Artikel vom 17.01.2007, Druckdatum 26.05.2022

Umweltbericht 2006: Erneuerbare unverzichtbar

Die erneuerbaren Energien aus Sonne Wind, Wasser oder Biomasse haben einen immer größeren Anteil an der Energieversorgung in Deutschland. Das geht aus dem gestern verabschiedeten Umweltbericht 2006 der Bundesregierung hervor. Beim Primärenergieverbrauch liegen die Erneuerbaren mit 4,6 Prozent schon jetzt über dem Ziel, das sich die Bundesregierung für das Jahr 2010 (4 Prozent) gesetzt hatte.

Insgesamt 83 Millionen Euro stellt die Bundesregierung für das Jahr 2007 an Fördergeldern für erneuerbare Energien zur Verfügung. Um die Energieeffizienz von Gebäuden zu steigern, wurden die Fördermittel zur energetischen Sanierung von Gebäuden von 360 Millionen Euro auf 1,4 Milliarden Euro jährlich vervierfacht. Jeder, der ein Haus energetisch saniere, helfe dem Klima, spare Energiekosten, schaffe Arbeitsplätze beim Bau und sorge für Wirtschaftswachstum vor Ort. „Jede Milliarde Euro, die in die energetische Sanierung des Gebäudebestands investiert wird, sichert oder schafft 25.0000 Arbeitsplätze im Bauhandwerk und Baugewerken“, heißt es im Umweltbericht 2006.

Dass Umweltschutz Chance statt Behinderung ist, machte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel bei der Vorstellung des Berichts auch deutlich: „Umweltschutz ist eine wesentliche Voraussetzung für hohe Lebensqualität und soziale Gerechtigkeit. Vor allem ist er ein wichtiger Motor für Innovation und Beschäftigung in Deutschland. Innovationsorientierte Umweltpolitik bringt eine doppelte Dividende für Umwelt und Wirtschaft, bringt neue Beschäftigung und macht uns unabhängiger vom Erdöl“, so Gabriel. „Wenn es uns gelingt, durch Innovationen die Energie- und Rohstoffeffizienz von Produkten und Dienstleistungen wirtschaftlich effizient zu steigern, sparen wir Geld für Rohstoffe, erhöhen unsere Versorgungssicherheit und verringern unsere Abhängigkeit von Rohstoffimporten. Gleichzeitig schaffen wir für unsere Volkswirtschaft neue, zukunftsfähige Binnen- und Exportmärkte und sichern so Arbeitsplätze.“

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
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