Artikel vom 16.04.2007, Druckdatum 03.04.2020

Sachsen soll Europas Solarzentrum werden

Die Deutsche Solar AG will im sächsischen Freiberg zum europäischen Solarzentrum expandieren. Zur Inbetriebnahme einer neuen Wafer-Fabrik am Freitag stellte die SolarWorld AG (Bonn), dessen Tochterunternehmen die Deutsche Solar AG ist, entsprechende Ausbaupläne vor. In den kommenden Jahren sollen die Wafer-Kapazitäten bis auf 1.000 Megawatt pro Jahr ausgebaut und dazu eine weitere Fabrik errichtet werden. SolarWorld-Vorstandssprecher Frank Asbeck kündigte an, dass die Beschäftigtenzahl des Unternehmens in Deutschland „weiter massiv zunehmen“ werde.

Mit der jetzt fertig gestellten Fabrik ist bis 2009 ein Ausbau der Kapazität zur Produktion von Silizium-Scheiben (Wafer) auf bis zu 500 Megawatt geplant. Mehr als 100 neue Arbeitsplätze entstanden, 60 Millionen Euro wurden investiert. In Freiberg werden unter anderem Solarzellen und Solarstrommodule hergestellt, für die die Wafer benötigt werden. 

Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee (SPD) würdigte Freiberg als „die Solarhauptstadt Deutschlands“. Hier hätten Unternehmen nicht erst den UN-Klimareport gebraucht, um die Chancen von Solartechnik und Fotovoltaik zu erkennen, sagte er. „Wir werden diese Branche weiter fördern, bis sie auf eigenen Beinen steht“, fügte er an. Die Region zeige auch, dass der Osten kein Fass ohne Boden sei, sondern dass Geld Gewinn bringend investiert werde. 

Peter Woditsch, Vorstandssprecher der Deutsche Solar AG, sprach von einer regionalen Erfolgsgeschichte. Für die kommenden anderthalb Jahre würden weitere 100 Millionen Euro am Standort investiert, sagte er. SolarWorld-Vorstandssprecher Frank Asbeck kündigte an, dass die Beschäftigtenzahl des Unternehmens in Deutschland „weiter massiv zunehmen“ werde. Die Deutsche Solar AG ist eine Tochter der Solarworld AG (Bonn). Am Standort Freiberg beschäftigt sie bislang mehr als 600 Mitarbeiter. 

Quelle: verivox, dpa


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