Artikel vom 24.07.2013, Druckdatum 23.01.2021

RWE Deutschland schließt 2012 rund 43.000 EE-Anlagen an

Die Verteilnetzbetreiber der RWE Deutschland-Gruppe haben im Jahr 2012 weitere rund 43.000 Anlagen zur dezentralen Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien an das Verteilnetz angeschlossen. Die Gesamtzahl der Anlagen nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) stieg um rund 19 Prozent auf über 264.000 im Verteilnetzgebiet der RWE Deutschland. Der Löwenanteil entfiel dabei auf die Photovoltaik

Rund ein Fünftel aller EEG Anlagen in Deutschland sind laut RWE an die Leitungen der RWE-Verteilnetzbetreiber angeschlossen. Die gesamte Leistung dieser Anlagen mit zirka 16.500 Megawatt entspricht knapp einem Viertel der bundesweit installierten Kapazität von EEG Anlagen, heißt es in einer Pressemitteilung. Mit rund 255.000 Anlagen oder 97 Prozent der Gesamtzahl entfiel der Löwenanteil auf die Photovoltaik Dahinter folgen die Windkraft mit annähernd 5.600 und die Biomasse mit 2.300 Anlagen, so RWE Deutschland.

Die in die Verteilnetze eingespeiste Strommenge aus EEG Anlagen erhöhte sich im vergangenen Jahr laut RWE um 25 Prozent auf über 26 Milliarden Kilowattstunden und damit deutlich stärker als im Jahr zuvor. Die Menge entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von etwa 7,5 Millionen Haushalten. 

Wie in den Vorjahren leistete die Windkraft mit annähernd 50 Prozent oder knapp 12,5 Milliarden Kilowattstunden den größten Beitrag zur eingespeisten Strommenge. Mit jeweils rund sechs Milliarden Kilowattstunden trugen Biomasse und Photovoltaik etwa gleich viel zur gesamten Stromerzeugung bei. Den höchsten Anstieg verzeichnete dabei die Biomasse mit 45 Prozent. Andere regenerative Energien wie Wasserkraft sowie Deponie-, Klär- und Grubengas spielten nur eine untergeordnete Rolle.

Die Verteilnetzbetreiber der RWE Deutschland-Gruppe unternehmen eigenen Angaben zufolge intensive Anstrengungen, um die neuen Anlagen zügig anzuschließen. Es seien umfangreiche Maßnahmen getätigt worden, um die deutlich gestiegenen Mengen an regenerativ erzeugtem Strom in die Netze aufnehmen zu können, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Eine immer wichtigere Rolle spielten dabei intelligente Netze mit neuen Betriebsmitteln, um die Spannungsqualität aufgrund des kräftigen Zuwachses bei EEG Anlagen und deren stark schwankende Einspeisungen gerade in schwach besiedelten Regionen halten zu können. Dort passten Stromangebot und Stromnachfrage häufig nicht zusammen. Die Verteilnetze übernehmen somit immer mehr eine Sammelfunktion für den erzeugten Strom aus erneuerbaren Quellen, so RWE Deutschland.

Quelle: RWE AG
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