Artikel vom 15.04.2013, Druckdatum 25.02.2024

Bayern: Energiewende kommt voran

Die Bayerische Staatsregierung hat das Ziel vorgegeben, bis zum Jahr 2021 50 Prozent des Stromverbrauchs aus Erneuerbaren Energien zu decken. Nach VBEW-Berechnungen waren es im vergangenen Jahr schon rund 34 Prozent, im Jahr 2009 hingegen erst 25 Prozent. Maßgeblich für diese Steigerung ist der wachsende Anteil der Photovoltaik an der Stromerzeugung. Diese hat im Jahr 2012 rechnerisch rund 10 Prozent des Stromverbrauchs gedeckt und hat einen Anteil von 30 Prozent an der gesamten erneuerbaren Stromproduktion in Bayern erreicht.

„Der Ausbau der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien liegt mit der derzeitigen jährlichen Steigerungsrate in Höhe von 3 Prozent damit sogar über Plan“, sagte Norbert Breidenbach, Vorsitzender des Verbands der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. – VBEW. Die gesamte Strommenge aus Erneuerbaren Energien soll gemäß dem Energiekonzept der Bayerischen Staatsregierung „Energie innovativ“, das im Mai 2011 verabschiedet wurde, bis zum Jahr 2021 rund 44 Terrawattstunden (TWh) betragen. Bezogen auf den Stromverbrauch könnten damit dann rund 50 Prozent des heutigen Verbrauchsniveaus gedeckt werden. 

Nach VBEW-Berechnungen wurden im Jahr 2012 rund 29 TWh Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugt. „Damit werden heute schon rund 34 Prozent des bayerischen Stromverbrauchs aus Erneuerbaren Energien gedeckt,“ erläuterte Breidenbach. Aus der Wasserkraft wurde in Bayern 2012 mit zirka 12,5 TWh weiterhin die größte Menge des regenerativen Stroms erzeugt. Mit deutlichem Abstand folgen die Photovoltaik (8,8 TWh) und die Biomasse (7 TWh). Die Windkraft (zirka 0,9 TWh) und die Geothermie spielen bei der Stromerzeugung in Bayern bisher noch eine untergeordnete Rolle.

Quelle: Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. - VBEW
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