Artikel vom 15.10.2012, Druckdatum 07.08.2020

EEG-Umlage: Erhöhung ist Signal zum Handeln

Baden-Württembergs Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller (Grüne) hat die Erhöhung der EEG Umlage 2013 als Signal zum Handeln bezeichnet und sowohl Politik als auch Verbraucherinnen und Verbraucher aufgefordert, darauf zu reagieren. Untersteller regte erneut an, sich die Ausnahmeregelungen für Industrieunternehmen genauer anzusehen. Es könne nicht so bleiben, dass immer mehr Unternehmen umlagebefreit würden und Privathaushalte das ausgleichen müssten.

„Die erhöhte Umlage ist eine Tatsache. Wir müssen uns aber intensiv mit der Frage befassen, ob die Verteilung der Umlagekosten, wie sie sich heute darstellt, richtig ist – ich bin der Meinung, dass da einiges in Schieflage ist.“ So müsse die Zahl der begünstigten Unternehmen auf ein Normalmaß zurückgeführt werden, sagte Untersteller.

Gleichzeitig kritisierte er Vorschläge, den Ausbau der Erneuerbaren Energien jetzt zu bremsen: „Das halte ich für einen Fehler. Das neue Energiesystem nach dem Atomzeitalter stützt sich auf die Erneuerbaren Energien. Sie zu bremsen, heißt den Weg in das neue System zu verlangsamen. Besser ist es, zum Beispiel den Ausbau der Netze zu beschleunigen.“

Mit Blick auf die infolge der gestiegenen EEG Umlage vermutlich steigenden Strompreise wies der Umweltminister auf die Macht und die Handlungsmöglichkeiten der Verbraucherinnen und Verbraucher hin. Noch immer machten viel zu wenige Haushalte von ihrer Möglichkeit Gebrauch, über den Wechsel ihres Stromtarifes erheblich Kosten einzusparen. Und auch in den Bereichen Stromsparen und Stromeffizienz gebe es in vielen Haushalten noch viel Potenzial.

Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

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