Artikel vom 25.05.2013, Druckdatum 24.01.2022

Erneuerbare Meeresenergien bergen große Chancen für Frankreich

Frankreich besitzt mit 11 Millionen Quadratkilometer die zweitgrößte Meeresfläche und damit eines der weltweit größten Energiepotenziale. Dieses Potenzial bereichert die bereits vorhandene solide industrielle und wissenschaftliche Basis in den Meeres- und Energiesektoren. Aus diesem Grund gelten die erneuerbaren Meeresenergien als langfristig strategischer Industriesektor für Frankreich. Dies sind die Ergebnisse eines Berichts über die Entwicklungsperspektiven der erneuerbaren Meeresenergien und der guten Positionierung der französischen Industrie in diesem Bereich, der vor Kurzem während der nationalen Debatte zur französischen Energiewende vorgestellt wurde.

Vier Technologien befinden sich derzeit in der vorindustriellen Demonstrationsphase:

- Meeresströmungskraftwerke, die aus der natürlichen Meeresströmung Strom erzeugen
- schwimmende Windenergieanlagen, die den Wind auch weit vor der Küste nutzen
- Wellenkraftwerke, die die kontinuierliche Wellenbewegung nutzen
- Meereswärmekraftwerke, die die Temperaturunterschiede zwischen Oberflächengewässer und Tiefengewässer nutzen

In diesem Zusammenhang startete die französische Agentur für Umweltschutz und Energie (ADEME) am 14. Mai 2013 im Auftrag der französischen Regierung einen zweiten Aufruf zur Interessenbekundung zu „Erneuerbaren Meeresenergien - Komponenten und Demonstrationsanlagen“. Ziel ist es, diese vier technologischen Bereiche durch Innovationen weiter zu stärken.

Im Rahmen dieses Aufrufs können Projekte zu diesen vier Bereichen vorgeschlagen werden, bei denen es um notwendige Komponenten zur umfassenden Nutzung der Meeresenergien geht. Diese Komponenten können bei mehreren Technologien zur Anwendung kommen, wie z.B. neue Installationsverfahren, Systeme für den vereinfachten Anschluss an das Stromnetz oder zur Vorbereitung des Meeresbodens. Andere wiederum sind für eine Technologie spezifisch:

- Für Meereswärmekraftwerke - die Projekte zielen z.B. auf Wärmetauscher oder Tiefwasserleitungen ab.
- Für schwimmende Windenergieanlagen – hier geht es vor allem um Innovationen im Bereich schwimmende Anlagen, Verankerungen und dynamische Kabel.
- Für Wellenkraftwerke – es werden Projekte zu Demonstrationsanlagen im repräsentativen Maßstab erwartet.

Der Aufruf zur Interessenbekundung startete am 13. Mai 2013 und endet am 31. Oktober 2013.

Weitere Informationen zu diesem Bericht finden Sie in Wissenschaft-Frankreich vom 13. Mai 2013

Quelle: Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland
                                                                 News_V2