Artikel vom 21.06.2007, Druckdatum 10.12.2022

Sonnenstrom aus der Wüste

Die Sonne liefert Wärme und Strom frei Haus - so viel, dass damit ein Vielfaches des weltweiten Energiebedarfs gedeckt werden könnte. Noch dazu sauber und billig. Tatsächlich wird derzeit nur weit unter 0,1 Prozent genutzt. Doch das könnte in naher Zukunft anders werden, berichtet die Zeitschrift natur+kosmos in ihrer Juli-Ausgabe.

In Spaniens Süden werden derzeit vor der gewaltigen Kulisse der Sierra Nevada Europas erste Parabolrinnenkraftwerke errichtet. Und deutsche Unternehmen sind ganz vorne mit dabei. Wegen der hohen Leistungsfähigkeit wird die in Spanien verwendete Technik mit nicht einmal halb so viel Geld subventioniert wie Sonnenstrom in Deutschland. Bereits im Jahr 2010 kann Sonnenstrom in Spanien für acht bis zehn Cent pro Kilowattstunde hergestellt werden - und wäre damit nicht teurer als Strom aus einem neuen Braunkohlekraftwerk.

Die Internationale Energieagentur in Paris sieht bereits das Potenzial von 20.000 bis 40.000 Megawatt, die mithilfe solcher solarthermischer Kraftwerke bis zum Jahr 2020 erzeugt werden können. Eine Studie von Greenpeace geht noch weiter: Die Befürworter der Energiewende kommen zu dem Ergebnis, dass weltweit in den nächsten Jahrzehnten solarthermische Kraftwerke mit einer Leistung von 630.000 Megawatt ans Netz gehen könnten, vor allem in Saudi-Arabien, Algerien, Ägypten und den USA. Das ist mehr als alle Kernkraftwerke der Welt zusammen an Leistung bringen.

Das Besondere all dieser Prognosen: Mit Solar Millennium hat derzeit nicht nur ein deutsches Unternehmen bei der Verwirklichung die Nase vorn. Es sind auch deutsche Zulieferer, die die entscheidenden Komponenten liefern. Zum Beispiel kommen die Spiegel von der Schott Rohrglas GmbH aus Mitterteich und der Fürther Flabeg GmbH. Damit entstehen Arbeitsplätze in Deutschland: langfristig und zukunftssicher.

Quelle: ppenergie
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