Artikel vom 04.03.2013, Druckdatum 27.06.2022

Solarfabrik AG veröffentlicht vorläufigen Jahresabschluss 2012

Die Solar-Fabrik AG (Freiburg) hat ihren vorläufigen Jahresabschluss 2012 veröffentlicht. Das Photovoltaik Unternehmen meldet einen (voraussichtlichen) Umsatzrückgang von zirka 45 Prozent auf zirka 96,1 Millionen Euro. Den EBIT-Verlust von zirka 21,8 Millionen Euro (Vj. Gewinn 0,8 Millionen Euro) führt das Unternehmen auf hohe außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen zurück. Insgesamt, so das Fazit, spiegele das Ergebnis die die Wettbewerbssituation auf einem zuletzt übersättigten Photovoltaik Markt wider.

Auch im Jahr 2012 sei es gelungen, sich in einem schwierigen Marktumfeld und trotz eines Umsatzrückgangs um zirka 80,8 Millionen Euro auf zirka 96,1 Millionen Euro operativ zu behaupten, so das Unternehmen in einer Adhoc-Mitteilung zum Konzernabschluss. Als ein wesentlicher Indikator hierfür wertet die Gesellschaft, dass der EBITDA Verlust in 2012 in einem sehr schwierigen Umfeld auf zirka -4,4 Millionen Euro begrenzt werden konnte (Vj. zirka +4,6 Millionen Euro) und damit bei zirka -4,5 Prozent des Umsatzes liegt; der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit weist mit -1,5 Millionen Euro (Vj. +3,1 Millionen Euro) lediglich einen geringen negativen Saldo auf und beeinflusst damit nur unwesentlich die solide Liquiditätsausstattung der Gesellschaft.

Insbesondere aufgrund hoher außerplanmäßiger Abschreibungen auf das Anlagevermögen in Höhe von insgesamt 14,0 Millionen Euro ergibt sich demnach ein EBIT-Verlust von zirka 21,8 Millionen Euro (Vj. Gewinn 0,8 Millionen Euro). Trotz dieses hohen Verlustes konnte die Eigenkapitalquote auf 71,9 Prozent (Vj. 63,3 Prozent) gesteigert werden. Entgegen dem allgemeinen Branchentrend weist die Solar-Fabrik keine Nettoverschuldung auf, sondern kann mit einer Net Cash Position von rund 15 Millionen Euro aufwarten, heißt es in der Mitteilung weiter.

Der Umsatzrückgang von zirka 45 Prozent ergibt sich sowohl preis- als auch mengenbedingt und spiegelt die Wettbewerbssituation auf einem zuletzt übersättigten Markt wider. Mit ihren Solarstrommodulen konnte die Solar-Fabrik Gruppe im Geschäftsjahr 2012 einen Absatz von 99 MWp (Vj. 127 MWp) erzielen, wobei sich die Exportquote bei zirka 60 Prozent stabilisiert hat. Die durchschnittlichen Verkaufspreise sanken im Verlauf des Jahres 2012 um zirka 42 Prozent.

Da die Solar-Fabrik AG mit diesen Finanzzahlen das Photovoltaik Krisenjahr 2012 mit relativ unbeschadeter Kapitalbasis überstanden hat, ist sie aus Sicht des Vorstands gut für die Zukunft positioniert. Ausgestattet mit hoher Liquidität könne die Solar-Fabrik 2013 auch die neuen Geschäftsaktivitäten Installation und Stromerzeugung weiter vorantreiben. Außerdem soll die weitere regionale Diversifizierung verstärkt werden, heißt es vonseiten des Unternehmensweiter.

Positive Nachfragesignale kämen derzeit aus dem italienischen Photovoltaik Markt. Die Nachfrage habe bereits im Februar 2013 spürbar über Vorjahresniveau angezogen. Ab März werde wieder 3-schichtig auf den Produktionslinien gefertigt. Der Vorstand sehe sich mit diesem Einstieg in das Wirtschaftsjahr 2013 in seiner Strategie bestärkt und betrachte dies zusammen mit der gesunden Vermögenslage als eine gute Ausgangsposition für die Zukunft, heißt es in der Adhoc-Mitteilung abschließend. 

Der endgültige und geprüfte Konzernabschluss für das Jahr 2012 soll am 28. März 2013 veröffentlicht werden. 

Quelle: Solarfabrik AG

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