Artikel vom 18.12.2006, Druckdatum 26.09.2020

Aktueller Rückruf von BP Solarprodukten

BP-Solarprodukte, die von Januar 2003 bis Ende Juni 2004 in einem BP Solar-Werk produziert wurden, tragen ein potenzielles Sicherheitsrisiko. Im Extremfall könnte die Berührung einer solchen fehlerhaften Anlage zu einem Stromschlag führen, so BP. Deshalb holt der Konzern in einer großen Rückrufaktion tausende Fotovoltaik Module und -Laminate aus mehreren Ländern zurück und übernimmt alle beim Austausch entstehenden Kosten, inklusive Ertragsausfälle. Zuvor sollen Solarinstallateure potenziell betroffene Systeme überprüfen.

Nach BP-Angaben besteht die Möglichkeit, dass die isolierende Rückseitenfolie der Produkte infolge eines systembedingten Verarbeitungsfehlers kleine, kaum sichtbare Beschädigungen aufweist. Dadurch könne es unter bestimmten Bedingungen in äußerst seltenen Fällen zu einer Spannungsübertragung von den Leiterbahnen der Fotovoltaik Module oder Laminate zu dem Rahmen oder der tragenden Konstruktion kommen. Im Extremfall könnte dies bei Berührung der Anlage zu einem Stromschlag führen, so BP. Bis heute sei jedoch kein solcher Unfall aufgetreten, trotzdem wolle man mit der Rückholaktion auf Nummer sicher gehen.

Die Sicherheitsüberprüfung umfasst rund 23 MW Solar-Produkte. Davon sind rund 80 Prozent in Deutschland installiert. Die übrigen Produkte befinden sich in Großbritannien, Luxemburg, den Niederlanden und Spanien. Sie können von Installateuren eindeutig anhand ihrer Seriennummer identifiziert werden. Der Großteil der betroffenen Anlagen könne daher auf direktem Weg über die Kundendateien von BP Solar, den Distributionspartnern und den von BP Solar zertifizierten Installationsfirmen ermittelt werden. Zur Identifizierung aller übrigen Anlagen werden bundesweit Anzeigen in Tageszeitungen geschaltet. 

Weitere Informationen sind unter www.solar-rueckruf.de abrufbar. 

Quelle: IWR, BP Solar
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