Artikel vom 04.04.2007, Druckdatum 29.09.2022

KfW-Förderschwerpunkt 2007: Klimaschutz und kleiner Mittelstand

„2006 war für die KfW Bankengruppe ein sehr gutes Jahr – sowohl hinsichtlich des Erreichens unserer Förderziele, als auch bezüglich unserer Bilanz- und Ergebnisentwicklung“, sagte Ingrid Matthäus-Maier, Sprecherin des Vorstands der KfW Bankengruppe anlässlich der Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2006. Im vergangenen Jahr habe die Bank einen wesentlichen Beitrag zur Förderung der deutschen Wirtschaft und Infrastruktur, des Klima- und Umweltschutzes, der Aus- und Weiterbildung sowie der Entwicklungs- und Transformationsländer geleistet und befinde sich weiterhin finanziell in guter Verfassung.

„Das gute Jahresergebnis 2006 versetzt uns in die Lage, unserem förderpolitischen Auftrag auch in Zukunft gerecht zu werden und die Förderung aus eigenen Mitteln weiter auszubauen“, sagte Ingrid Matthäus-Maier. „Schwerpunkte unserer Arbeit 2007 sind die verstärkte Förderung von Klimaschutz und Energieeinsparung sowie der Ausbau unseres Engagements für den kleinen Mittelstand“, so die Vorstandssprecherin der KfW Bankengruppe.

Die Bilanzsumme der KfW Bankengruppe ist per 31. Dezember 2006 um 5 Prozent auf 360 Milliarden Euro gestiegen (Vorjahr: 341 Milliarden Euro). Hauptgrund für den Anstieg waren nach KfW-Angaben höhere Zusagen im inländischen Förderkreditgeschäft der KfW Mittelstandsbank mit 12,6 Milliarden Euro (11,6 Milliarden Euro) sowie der KfW Förderbank mit 27,9 Milliarden Euro (22,4 Milliarden Euro). Die KfW-Darlehen für energetische Gebäudesanierung, ökologischen Neubau, Wohneigentumsförderung und Infrastrukturmaßnahmen im Rahmen der Förderinitiative „Wohnen, Umwelt, Wachstum“ stellten dabei mit einem Zusagevolumen von 17,1 Milliarden Euro den stärksten Wachstumsträger dar. Das Geschäftsvolumen der KfW Bankengruppe legte um 7 Prozent auf 485 Milliarden Euro zu.

Die Eigenmittel der KfW Bankengruppe beliefen sich zum Jahresabschluss 2006 auf 15,3 Milliarden Euro (+1,7 Milliarden Euro). Die bilanzielle Eigenmittelquote stieg dadurch weiter von 4,0 auf 4,3 Prozent. Zwei Faktoren bewirkten nach KfW-Angaben die Erhöhung: Zum einen konnte die KfW Bankengruppe einen deutlich höheren Jahresüberschuss für 2006 ausweisen. Zum anderen führte sie dem offen ausgewiesenen Fonds für allgemeine Bankrisiken 700 Milliarden Euro zu, im Wesentlichen durch ergebnisneutrale Umwidmung interner Vorsorgereserven. 

Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge des Konzerns lag per 31.12.2006 bei 1,35 Milliarden Euro und fiel damit um 71 Milliarden Euro höher aus als im Vorjahr. Das freundliche konjunkturelle Umfeld wirkte sich positiv auf die Risikolage sowohl im Kredit- und Beteiligungsgeschäft als auch in der Export- und Projektfinanzierung aus. Der Risikovorsorgeaufwand konnte dadurch deutlich auf 0,3 Milliarden Euro reduziert werden (Vorjahr: 0,6 Milliarden Euro). Dies führte zu einem deutlichen Anstieg des Jahresüberschusses auf 974 Millionen Euro gegenüber 625 Millionen Euro im Vorjahr.

Der Geschäftsbericht der KfW Bankengruppe kann unter www.kfw.de im Internet abgerufen werden. Er beinhaltet neben der vollständigen Bilanz 2006 auch Details zum Förderergebnis 2006 der KfW Bankengruppe, das bereits im Januar 2007 gesondert veröffentlicht worden war.

Quelle: KfW Bankengruppe


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