Artikel vom 05.10.2012, Druckdatum 20.01.2022

Schlüssel der Energiewende: Energieeffiziente Gebäude

Die energetische Sanierung von Wohn- und Nichtwohngebäuden hat eine Schlüsselfunktion für das Gelingen der Energiewende. Der größte nachhaltige Nutzen beim Sanieren eines Gebäudes entsteht, wenn die geplanten Maßnahmen bereits im Vorfeld in einem Gesamtkonzept von Energieeffizienz und Einsatz Erneuerbarer Energien betrachtet und unabhängig begleitet werden. Eine qualifizierte und unabhängige Energieberatung ist deshalb unbedingt zu empfehlen.

Maßnahmen zur Sanierung von Gebäuden erfordern als allererstes eine möglichst exakte Kenntnis über den Bauwerkszustand. Abhängig davon, welche Arbeiten geplant sind, müssen Fragen bezüglich der vorhandenen Wandaufbauten und Materialien, der vom Umbau betroffenen Anschlussdetails und der künftigen vorgesehenen Nutzungsrandbedingungen geklärt werden. Die Bestandsaufnahme bildet dabei eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Planung und somit für eine wirtschaftliche Umsetzung des Sanierungsvorhabens. Hierzu sollten erfahrene Fachleute, wie zum Beispiel qualifizierte Energieberaterinnen oder Energieberater mit ausreichend Referenzen hinzu gezogen werden.

Der Bund fördert die Energieberatung in Wohngebäuden nach der Richtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses. Die sogenannte Vor-Ort-Beratung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beinhaltet eine umfangreiche Gebäudeanalyse, ein individuelles Sanierungskonzept und einen Maßnahmenfahrplan für verschiede Sanierungsvarianten.

Seit dem 1. Juli 2012 wurden die Zuschüsse für die qualifizierte Energieberatung in Wohngebäuden, für die der Bauantrag vor dem 31. Dezember 1994 gestellt wurde sogar erhöht. Die Vor-Ort-Beratung für ein Ein- bis Zweifamilienhaus wird künftig mit einem Zuschuss bis zu 400 Euro (bisher 300 Euro) gefördert, bei Wohngebäuden ab drei Wohneinheiten sind es maximal 500 Euro (bisher 360 Euro).

Des Weiteren wird eine Stromeinsparberatung mit 50 Euro und eine thermografische Untersuchung mit bis zu 100 Euro unterstützt. Die Förderung kann von Privatpersonen und von kleinen und mittleren Unternehmen genutzt werden. Anträge werden vor Beginn der Beratung vom Energieberater beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt. Nähere Informationen zum Programm finden Sie unter: www.bafa.de

Um die Suche nach qualifizierten Energieberaterinnen und Energieberatern zu erleichtern, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) bietet unter www.zukunft-haus.info/experten eine Online-Datenbank, mit der Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer qualifizierte Fachleute für Fragen rund um das energetische Bauen und Sanieren finden können.

Fachliche und anbieterunabhängige Informationen geben auch die Energieberater/innen der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 018 – 809 802 400 (Kostenlos aus dem deutschen Festnetz, abweichende Preise für Mobilfunkteilnehmer/innen).

Die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH gibt Auskunft über die mehr als 30 regionale Energieagenturen, die neben Fachwissen auch Kenntnisse der spezifischen örtlichen oder regionalen Gegebenheiten aufweisen: www.kea-bw.de/service/energieagenturen/regionale-agenturen/.

Unter anderem gehört dazu die Energieagentur Regio Freiburg GmbH, die praxisnahe Beratung zu den Themen Energieeffizienz und Erneuerbare Energien bietet. Wer wissen möchte, welche Kosten auf ihn oder sie für eine Energieberatung durch die Energieagentur Regio Freiburg nach Abzug der Zuschüsse übrig bleiben, kann ein neues Online-Tool nutzen. Der Preisrechner für Vor-Ort-Beratungen liefert mit wenigen Klicks eine Übersicht über voraussichtliche Ausgaben und Zuschüsse. So können sich Kundinnen und Kunden unverbindlich informieren, bevor sie sich für eine Vor-Ort-Beratung entscheiden. Der Online-Rechner ist auf der Homepage der Energieagentur unter www.energieagentur-regio-freiburg.de/service/preisrechner zu finden.

Die Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH hat ebenfalls eine eigene Energieberaterliste entwickelt. Unter www.saena.de/Energieberater.html finden Sie Energieberater mit geprüften Anforderungskriterien und ausgewiesenen Referenzen. Zudem hat die SAENA eine Vielzahl an Broschüren für den Gebäudebereich veröffentlicht, frisch aus dem Jahr 2012 beispielsweise den 60-seitigen „Energetische Sanierung - Ein Praxisleitfaden zur Gebäudehülle“ für interessierte Bauherr/innen und ausführende Handwerker/innen.

Das Internetportal www.Energieforum-Hessen.de bietet Hausbesitzer/innen und Immobilieneigentümer/innen im Großraum Frankfurt, Rhein-Main die Möglichkeit zu einem individuellen Informationsgespräch mit dem Gebäude-Energieberater. Für eine einmalige Aufwandsbeteiligung von 25 Euro kommt der oder die Energieberater/in vor Ort ins Haus und berät individuell über Beratungs- und Fördermöglichkeiten. Immobilienbesitzer/innen können sich direkt auf der Internetseite des Energieforum Hessen anmelden und ihren individuellen Beratungstermin beantragen: www.energieforum-hessen.de/energieberatung.html

Zukunft Altbau informiert Wohnungs- und Hauseigentümer/innen neutral über den Nutzen energieeffizienter Altbaumodernisierung und über Fördermöglichkeiten. Auskunft gibt es beim kostenfreien Beratungstelefon von Zukunft Altbau (08000 12 33 33) oder unter www.zukunftaltbau.de.

Quellen: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH, Energieagentur Regio Freiburg GmbH, Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH, Energieforum Hessen, Zukunft Altbau
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