Artikel vom 01.03.2007, Druckdatum 24.09.2020

SolarWorld-Konzern baut in den USA größte Solarfabrik Amerikas

In Hillsboro im US-Bundesstaat Oregon beginnt die SolarWorld AG mit dem Ausbau einer integrierten Solarsiliziumwafer- und Solarzellenfabrikation, die bis 2009 eine Kapazität von 500 MW erreichen soll. „Damit realisieren wir die größte Solarfabrik des amerikanischen Kontinents“, meldet die SolarWorld AG. Der Bundesstaat Oregon fördert die Investition aus Mitteln seines Anti-Global-Warming-Programms. Mit dem Erwerb wird der solare Technologiekonzern seine solaren Kristallisationsaktivitäten von Vancouver nach Hillsboro verlagern und bereits im Sommer 2007 die Produktion anfahren.

Dem SolarWorld-Konzern sei es gelungen, zu einem Preis von 30 Millionen Euro die Siliziumwaferproduktion der japanischen Komatsu-Gruppe zu übernehmen, die in den Standort Hillsboro – in unmittelbarer Nachbarschaft zum weltweit größten Werk des Chipherstellers Intel - rund 600 Millionen Euro investiert, das Werk aber wegen Nachfrageschwäche der Chipindustrie nicht in die Produktion überführt hatte. 

Den neuen Standort wird der SolarWorld-Konzern für 300 Millionen Euro weiter ausbauen. Im ersten Ausbauschritt werden die Kapazitäten auf 100 MW angehoben. Begleitend wird der Konzern die Kapazitäten seines spezialisierten Solarmodulwerks am Produktionsstandort Camarillo/Kalifornien auf 100 MW verdoppeln, heißt es in der Meldung.

„Die neue Investition in Oregon stellt eine außergewöhnliche Gelegenheit dar“, erläutert Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG. Mit den neuen US-Produktionskapazitäten baue der SolarWorld-Konzern seine Position als führender Anbieter und Produzent von Solarstromtechnologie im stark wachsenden US-Solarmarkt deutlich aus. 

Zusammen mit der Expansion der Siliziumwaferkapazitäten in Freiberg/Sachsen auf ebenfalls 500 MW wird der Konzern nach eigenen Angaben 2010 über eine globale Produktion von mehr als einem Gigawatt (1.000 Megawatt) verfügen. „Nachdem wir in Freiberg bald die Schwelle von 1.000 Mitarbeitern überschritten haben werden, wird der Konzern auch in Hillsboro für eine große Zahl neuer Arbeitsplaetze sorgen“, kündigt Frank H. Asbeck an.

In der neuen Wafer- und Zellfabrik wird der Konzern hocheffiziente, monokristalline Solarsiliziumprodukte herstellen und damit sein technologisches Spektrum erweitern. Die Produkte aus der integrierten Fabrikation in Freiberg basieren vorwiegend auf effizienzstarkem, multikristallinem Solarsilizium. „Die neue US-Fertigung wird nach den aktuellsten Ergebnissen unserer konzernübergreifenden kontinuierlichen Forschungsarbeit designed werden“, erklärt Dipl.-Ing. Boris Klebensberger, der als Vorstand Operatives Geschaeft (COO) der SolarWorld AG die Verantwortung für die US-Aktivitäten des Konzerns trägt. „Dabei wird erstmals auch das technologische Know-how aus der monokristallinen Technologie der übernommenen früheren Shell-Gesellschaften einfließen. Mit unser neuen US-Fertigung tragen wir so unserem Anspruch auf Technologieführerschaft konsequent Rechnung.“

Quelle SolarWorld AG
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