Artikel vom 15.04.2011, Druckdatum 21.04.2024

Klima-Allianz schnürt überdimensionales Energiepaket vor dem Bundeskanzleramt

Die Klima-Allianz hat aus Anlass des heutigen Treffens von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder, bei dem die Eckpunkte für ein neues „Energiepaket“ verhandelt werden sollen, vor dem Bundeskanzleramt ein überdimensionales Energiepaket für die Kanzlerin geschnürt. Dafür wurde das alte Energiepaket der Bundesregierung aufgeschnürt, Kohle- und Atomkraftwerke wurden ausgepackt. Eingepackt wurden unter dem Beifall der zahlreichen Klima-Allianz-Mitglieder Erneuerbare Energien wie Sonne Wind und Bioenergie.

„Der Bundesregierung war mit ihrem im Herbst vergangenen Jahres verabschiedeten Energiekonzept der Durchbruch nach vorgestern gelungen. Diese Erkenntnis scheint sich nun auch zunehmend in der Bundesregierung durchzusetzen. Der Eintritt in das regenerative Zeitalter ohne Kohle und Atom muss und kann beschleunigt werden. Es gilt jetzt, die Weichen für eine konsequent auf den Klimaschutz ausgerichtete Energieversorgung zu stellen“, sagt Cornelia Ziehm von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) als Mitglied der Klima-Allianz. „Genau dies symbolisiert unsere heutige Protest-Aktion: Kohle- und Atomkraftwerke werden aus dem Energiepaket herausgenommen, um Platz zu machen für die Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Wir zeigen der Bundesregierung, wie man ein Energiepaket tatsächlich klimafreundlich macht!“ 

Auf ihrem jüngsten Frühjahrsplenum hat die Klima-Allianz, hinter der über 110 Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, Gewerkschaften und Kirchen stehen, die „Frankfurter Erklärung“ verabschiedet, in der ebenfalls ein neues Energiepaket für Deutschland gefordert wird. Dazu erklärt Damian Ludewig, Geschäftsführer des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) und ebenfalls Mitglied der Klima-Allianz: 

„Um den Umstieg auf Erneuerbare Energien kostengünstig zu erreichen, muss die Bundesregierung die Energieeffizienz vorantreiben. Dazu brauchen wir neben der verstärkten Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen beispielsweise im Gebäudesektor auch einen klaren ordnungspolitischen Rahmen, der die richtigen Anreize für mehr Effizienz setzt. Ein ambitionierter Klimaschutz würde zukunftsfähige Wachstumssektoren ankurbeln, neue Jobs schaffen, Innovationen fördern und zu besserer Energiesicherheit beitragen.“ 

„Atomausstieg und Klimaschutz werden von breiten Mehrheiten in der Gesellschaft unterstützt“, so Ludewig. „Jetzt geht es darum, dass die Bundesregierung ihre Politik endlich danach ausrichtet, anstatt weiter gegen den Willen der eigenen Bevölkerung anzuregieren.“ 

Die Klima-Allianz ist das breite gesellschaftliche Bündnis aus insgesamt über 110 Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, Gewerkschaften und Kirchen. Die „Frankfurter Erklärung“ finden Sie hier sowie alle weiteren Informationen unter www.klima-allianz.de 

Quelle: Klima-Allianz
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