Artikel vom 12.11.2012, Druckdatum 20.01.2022

Leitfaden für die Planung von Bürgerenergie-Anlagen

„Die Menschen sollen die Energiewende selber in die Hand nehmen können“, so die baden-württembergische Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, Gisela Erler, anlässlich der heutigen Vorstellung des Leitfadens „Bürger machen Energie“. Mit umfassenden Informationen über mögliche Rechtsformen für Bürgerenergie-Anlagen, mit Tipps, wie solche Anlagen am besten zu realisieren sind und mit der Darstellung beispielhaft in Baden-Württemberg umgesetzter Projekte soll damit Bürgerinnen und Bürger die Beteiligung an der Energiewende erleichtert werden.

Herausgeber des Leitfadens sind das baden-württembergische Staatsministerium, Umweltministerium und die LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg. Der Leitfaden, so Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller, sei als Hilfestellung bei der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Energiewende gedacht. Er gebe Antwort auf viele Fragen, die sich Bürgerinnen und Bürger immer wieder stellen, wenn sie überlegen, wie sie mitgestalten können.

Franz Untersteller: „Projekte und Ideen, die für einen Einzelnen vielleicht nicht umsetzbar sind, können durch die Bündelung von Kapital und Wissen gemeinsam realisiert werden. Die Installation einer größeren Photovoltaik Anlage auf gepachteten Dächern zum Beispiel oder die Errichtung eines Windparks. Eine Bürgerenergieanlage ist eine Investition, die sich lohnen kann!“

Durch die Einspeisevergütung für Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien profitierten Bürgerinnen und Bürger ganz konkret von einem selbst verwirklichten Projekt, sagte Untersteller. Entscheidend dabei sei auch die Rechtsform, in der sich die Bürger-Investoren zusammenschlössen. Welche Möglichkeiten es da gebe, beschreibe der Leitfaden, er biete damit einen ersten Zugang zum Thema und helfe die ersten Hemmschwellen zu überwinden, so der Umweltminister.

Ganz wichtig neben der Darstellung der Möglichkeiten sei der Erfolgsbeleg durch die Beschreibung erfolgreich umgesetzter Projekte in Baden-Württemberg. Unter anderem werden Energiegenossenschaften in Ingersheim (Kreis Ludwigsburg), Weissach (Kreis Böblingen) und Aalen (Ostalbkreis) vorgestellt, der Bürgerwindpark Gnannenweiler (Gemeinde Steinheim/Albuch, Kreis Heidenheim) und die als Gesellschaft bürgerlichen Rechts betriebene Regio Wasserkraftanlage Freiburg.

„Der Leitfaden“, erklärte die Präsidentin der LUBW, Margareta Barth, „ist ein weiterer Beitrag zur Unterstützung der Energiegenossenschaften und anderer Energieinitiativen auf kommunaler Ebene.“ Darüber hinaus biete die LUBW auch Informationsveranstaltungen und Workshops an, um die Bürgerbeteiligung an der Energiewende zu fördern.

Der Leitfaden „Bürger machen Energie“ steht auch im Internet auf den Seiten des Umweltministeriums:
www.um.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/99584/?shop=true&shopView=83992 

Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
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