Artikel vom 21.02.2013, Druckdatum 29.11.2022

Solare Aufbruchsstimmung in der MENA-Region

Für den Solarmarkt im Nahen Osten und Nordafrika (MENA) stehen die Zeichen auf Wachstum: Bis 2015 soll der Markt für Photovoltaik und solarthermische Kraftwerke in der Region auf insgesamt 3,5 Gigawatt (GW) anwachsen. Statt wie bisher auf Erdöl zu setzen, plant vor allem Saudi-Arabien die Energiegewinnung aus Photovoltaik und Solarthermie auszubauen. Mit dem „PV Briefing & Networking Forum“ in Riad (Saudi-Arabien) will die Intersolar Europe der Neuausrichtung der Energiepolitik und den damit verbundenen Chancen für die internationale Solarbranche Rechnung tragen.

Unter dem Motto „Saudi Arabia targets 41 GW of solar by 2032 - what does this mean today?” findet die Veranstaltung am 20. Februar im Sheraton Riyadh Hotel & Towers in Riad, Saudi-Arabien, statt. 15 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Forschung und Solarwirtschaft diskutieren vor rund 180Teilnehmern über die Zukunft der Solarenergie in der Region. Organisiert wird das Event von der Intersolar Europe und der EuPD Research, Bonn, in Zusammenarbeit mit der Saudi Arabia Solar Industry Association (SASIA) Riyadh, Saudi-Arabien als lokalem Partner. 

2011 wurde weltweit mehr Geld in Anlagen zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien investiert als in Öl-, Kohle- oder Gaskraftwerke. Dabei lag das Investitionsvolumen zur Nutzung der Solarenergie mit 147 Milliarden US-Dollar fast doppelt so hoch wie bei der Windenergie. Laut einer Studie der Internationalen Energieagentur (IEA) soll die weltweit installierte Photovoltaik Leistung bis 2017 rund 230 Gigawatt (GW) und die Kapazität solarthermischer Kraftwerke (CSP) 11 GW erreichen.

Dieser Trend hin zur verstärkten Nutzung von Solarenergie setzt sich auch in Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas (MENA) durch. Nach Angaben von GTM Research (Boston/Massachusetts) und dem Solar-Branchenverband der Vereinigten Arabischen Emirate (ESIA) wird dem Solarmarkt in der MENA Region bis 2015 ein Jahresvolumen von 3,5 Gigawatt prognostiziert. Als wesentliche Gründe für das Interesse an Investitionen in neue Solarkraftwerke nennt die Studie die hohe Sonneneinstrahlung sowie den steigenden Strompreis und Strombedarf, der durch das zunehmende Bevölkerungswachstum in der Region entsteht.

Saudi-Arabien will zukünftig maßgeblich zum Ausbau der Solarenergie in der MENA Region beitragen. Nach Angaben der King Abdullah City for Atomic and Renewable Energy (K.A.CARE) plant das Königreich einen Zubau von 41 Gigawatt Solarenergie bis ins Jahr 2032. Davon entfallen 16 Gigawatt auf die Photovoltaik und 25 Gigawatt auf solarthermische Kraftwerke. Doch Saudi-Arabien will sich nicht nur auf den Bau von Kraftwerken beschränken, sondern plant nach deutschem Vorbild den Aufbau einer eigenen Solarindustrie entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Ein erster Schritt auf dem Weg zum international bedeutenden Solarmarkt stellt die Eröffnung einer 55.000 Quadratmeter großen Photovoltaik Anlage mit einer Leistung von 3,5 Megawatt dar, die im Dezember 2012 in Dhahran, Saudi-Arabien, eröffnet wurde.

Die Initiative „Joint Forces for Solar“ (JF4S) nimmt das wachsende Interesse an der Solarenergie in den Ländern der MENA Region zum Anlass, am 20. Februar das „PV Briefing & Networking Forum“ zu veranstalten. Schwerpunkt des Forums ist die Entwicklung in Saudi-Arabien. Die Initiative vereint Akteure der gesamten Wertschöpfungskette der Solarbranche - von internationalen Konzernen und Industrieverbänden bis hin zu lokalen Installateuren. Unter dem Motto „Saudi Arabia targets 41 GW of solar by 2032 - what does this mean today?“ findet die eintägige Veranstaltung im Sheraton Riyadh Hotel & Towers in Riad, Saudi-Arabien statt.

Insgesamt 15 internationale und lokale Expertinnen und Experten aus Forschung, Politik und Solarwirtschaft diskutieren vor rund 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus aller Welt über die Zukunft der Solarenergie in der Region. Im Fokus der Beiträge stehen unter anderem ein Ausblick auf die weltweiten Solarmärkte, das Geschäftsklima in Saudi-Arabien und die dortigen politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie das Thema „PV Power Plants - Best Practice“.

Abgerundet wird das Programm mit der Panel Discussion “How to Ensure Sustainable Market Growth for Saudi Arabia & the Middle East Region?”. Organisiert wird das Event von der Intersolar Europe und EuPD Research, Bonn, in Zusammenarbeit mit der Saudi Arabia Solar Industry Association (SASIA), Riyadh, Saudi Arabien, als lokalem Partner.

Weitere Informationen zu dem JF4S Networking Forum finden Sie unter http://nm.jointforces4solar.com/events/jf4ssaudi-arabia/key-facts.html

Die Intersolar Europe 2013 findet vom 19. bis 21. Juni auf der Messe München statt. Weitere Informationen zur Intersolar Europe finden Sie im Internet unter www.intersolar.de

Quelle: Solar Promotion International GmbH

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