Artikel vom 25.03.2013, Druckdatum 24.04.2024

Machnig: Tief enttäuscht über Rückzug von Bosch aus Solarsparte

Zur Ankündigung von der Robert Bosch AG, sich aus der Photovoltaik Sparte zurückzuziehen, erklärt der Thüringer Wirtschafts- und Arbeitsminister Matthias Machnig: „Ich bin tief enttäuscht über den Rückzug von Bosch aus dem Solargeschäft und die damit verbundenen Konsequenzen für die Solarstandorte von Bosch, insbesondere für den in Arnstadt.“ Die Schließung sei ein schwerer Schlag für die rund 1.800 Beschäftigten am Standort Arnstadt und ihre Familien.

„Ich hätte erwartet, dass bei einer solchen grundlegenden Entscheidung das Gespräch mit den Landesregierungen der Standortländer gesucht und rechtzeitig über Maßnahmen zur Sicherung des Standortes und der Beschäftigung gesprochen worden wäre. Das ist nicht passiert. Es ist nicht akzeptabel, dass die Landesregierung vor vollendete Tatsachen gestellt und erst dann informiert wird, wenn die Entscheidung bereits gefallen ist“, so Machnig weiter.

Bosch müsse jetzt seine Verantwortung gegenüber dem Standort und den Beschäftigten wahrnehmen. Betriebsbedingte Kündigungen müssten vermieden werden. „Der Standort und die Beschäftigten brauchen eine Perspektive“, appelliert Machnig an die Verantwortlichen bei Bosch.

„Ich habe die Geschäftsführung, die IG Metall und den Betriebsrat für kommenden Dienstag ins Wirtschaftsministerium eingeladen. In diesem Gespräch möchte ich über das weitere Vorgehen und über Möglichkeiten zur Sicherung des Produktionsstandortes und der Beschäftigung in Arnstadt sprechen. Bosch darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen“, so Machnig abschließend.

Quelle: Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie

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