Artikel vom 28.02.2013, Druckdatum 29.01.2023

Joint Forces for Solar diskutiert mit Branchenvertretern in Riad

Für den Solarmarkt im Nahen Osten und Nordafrika (MENA) stehen die Zeichen auf Wachstum: Bis 2015 soll der Markt für Photovoltaik und solarthermische Kraftwerke in der Region auf insgesamt 3,5 Gigawatt (GW) anwachsen. Statt wie bisher auf Erdöl zu setzen, plant vor allem Saudi-Arabien die Energiegewinnung aus Photovoltaik und Solarthermie auszubauen. Mit dem „PV Briefing & Networking Forum“ in Riad (Saudi-Arabien) tragen die Intersolar Europe, EuPD Research und der lokale Partner Saudi Arabia Solar Industry Association (SASIA) dieser Neuausrichtung der Energiepolitik und den damit verbundenen Chancen für die internationale Solarbranche Rechnung.

Im Rahmen der Netzwerkveranstaltung diskutierten mehr als 180 lokale Entscheider/innen und Branchenvertreter/innen mit internationalen Gästen über die Bedeutung der Solarenergie in der MENA Region, speziell in Saudi Arabien. Neben Fragen zur Marktentwicklung sind auch die Potenziale einer inländischen Solarproduktion und die Notwendigkeiten einer Solarförderung diskutiert worden. Bislang, darin waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig, sei der Markt in Saudi Arabien vornehmlich für Energieversorger und Projektierer attraktiv. Ein Privatkundensegment gebe es derzeit noch nicht.

Genau hier sahen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jedoch Potenzial. Gerade das kommerzielle und private Aufdachsegment bilde in vielen anderen erfolgreichen Solarmärkten anfangs das Rückgrat der Industrie. Zudem müsse das gesellschaftliche Bewusstsein für die Subventionierung von Erdöl und konventionellem Strom geschärft werden. Die niedrigen Marktpreise verhinderten vielfach die Entwicklung alternativer Energieformen. Gerade im Bereich der Forschung und Entwicklung, letztlich auch in der Produktentwicklung, müsse Saudi Arabien Anschluss an den Weltmarkt halten und verstärkt eigene Lösungen und Produkte anbieten. Speziell die in den Golfstaaten hohen Temperaturen und Oberflächenverschmutzungen durch Sand forderten eigene technische Alternativen.

Governor Dr. Abdullah M. Al Shehri, von der Electricity & Co-Generation Regulatory Authority, bekräftigte das Ziel der Regierung den Ausbau der Solarenergie voranzutreiben. Bis 2032 sollen laut der per königlichem Dekret ins Leben gerufene Forschungs- und Entwicklungseinrichtung, der „King Abdullah City for Atomic & Renewable Energy“, rund 54 Gigawatt an alternativer Stromerzeugungskapazität zugebaut werden. Neben der Photovoltaik sollen auch Solarthermie Windkraft und Geothermie sowie Hybridtechnologien angesiedelt werden. Die Pläne sind auch in Form eines White Papers auf dem Kingdom's Sustainable Energy Portal abrufbar.

Weitere Informationen über die Joint Forces for Solar Initiative finden Sie auch auf der Webseite www.jointforces4solar.com

Quelle: EuPD Research – Head Office
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