Artikel vom 16.10.2012, Druckdatum 22.07.2019

Photovoltaik-Anlage weiteres Puzzlestück zur Selbstversorgung

Das Biorestaurant La Sal Varador am Strand von Mataro in Barcelona betritt mit Hilfe einer Photovoltaik Anlage der Hamburger Conergy AG neue Pfade: Mit der Einspeisegenehmigung ist der Weg frei für die erste netzgekoppelte Conergy Eigenverbrauchsanlage in Spanien, die ohne Förderung wettbewerbsfähig ist.

Während des spanischen Moratoriums im Sommer hat die Conergy AG eigenen Angaben zufolge dieses Pilotprojekt zusammen mit seinen beiden Installationspartnern Eco 100 und SolarTradex ins Leben gerufen, um neue Möglichkeiten für Spaniens solare Zukunft im Rahmen der Netzparität aufzuzeigen. Das Ergebnis: Solar lohnt sich auch ohne Förderung, wenn tagsüber viel Energie benötigt wird, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Ein solches Projekt gab es noch nie in Spanien”, sagte Conergy Spanien-Chef Luis Jiménez Gutierrez. „Die Solarbranche entwickelt sich weg von einem investitionsgetriebenen Markt hin zu einem wirklichen Energiemarkt, bei dem es um die Verfügbarkeit von Strom und den Preis jeder Kilowattstunde geht. Mit diesem Projekt zeigen wir ganz klar, dass Solarstrom bereits heute wettbewerbsfähig ist, vor allem bei Betrieben und Unternehmen, die tagsüber ihre Sonnenenergie selbst verbrauchen können. Dazu muss die Anlage nicht mehr möglichst groß sein, sondern exakt auf den Kunden zugeschnitten, um Produktion und Verbrauchsverhalten zu optimieren.“

Dazu hat Conergy im Vorfeld das Konsumverhalten sowie die Lastprofile des Restaurants über Wochen analysiert und ausgewertet und die Anlage exakt so dimensioniert, dass für den Kunden eine maximale Eigenverbrauchsquote und damit Stromersparnis entsteht. Die 8 Kilowatt starke Aufdachanlage auf dem Energiesparhaus des Restaurants kommt dabei gänzlich ohne Förderung aus. Dies bedeutet, dass die 126 Quadratmeter große Anlage zwar überflüssigen Strom ins lokale Netz einspeist, dass hierfür aber keine Vergütung erfolgt. 

Das Ziel ist deshalb klar: 95 Prozent der auf dem Dach produzierten rund 10.700 Kilowattstunden Sonnenstrom wollen die Besitzer des La Sal Varador künftig selbst verbrauchen. Damit benötigen sie tagsüber so gut wie keine Energie aus dem Netz, die sie sonst um diese Zeit rund 15-17 Eurocent pro Kilowattstunde kosten würde. Die Stromgestehungskosten der Dachanlage des Restaurants liegen hingegen bei gut 10 Eurocent (Leveraged Cost of Electricity Kalkulation, angenommene Laufzeit: 25 Jahre). Pro Kilowattstunde sparen die Restaurantbetreiber so 5-7 Eurocent . In der Nacht beziehen sie den Strom weiterhin aus dem Netz. Dennoch schaffen sie mit ihrer kleinen Aufdachanlage einen Autarkiegrad von 20 Prozent.

Das La Sal Varador wird seiner Rolle als Biorestaurant nun auch beim Strom gerecht. Das Energieeffizienzhaus ist bereits mit Wasserspareinrichtungen und einem energiesparenden Kühlsystem ausgestattet. „Wir sind sehr stolz, dass wir bei Conergys innovativen Pilotprojekt als Erste dabei sind“, sagte Ricard Jornet, Besitzer des La Sal Varador. „Wir haben uns mit unserem Restaurant der Nachhaltigkeit verschrieben. Dabei setzen wir auf hohe Qualität, Langlebigkeit und vor allem Umweltverträglichkeit an unserem wunderschönen Standort direkt am Meer. Die Solarstromanlage war ein weiteres Puzzlestück in unserem Gesamtkonzept, denn so können wir nun tagsüber grünen Strom für unser Restaurant nutzen und gleichzeitig unsere Elektrizitätsrechnung senken. Vor allem aber auch sind wir von steigenden Strompreisen künftig weniger abhängig”

Auch bei den Systemkomponenten setzt Besitzer Jornet auf Qualität: Die 34 Conergy PowerPlus Module auf seinem Dach sind für das anspruchsvolle Umfeld mit der salzigen Meeresluft an der Costa del Maresme, südlich der Costa del Sol bestens geeignet und haben erfolgreich ihre Salz-Nebel-Beständigkeit nachgewiesen. Mit der umfangreichen PremiumPlus Garantie erhält der Restaurantbesitzer zudem ein Rundum-Sorglos-Paket. Auch die Conergy SunTop Gestelle sind korrosionsbeständig und langlebig, der Conergy IPG T Wechselrichter einer der effizientesten seiner Klasse und im Photon-Test mit „sehr gut+“ bewertet, so das Unternehmen in seiner Pressemitteilung.

Mit der nun vorliegenden Einspeisegenehmigung am vorgesehenen Einspeisepunkt ist der Weg für das neue Conergy-Projekt frei und die Solarexperten installieren das System in den kommenden Wochen. Mitte November soll die Eigenverbrauchsanlage planmäßig ans Netz gehen und das La Sal Varador noch ein Stückchen mehr „Bio“ machen.

Quelle: Conergy AG
                                                                 News_V2