Artikel vom 13.05.2013, Druckdatum 31.10.2020

Photovoltaik statt Pershing-II-Raketen

Wer hätte sich einst bei den Protestaktionen gegen die Stationierung der Pershing-II-Raketen ernsthaft vorstellen können, dass hier einmal umweltfreundlich Sonnenstrom produziert wird? Am Samstag wurde die zweitgrößte Photovoltaik Anlage Baden-Württembergs auf der Mutlanger Heide feierlich eröffnet. Auf der Schwäbisch Gmünder Gemarkung erzeugen nun 23.630 Photovoltaik Module auf einer Fläche von 13,75 Hektar Strom der für rund 1.800 Vier-Personen-Haushalte reicht.

Das Areal der Mutlanger Heide in Schwäbisch Gmünd diente US-Streitkräften jahrelang als Stützpunkt ihrer Pershing II Mittelstreckenraketen. Nach Abzug der Streitkräfte lag die Fläche jahrelang brach. Jetzt entstand auf 137.000 Quadratmeter Fläche des ehemaligen Kasernengeländes der Solarpark Mutlanger Heide. Mit 6,84 MWp Leistung ist er der zweitgrößte Solarpark Baden-Württembergs. Größer ist nur der Solarstrompark Ahorn im Main-Tauber-Kreis.

Am Samstag, den 11. Mai 2013 feierten die Stadtwerke Schwäbisch Gmünd GmbH als Investorin und die Vispiron Energy GmbH & Co. KG als Generalunternehmer gemeinsam mit einem Tag der offenen Tür die offizielle Einweihung der Großanlage. „Wir gehen beispielhaft voran und leisten mit diesem Projekt einen großen Beitrag zum 10-Punkte-Programm des Energie- und Klimaschutzkonzepts der Stadt Schwäbisch Gmünd“, so der Geschäftsführer der Stadtwerke Schwäbisch Gmünd, Rainer Steffens.

Mit der Freiflächenanlage Mutlanger Heide werden die im „Energiekonzept 2020“ festgesetzten Ziele des Landes Baden-Württemberg einmal mehr vorangetrieben: Bis zum Jahr 2020 soll der Beitrag der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung auf mindestens 20 Prozent gesteigert werden. Dabei ist vorgesehen, den jährlichen Beitrag der Photovoltaik auf 2,7 TWh im Jahr 2020 zu steigern.

Quelle: Stadtwerke Schwäbisch Gmünd, Vispiron Energy GmbH & Co. KG
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