Artikel vom 17.11.2011, Druckdatum 27.01.2022

Solarstrom immer günstiger - Atom- und Braunkohlestrom immer teurer

Die Preise für fossilen Strom „aus der Steckdose“ und Solarstrom nähern sich immer stärker an und werden spätestens im Jahr 2013 gleichauf sein. Aktuell kostet eine Kilowattstunde Haushaltsstrom aus dem Atomkraftwerk oder dem Braunkohlekraftwerk circa 22 Cent, Solarstrom etwa 24 Cent. Im Jahr 2000 sahen die Zahlen noch so aus: Haushaltstrom 15 Cent, Solarstrom 72 Cent. Die Entwicklung, dass Solarstrom immer günstiger wird und fossiler Strom immer teurer, wird unvermindert weitergehen. Untersuchungen gehen davon aus, dass Solarstrom 2020 noch etwa 15 Cent, atomar-fossiler Strom aber über 30 Cent kosten wird.

Das „Rätsel“ dieser Entwicklung ist einfach zu lösen: Die Sonne – ebenso wie Wind und Wasser - schickt uns keine Rechnung und stehen noch Jahrmilliarden für Energielieferungen zur Verfügung. Im Gegensatz dazu gehen die alten Energieträger unweigerlich zu Ende, werden knapper und schon deshalb in einem marktwirtschaftlichen System immer teurer. Hinzu kommen die immensen Folgekosten von Kohle-und Atomstrom für künftige Generationen. Erneuerbare Energien hingegen ziehen keine schlimmen Umweltfolgen und damit auch keine hohen Umweltkosten nach sich. Und sie werden mit wachsender Massenproduktion und Effizienzsteigerungen immer preiswerter.

Fazit: Heute ist Solarstrom noch etwas teurer als die alten Energieträger, aber nur deshalb, weil die Folgekosten verdrängt werden. Mittelfristig und erst recht langfristig aber sind die erneuerbaren Energien unschlagbar preiswert.

Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hat sich in einer Veröffentlichung mit dem Thema „Kosten und Preise für Strom“ beschäftigt. Dabei wurde verglichen, wie hoch die direkten und indirekten Subventionen der einzelnen Energieträger sowohl im Jahr 2010 als auch seit 1970 insgesamt waren. Indirekte Subventionen sind z.B. die unentgeltliche Zuteilung von CO2-Zertifikaten, direkte Subventionen sind z.B. der staatliche Betrieb von Atommülllagern. Externe Kosten beinhalten z.B. die Klimafolgeschäden, die durch die Emission von Treibhausgasen verursacht werden. Berücksichtigt man die externen Kosten, so wird deutlich, dass die Erneuerbaren Energien nicht nur aus Umweltgesichtspunkten den fossilen Energien überlegen sind, sondern bei ganzheitlicher Betrachtung auch heute schon günstiger. 

Ausführliche Informationen zu der Veröffentlichung der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) im Internet unter http://www.unendlich-viel-energie.de/uploads/media/52_Renews_Spezial_Kosten_und_Preise_online_01.pdf

Quelle: SolarLokal

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