Artikel vom 15.10.2012, Druckdatum 09.08.2022

Mit EEG-Umlage wird Umstieg auf saubere und umweltfreundliche Energie mitfinanziert

„Den Erneuerbaren Energien und insbesondere der Photovoltaik wird immer wieder der Vorwurf gemacht, Preistreiber für alle Stromempfänger zu sein. Tatsache ist aber, dass durch die Umlage nicht nur die Erneuerbaren Energien profitieren. Auch die Industrie wird subventioniert, indem Unternehmen von der EEG Umlage befreit werden“, kommentiert Udo Möhrstedt, Gründer und Vorstandsvorsitzender der IBC SOLAR AG (Bad Staffelstein) die heutige Bekanntgabe der neuen EEG Umlage für das Jahr 2013.

„Nach Berechnungen der Bundesnetzagentur verbrauchen die von der EEG Umlage befreiten Unternehmen 18 Prozent des Gesamtstroms, bezahlen aber nur 0,3 Prozent der Umlage. Die Anzahl der Firmen, die dieses Privileg genießen, ist von 500 auf mittlerweile rund 3.000 gestiegen – Tendenz steigend!“, empört sich Möhrstedt.

Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) hat bereits im September diesen Jahres prognostiziert, dass die EEG Umlage auf 5,21 Cent steigen wird, was einer Abweichung von nur 0,09 Cent vom heute bekannt gegeben Wert entspricht. Die damaligen Berechnungen zeigten bereits, dass die reinen Förderkosten für Erneuerbare Energien im Jahr 2013 moderat um gerade mal 0,10 Cent auf 2,26 Cent steigen. Möhrstedt: „Von einer Preistreiberei seitens der Erneuerbaren kann also keine Rede sein!“

„Tatsächlich“, so Möhrstedt weiter, „tragen der zunehmende Ausbau der regenerativen Energien und deren Einspeisung in das öffentliche Stromnetz sogar dazu bei, dass der Handelspreis für Strom an der Börse sinkt. Einzig der Verbraucher merkt nichts davon, denn diese Strompreisvorteile dringen nicht bis zu ihm durch. Profiteure dieser Politik sind die großen Energieversorger, welche den günstigen Strom direkt von der Strombörse zu aktuellen Preissätzen beziehen können, um ihn dann teurer an den Endverbraucher weiterzugeben.“

Ein wichtiger und wirklich sinnvoller Grund für die Erhöhung der EEG Umlage wäre nach Ansicht des IBC Solar-Firmengründers der Netzausbau, der schon lange überfällig sei. „Allerdings sollte man hier auch weiterdenken und Technologien fördern, welche die Netze effektiv entlasten oder einen Netzausbau sogar überflüssig machen. Ein Beispiel dafür sind Speicherlösungen für Solaranlagen, welche den produzierten Solarstrom zwischenspeichern und rund um die Uhr verfügbar machen.“

Die aktuelle Diskussion zeige, dass dringend einige Ungleichgewichte in der EEG Umlage behoben werden müssen. „Wir brauchen eine Förderung, um unsere Energieversorgung zukunftsträchtig auszurichten. Diese muss aber gerecht ausfallen und alle – auch die Industrie - einbeziehen und nicht immer nur beim schwächsten Glied, der Bürgerin bzw. dem Bürger, ansetzen“, so Möhrstedt abschließend. 

Quelle: IBC SOLAR AG

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