Artikel vom 09.07.2013, Druckdatum 29.09.2022

Conergy AG: Erhalt der Arbeitsplätze oberstes Ziel

Nach Antragstellung zur Eröffnung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens der Conergy AG sowie der beiden deutschen Tochtergesellschaften Mounting Systems GmbH und Conergy SolarModule GmbH & Co. KG am vergangenen Freitag hat das zuständige Amtsgericht Hamburg Dr. Sven-Holger Undritz von der Sozietät White & Case als vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Dieser hat bereits am Wochenende sein Mandat übernommen und verschafft sich derzeit einen Überblick über die Gesamtsituation des Unternehmens.

„Jetzt geht es zunächst darum, die komplexe Situation des Konzerns und seiner Tochtergesellschaften zu analysieren“, sagte Dr. Sven-Holger Undritz. „Unser zentrales Interesse liegt selbstverständlich darin, den Geschäftsbetrieb möglichst in allen Bereichen unverändert fortzuführen, die Arbeitsplätze zu sichern sowie die Kunden- und Lieferantenbeziehungen weiterhin aufrecht zu erhalten. Die Löhne und Gehälter aller Conergy Mitarbeiter sind einstweilen über das Insolvenzgeld gesichert. Die Vorfinanzierung des Insolvenzgelds ist bereits angestoßen.“

Der Geschäftsbetrieb des Mutterkonzerns Conergy AG werde zunächst unverändert weitergeführt. Dies teilte der vorläufige Insolvenzverwalter den rund 200 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern am Standort Hamburg bei einer Mitarbeiterversammlung mit. Gleiches gilt ebenfalls für die etwa 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Conergys Zentrallager in Zweibrücken.

Auch im brandenburgischen Rangsdorf bei Conergys Tochtergesellschaft Mounting Systems GmbH geht die Fertigung der Gestelle für Solaranlagen weiter: „Die Produktion bei Mounting Systems war nie unterbrochen und geht auch künftig unverändert weiter. Der Geschäftsbetrieb wird ohne Unterbrechung fortgesetzt“, sagte Undritz weiter. „Die Fertigung ist sehr gut ausgelastet und Mounting Systems damit weiterhin voll lieferfähig. Für die dortigen rund 200 Mitarbeiter ändert sich zunächst also nichts.“

In Conergys Modulfertigung in Frankfurt (Oder) ruht die Produktion derzeit vorübergehend. Doch auch dort will der vorläufige Insolvenzverwalter die Maschinen schnellstmöglich wieder hochfahren, um die gut gefüllten Auftragsbücher der brandenburgischen Conergy Tochtergesellschaft abzuarbeiten: „Wie auch Mitarbeiter und Betriebsrat streben wir die zeitnahe Wiederaufnahme der Modulfertigung an“, sagte Dr. Sven-Holger Undritz. „Derzeit führen wir jedoch noch Abstimmungsgespräche mit diversen Stakeholdergruppen, inklusive Vertretern aus der Politik.“

Conergys ausländische Tochtergesellschaften sind von der Antragstellung des Mutterkonzerns zur Eröffnung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens derzeit nicht betroffen. „Selbstverständlich prüfen wir die Auswirkungen der Antragstellung auf all unsere Vertriebsgesellschaften im In- und Ausland“, sagte Undritz. „In Deutschland sind derzeit weder die Conergy Services GmbH noch die Conergy Deutschland GmbH von der vorläufigen Insolvenz betroffen und auch bei den internationalen Niederlassungen sind wir derzeit optimistisch, dass deren Aktivitäten reibungsfrei weiterlaufen.“

Detailliertere Informationen des vorläufigen Insolvenzverwalters zu weiteren Schritten im Analyseprozess sollen zeitnah folgen, heißt es in der Pressemitteilung abschließend. 

Quelle: Conergy AG
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