutigen Preisniveau stark einschränkt, so der Europressedienst (EuPD). Auch für Kleinanlagen erhöht sich die Degression in den nächsten zwei Jahren von fünf auf acht Prozent. Ab dem Jahr 2011 wird sie dann auf neun Prozent angehoben. Zusätzlich schreibt das Gesetz künftig einen Wachstumskorridor vor: Bei Überschreitung der Obergrenze von 1.500 MW, wird die Degression um einen zusätzlichen Prozentpunkt erhöht.

Gerhard Stryi-Hipp Geschäftsführer des Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar), sieht in diesem zusätzlichen Prozent allerdings keine entscheidende Größe, die den Markt beeinflussen werde. Auf der Veranstaltung erklärte Stryi-Hipp gegenüber EuPD Europressedienst, der Verband sei froh, dass mit der neuen Gesetzgebung nun klare Regularien geschaffen wurden. Ob die Wachstumsobergrenze bereits in diesem Jahr erreicht werde, könne man aber noch nicht sagen. „Das hängt davon ab wie sich der Markt im zweiten Halbjahr entwickelt. Im Moment ist das Wachstum noch eher verhalten, da viele Module ins Ausland verkauft werden und die Verfügbarkeit nicht immer gegeben ist“, so Stryi-Hipp.

„Es liegt auch auf der Hand, dass die Preisreduktion nicht hauptsächlich von den Installateuren kommen kann. Die sind teilweise jetzt schon sehr stark unter Druck. Das heißt die Installateure sind nicht in der Lage die zehn Prozent am Systempreis nachzulassen, um die geringere Förderung auszugleichen“, betonte Stryi-Hipp. Seiner Meinung nach müsse der Löwenanteil der geforderten Preisreduktionen von den Modulherstellern getragen werden, die allerdings, nach eigenen Aussagen, selbst nicht günstiger einkaufen könnten. 

Die entscheidende Frage sei im nächsten Jahr, ob Module am Weltmarkt im Überfluss vorhanden seien oder nicht, so für Stryi-Hipp. „Wenn Module woanders zum selben Preis wie in diesem Jahr verkauft werden können, dann wird der Preisdruck in Deutschland nicht so groß sein und dann werden wir einen rückläufigen Markt sehen“, beschrieb Stryi-Hipp ein Szenario. „Wenn aber – wie auf der Veranstaltung angedeutet – tatsächlich ein Überangebot bestehen sollte, dann gehen wir davon aus, dass der Preisdruck zunimmt und weitere Kostenreduktionspotenziale erschlossen werden“, erklärte Stryi-Hipp eine zweite Entwicklungsmöglichkeit.

In diesem Fall werde der deutsche Markt für Investoren wieder attraktiver und im Umkehrschluss die Überschreitung der 1.500 MW wahrscheinlich. „Das hängt allerdings auch entscheidend davon ab, wie stark sich andere Märkte entwickeln werden“, sagte Stryi-Hipp. Zwar seien die Chancen und Potenziale auf vielen europäischen sowie auf dem US-amerikanischen Markt sehr groß, doch bislang bestünden auf diesen Märkte noch größere Risiken als auf dem deutschen Markt. Die meisten Länder, wie etwa Spanien und Italien, hätten noch ein Fragezeichen hinter ihrer künftigen Gesetzgebung stehen. 

Dass sich der Preisdruck auf deutsche Fotovoltaik Unternehmen negativ auswirke, erwartet Stryi-Hipp vorerst nicht, denn im internationalen Wettbewerb seien sie gut aufgestellt. Es werde Veränderungen in den Markstrukturen, wie beispielsweise Übernahmen geben. Auch eine Umstrukturierung und Konsolidierung des Marktes erwartet der Verbandschef: „Aber nicht in dem Sinne, dass die halbe Branche in Konkurs und die Basis in Deutschland verloren geht.“

Heute, am 11. Juni setzte sich die Diskussion der Branchenvertreter auf dem PV Industry Forum fort. Die Veranstaltung zählt zum Rahmenprogramm der internationalen Branchenmesse Intersolar, deren neuer Standort München in diesem Jahr Premiere feiert. Neben Einschätzungen zur Zukunft des Fotovoltaik Marktes werden am zweiten Tag des PV Industry Forums vornehmlich die Möglichkeiten der Dünnschicht- und Konzentratorentechnik sowie von Solartrackern erläutert. 

Quelle: Europressedienst EuPD

  

Vorheriger Artikel:
Solarthermie & Co. rechnen sich immer mehr
Nächster Artikel:
Oerlikon Solar leitet rechtliche Schritte gegen Sunfilm AG ein

Newsarchiv

Mai 2019 April 2019 März 2019 Februar 2019 Januar 2019 Dezember 2018 November 2018 Oktober 2018 September 2018 August 2018 Juli 2018 Juni 2018 Mai 2018 April 2018 März 2018 Februar 2018 Januar 2018 Dezember 2017 November 2017 Oktober 2017 September 2017 August 2017 Juli 2017 Juni 2017 Mai 2017 April 2017 März 2017 Februar 2017 Januar 2017 Dezember 2016 November 2016 Oktober 2016 September 2016 August 2016 Juli 2016 Juni 2016 Mai 2016 April 2016 März 2016 Februar 2016 Januar 2016 Dezember 2015 November 2015 Oktober 2015 September 2015 August 2015 Juli 2015 Juni 2015 Mai 2015 April 2015 März 2015 Februar 2015 Januar 2015 Dezember 2014 November 2014 Oktober 2014 September 2014 August 2014 Juli 2014 Juni 2014 Mai 2014
 



  solarportal24.de Impressum | Neue Einträge | Top Links | Top Partner | 13.04.2021 07:38
                                                                 News_V2