Artikel vom 13.08.2013, Druckdatum 26.05.2022

aleo solar AG: Umsatzrückgang durch schrumpfende Märkte in Europa

Die aleo solar AG (Oldenburg/Prenzlau) agiert weiterhin in einem schwierigen Marktumfeld. In ihren Kernmärkten ist allein in den USA ein wachsender Photovoltaik Zubau zu verzeichnen. Im Hauptabsatzgebiet Europa ist das Unternehmen dagegen mit stark schrumpfenden Märkten konfrontiert. Das zeigen die heute veröffentlichten Halbjahreszahlen 2013.

Das Unternehmen hat in den ersten sechs Monaten des Jahres 2013 einen Umsatz von 68,3 Millionen Euro erzielt. Damit fiel der Umsatz gegenüber dem ersten Vorjahreshalbjahr (166,4 Millionen Euro) um 58,9 Prozent. Das EBIT betrug –29,3 Millionen Euro (–23,5 Millionen Euro), die EBIT-Marge lag bei –42,9 Prozent (–14,1 Prozent). Das Ergebnis je Aktie beläuft sich auf –2,54 Euro (–1,87 Euro), teilt das Unternehmen in einer Pressemeldung mit.

Insbesondere in Europa sei man mit stark schrumpfenden Märkten konfrontiert, heißt es in der Pressemeldung weiter. Zum Beispiel ging der Zubau in Italien gegenüber dem ersten Halbjahr 2012 massiv von 2.005 Megawatt (MW) auf 676 MW zurück. In Deutschland verringerte sich die neu installierte Leistung ebenfalls stark von 4.374 MW auf rund 1.800 MW. „Verschlechterte Einspeiseregelungen, schrumpfende Märkte und der Preisverfall führen zu einer nach wie vor sehr angespannten Situation“, sagt York zu Putlitz, Vorstandsvorsitzender der aleo solar AG. „Wir begleiten unsere Kunden in Deutschland und Italien bei der Umstellung auf einen Eigenverbrauchsmarkt, unsere starke Marke und unsere Trainings sind dabei Pfeiler der Kundenbindung.“ 

Neben der schwachen Nachfrage hätten sinkende Verkaufspreise Umsatz und Marge der aleo solar AG belastet. Gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres seien die Modulpreise um rund ein Viertel gesunken. Im ersten und insbesondere im zweiten Quartal 2013 habe sich der rapide Preisverfall der Vorjahre jedoch deutlich verlangsamt, so das Unternehmen weiter. 

Die Robert Bosch GmbH, mit einem Aktienanteil von 90,7 Prozent Hauptaktionärin der aleo solar AG, hatte Ende März angekündigt, das Geschäftsfeld kristalline Photovoltaik aufzugeben. Seitdem wird ein Käufer zur Übernahme der Mehrheitsbeteiligung gesucht. Unabhängig von diesem Verkauf sichert die Robert Bosch GmbH der aleo solar AG die Finanzierung bis Ende März 2014 zu. Derzeit laufen Gespräche mit möglichen Investoren. In der zweiten Jahreshälfte 2013 soll ein Käufer bestimmt sein.

Quelle: aleo solar AG 

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