Artikel vom 25.11.2009, Druckdatum 19.04.2024

Deutsche Spitzenposition bei Erneuerbaren Energien braucht Forschungsoffensive

Deutsche Forschungseinrichtungen haben in den letzten Jahren zusammen mit der Wirtschaft bei Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz eine weltweite Spitzenposition erobert. Andere Länder wie China und die USA nehmen derzeit aber erfolgreich die Verfolgungsjagd auf, indem sie mit öffentlichen Fördermitteln ihre Erneuerbare Energie-Branche massiv unterstützen. „Damit Deutschland bei den Erneuerbaren Energien weltweit führend bleibt, ist eine Forschungsoffensive nötig“, sagt Professor Frithjof Staiß, Sprecher des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien (FVEE).

Wie die deutsche Forschung für erneuerbare Energien und die hiesige Industrie im internationalen Vergleich aufgestellt sind, ist das Thema einer Podiumsdiskussion des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien (FVEE) am heutigen 25. November im Berliner Umweltforum. An der Podiumsdiskussion nehmen führende Vertreter/innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik teil. Sie findet im Rahmen der Jahrestagung des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien (FVEE) statt. 

Das Thema ist aktueller denn je: Der nachhaltige Umbau der Energieversorgung wird Anfang Dezember Gegenstand der Klimakonferenz in Kopenhagen sein. „Damit Deutschland bei den Erneuerbaren Energien weltweit führend bleibt, ist eine Forschungsoffensive nötig“, sagt Professor Frithjof Staiß, Sprecher des FVEE und wissenschaftlicher Leiter der Jahrestagung. „Nur mit einer Forschungsoffensive können die Forschungsinstitute auch in Zukunft ihre Aufgabe erfolgreich erfüllen, neue und kostengünstige Technologien zu entwickeln und in die heimische Wirtschaft zu transferieren.“ Andernfalls liefe Deutschland Gefahr, dass andere Länder diesen Milliardenmarkt übernehmen und im bereits begonnenen Wettlauf an Deutschland vorbeizögen.

„Die öffentliche Forschungsförderung für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz in der Bundesrepublik muss daher mit den steigenden Förderungen anderer Länder wie Japan, USA und China gleichziehen“, so Staiß. Denn nicht Forschung und Wirtschaft allein befänden sich im internationalen Wettbewerb, sondern auch die forschungs- und energiepolitischen Förderinstrumente der Staaten für den raschen Ausbau der erneuerbaren Energien.

Die Dringlichkeit, den weltweit steigenden Energiebedarf mit erneuerbaren Energien zu decken, weist ihnen eine Schlüsselstellung für eine zukunftsfähige Energieversorgung zu. Die sich ausweitende Erfolgsgeschichte der Energieerzeugung aus Sonne Wind, Wasser, Bioenergie und Geothermie muss laut dem Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) beschleunigt fortgeschrieben werden, um einen drohenden weltweiten Temperaturanstieg um bis zu 5 Grad Celsius bis 2100 zu vermeiden. 

Quelle: ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE)
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