Artikel vom 08.03.2013, Druckdatum 29.09.2022

Ausbauziele in Sachsen werden erneut abgesenkt

Die Vereinigung zur Förderung der Nutzung Erneuerbarer Energien in Sachsen (VEE Sachsen e.V.) berichtet, dass im Freistaat Sachsen offenbar die Einigung bei der Festlegung der Ausbauziele für Erneuerbare Energien kurz bevor steht. Laut Dresdner Neusten Nachrichten habe sich die Schwarz-Gelbe Koalition auf das Absenken der Ausbauziele von 30 auf 28 Prozent geeinigt. „Somit hat sich die sächsische FDP bei den Nachverhandlungen zu den Ausbauzahlen offensichtlich gegenüber der CDU durchgesetzt“, fasst Jan Schubert, Geschäftsführer der VEE Sachsen e.V., zusammen.

Nicht genug, dass sich die sächsische Regierung scheinbar auf die erneute Absenkung der Ausbauziele geeinigt habe, im ersten Entwurf des Energie- und Klimakonzeptes aus dem Jahr 2012 sei sogar noch von 33 Prozent die Rede gewesen, nun werde sogar noch der Zeithorizont für das Erreichen der Ziele um drei Jahre verlängert, berichtet der VEE Sachsen e.V. in einer Pressemitteilung. „Damit geht faktisch eine weitere Absenkung der ehedem schon, im Vergleich mit den anderen Bundesländern wenig ambitionierten Ausbauziele, einher“, erklärt Schubert. „Zusammengenommen will man jetzt fünf Prozent weniger umsetzen und bekommt dafür auch noch drei Jahre länger Zeit“.

„Man will nun den Anteil der Erneuerbaren Energien in 13 Jahren auf 28 Prozent erhöhen, im ersten Entwurf wollte man noch innerhalb von 10 Jahren den Anteil auf 33 Prozent ansteigen lassen“ führt Schubert weiter aus. Die sächsische FDP habe sich in den zurückliegenden Monaten dafür eingesetzt den Ausbau auf maximal 25 Prozent zu begrenzen.

„Damit bliebt der Freistaat noch hinter den bundespolitischen Ausbauzielen bei den Erneuerbaren Energien zurück“ stellt Schubert fest. Sachsen bleibt damit auch, im Vergleich mit den anderen Bundesländern, weiter ein Nachzügler bei der Energiewende. „Paradox ist dabei, dass das von der FDP Landtagsfraktion favorisierte Quotenmodell vor allem die effizientesten Erneuerbaren Technologien fördern wird, was nun einmal die Onshore-Windenergie ist“ wundert sich Schubert. Gleichzeitig soll die Absenkung der Ausbauziele in Sachsen größtenteils zu Lasten der Windenergie gehen. „Mit Blick auf die bereits im letzten Jahr erreichten 25 Prozent Anteil von Erneuerbaren Energien am deutschen Bruttostromverbrauch wird die Energiewende in Sachsen bei diesen Ausbauzahlen weiter ausgebremst“ stellt Schubert abschließend fest.

Quelle: VEE Sachsen e.V.
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