Artikel vom 28.03.2007, Druckdatum 18.08.2022

Q-Cells AG: Jahresergebnis 2006 und Wachstumskurs bestätigt

Die Q-Cells AG (Thalheim/Frankfurt a. M.), nach eigenen Angaben der weltweit zweitgrößte Hersteller von Solarzellen hat heute im Rahmen ihrer Bilanz-Pressekonferenz den Geschäftsbericht für das Jahr 2006 vorgelegt. Das Unternehmen hat dabei seine am 5. Februar 2007 vorgelegten vorläufigen Geschäftszahlen bestätigt. Die Q-Cells AG gab gleichzeitig bekannt, den Ausbau ihre Kapazitäten weiter zu beschleunigen und auch 2007 zahlreiche neue Arbeitsplätze zu schaffen. Zum Jahresende 2007 soll die gesamte Nominalkapazität der Q-Cells AG bei 645 MWp liegen.

Die Q-Cells AG hat im Jahr 2006 Solarzellen mit einer Gesamtleistung von 253,1 MWp produziert. Das entspricht einer Steigerung um 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit dieser Produktionsleistung habe das Unternehmen seine Position als Nummer 2 der Welt mit einem Marktanteil von zirka 10 Prozent ausgebaut und den Abstand auf den japanischen Marktführer Sharp weiter verkürzt, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Der Umsatz erhöhte sich um 80 Prozent auf 539,5 Millionen Euro (2005: 299,4 Millionen Euro), das operative Ergebnis (EBIT) und der Jahresüberschuss (ohne Einmaleffekt) wuchsen überproportional um 105 bzw. 120 Prozent auf 129,1 Millionen Euro und 87,7 Millionen Euro (Vorjahr: 63,2 Millionen Euro bzw. 39,9 Millionen Euro). Zusätzlich verbuchte Q-Cells einen einmaligen außerordentlichen Ergebnisbeitrag aus der erstmaligen Bilanzierung des erhöhten EverQ-Anteils in Höhe von 9,4 Millionen Euro, sodass der Jahresüberschuss insgesamt 97,1 Millionen Euro beträgt.

Die Q-Cells AG gab gleichzeitig bekannt, den Ausbau ihre Kapazitäten weiter zu beschleunigen. Indiz dafür seien u.a. die Anfang Februar abgeschlossenen Verträge mit der norwegischen Elkem Solar über die Lieferung großer Mengen metallurgischem Siliziums. Die im Bau befindliche Produktionslinie V werde durch den vorgezogenen Ausbau einer dritten Ausbaustufe bis Jahresende 2007 eine Nominalkapazität von 225 MWp erreichen (Produktionskapazität 180 MWp). Damit steige die gesamte Nominalkapazität der Q-Cells AG deutlich auf insgesamt 645 MWp (Produktionskapazität 516 MWp) zum Jahresende 2007.

Aufgrund dieses Wachstums will die Q-Cells AG auch in 2007 zahlreiche neue Arbeitsplätze in Thalheim schaffen. Insgesamt werden nach Unternehmensangaben alleine im Kerngeschäft etwa 500 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zusätzlich 50 neue Auszubildende eingestellt. Dazu sollen nochmal so viele Arbeitsplätze bei Tochter- und Beteiligungsunternehmen entstehen. Vor allem die Forschung und Entwicklung soll noch einmal deutlich verstärkt werden. Die Q-Cells AG sieht darin den „wesentlichen Schlüssel zur Senkung der Produktionskosten und damit zum Erreichen der Wettbewerbsfähigkeit der Fotovoltaik an der Steckdose der Stromkundinnen und -kunden in absehbarer Zeit“.

Im Rahmen der Bilanzpressekonferenz berichtete der Vorstand darüberhinaus über Fortschritte in den Dünnschicht-Geschäftsfeldern. Der Bau der ersten Fabrik der Solibro GmbH in Thalheim mit einer Produktionskapazität von 25 bis 30 MWp wurde in der vergangenen Woche vom Aufsichtsrat beschlossen. Das im November 2006 als Joint Venture mit der schwedischen Solibro AB gegründete Unternehmen wird ab 2008 Dünnschichtmodule auf Basis der Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid-(CIGS-)Technologie produzieren. Die Technologie verfüge über ein vergleichsweise hohes Wirkungsgradpotenzial und die Module seien durch ihre besonders ansprechende Ästhetik optimal für die Fassaden-, Dach- oder Gebäudeintegration geeignet.

Quelle: Q-Cells AG
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