Artikel vom 18.03.2013, Druckdatum 19.04.2024

Photovoltaik-Branche traf sich in Kloster Banz

Fast 1.000 Besucherinnen und Besucher des 28. OTTI-Photovoltaik-Symposiums in Kloster Banz (Bad Staffelstein) diskutierten die wiederum beeindruckenden technischen Fortschritte der Branche. Gleichzeitig waren die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die aktuelle politische Diskussion der Gegenpol, der die unzweifelhaften Erfolge von konsequenter Forschungs- und Entwicklungsarbeit in Frage stellt. In der Folge formierte sich am 8. März ein Aktionsbündnis, um eine gemeinsame Kommunikationsstrategie zu entwickeln

Das Symposium für Photovoltaische Solarenergie das dieses Jahr zum 28. Mal stattfand, ist zusammen mit der Photovoltaik Industrie stark gewachsen. Es wurde am 21./22. April 1986 erstmals ausgerichtet. In jenem Jahr trafen sich gerade einmal 60 Forscher/innen und Erstanwender/innen zu einem fachlichen Gedankenaustausch im Kloster Banz. Keiner der Anwesenden rechnete damals mit einer derart erfolgreichen und stürmischen Entwicklung dieser umweltfreundlichen Form der erneuerbaren Energieproduktion.

Auch beim diesjährigen OTTI-Photovoltaik-Symposiums stellten Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Unternehmen vielfältige Neuerungen zur technischen Optimierung von Solarstromanlagen vor. Schon heute ist die Wirtschaftlichkeit der Anlagen weit besser als es die Prognosen noch vor 3 Jahren vorhersagten. Als Resultat ist die installierte Leistung deutlich höher als politisch gewünscht. Die in Bad Staffelstein vorgestellten Innovationen ermöglichen weitere Verbesserungen, die auf mittlere Sicht die Herstellungskosten nochmals erheblich senken.

Cedric Philibert von der Internationalen Energie Agentur IEA Paris führte in seinem Festvortag aus, dass die zukünftige Energieversorgung nur durch signifikante Stromproduktion aus Solaranlagen die Klimaziele erreicht werden können. Der Mix aus den verschiedenen Erneuerbaren Energien ist notwendig, um auf mittlere und lange Sicht fossile Ressourcen zu ersetzen und die CO2 Emissionen zu begrenzen.

Unter diesem Leitspruch gründete sich am letzten Tag des Symposiums ein Aktionsbündnis aus Betreiberinnen und Betreibern, Forschungsinstituten, Hochschulen,Journalistinnen und Journalisten, Kommunikationsagenturen, Unternehmen und Verbänden, um eine gemeinsame Kommunikationsstrategie zu entwickeln. Wesentliches Ziel ist der Schulterschluss der Vertreterinnen und Vertreter aller Erneuerbaren Energien, um gemeinsame Lösungen zu präsentieren. 

Das Aktionsbündnis setzt sich für Transparenz bei den Stromkosten, stabile Netze durch Erneuerbare Energien und stabile gesetzliche Rahmenbedingungen ein. Da die technischen Herausforderungen einer Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien gelöst werden können, sollen die Strategien und Wege für eine 100 prozentige Versorgung mit Erneuerbare Energien noch vor dem Jahr 2050 dargestellt und kommuniziert werden. Der erste Workshop fand während des Symposiums in Bad Staffelstein statt. Weitere Treffen und politische Diskussionsrunden sind geplant. 

Quelle: Ostbayerisches Technologie-Transfer-Institut e.V. (OTTI)
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