Artikel vom 04.01.2007, Druckdatum 25.02.2021

SolarWorld-Chef erwartet Fusionswelle

Nach Einschätzung von SolarWorld-Chef Frank Asbeck steht die Solarindustrie vor der Konsolidierung. Neben Nischenanbietern hätten vor allem integrierte Unternehmen, zu denen Asbeck auch den SolarWorld-Konzern zählt, Chancen, als Gewinner aus der Konsolidierung hervorzugehen. Der Bonner Konzern gehört nach eigenen Angaben zu den größten unabhängigen Solarfirmen der Welt.

„Wir haben bereits eine Marktbereinigung bei den Windkraftanlagen-Herstellern gesehen und nun wird bis zum Jahr 2010 ein vergleichbaren Prozess in der Solarbranche stattfinden“, ist sich Asbeck sicher. Bei der anstehenden Konsolidierung will Asbeck auf Akquisitionen verzichten. Im vergangenen Jahr hatte die SolarWorld AG die Solaraktivitäten von Shell übernommen und war damit auf den US-Markt vorgedrungen.

Aufgrund der weltweit hohen Nachfrage seien die Bewertungen der Solarfirmen deutlich angestiegen. Asbeck setzt auf organisches Wachstum. Mit der in der vergangenen Woche bekannt gegebenen Verdoppelung der Waferkapazität auf 500 Megawatt (MW) will die SolarWorld AG ihre Position festigen.

In einem nächsten Schritt will SolarWorld seine Produktion in den Vereinigten Staaten erweitern. Mit dem Erwerb der Shell-Solarsparte hatten die Bonner zwei Standorte in Nordamerika übernommen. „Die Gewinnschwelle in den USA werden wir im ersten Quartal erreichen, dann werden wir unsere Pläne für einen weiteren Ausbau bekannt geben“, sagte Asbeck.

Quelle: SolarWorld AG
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