Artikel vom 01.10.2012, Druckdatum 21.04.2024

Photovoltaik lohnt sich auch im hohen Norden

Auf zwei Hallendächern auf dem Kraftwerksgelände der Stadtwerke Flensburg liefern 1.060 Photovoltaik Module umweltfreundlichen Sonnenstrom für das Flensburger Stromnetz. Auf einer Fläche von 2.000 Quadratmetern werden rund 210.000 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr erzeugt - das reicht, um etwa 65 Haushalte zu versorgen. Gleichzeitig entlasten das Sonnenkraftwerk die Umwelt der nördlichsten kreisfreien Stadt Deutschlands um etwa 83.000 Kilogramm CO2 pro Jahr. Die Module für das Sonnenkraftwerk lieferte die Talesun Solar Germany GmbH, deutsche Tochter der chinesischen Talesun.

Die technische Inbetriebnahme das Kraftwerk erfolgte bereits Ende Juni dieses Jahres, da die Stadtwerke Flensburg noch von den besseren Einspeisevergütungen profitieren wollten. Dementsprechend wichtig war eine termingerechte Fertigstellung, auf die die Stadtwerke Flensburg stolz sind: „Nach gründlicher Vorarbeit ist es gelungen, die neue Photovoltaik Anlage in nur zweiwöchiger Bauzeit auf die beiden Dachflächen zu installieren“, sagt Christoph Ipsen, Projektleiter Photovoltaik bei den Stadtwerken Flensburg.

Die Solarstromanlagen sind auf zwei Dächern angebracht: Zum einen handelt es sich dabei um die sogenannte Schüttgut-Halle. Auf dieser Fläche sind 1.300 Quadratmeter mit Solarmodulen belegt. Weitere 700 Quadratmeter errichteten die Stadtwerke gemeinsam mit dem Gestellspezialist S-FLEX GmbH auf einer benachbarten Lagerhalle. Insgesamt haben die Flensburger so 265 kWp Leistung installiert. Die direkte Lage am Wasser stellt dabei einen zusätzlichen Nutzen für den Ertrag dar: Die Reflexionen steigern die energetische Ausbeute direkt, darüber hinaus sind die niedrigeren Temperaturen indirekt für eine höhere Stromproduktion verantwortlich.

„Das Kraftwerk in Flensburg zeigt, dass mit den richtigen Modulen und der richtigen Installation auch Norddeutschland ein guter Standort für Photovoltaik Kraftwerke ist. Unsere Modulfertigung erfolgt vollautomatisch - großteils auf Maschinen aus deutscher Produktion - was ein Bonus in der salzhaltigen Luft ist. Die niedrige Degradation bleibt auch in dieser Umgebung erhalten“, erklärt Joachim Simonis, Geschäftsführer der Talesun Solar Germany GmbH. „Wir freuen uns auch deswegen sehr über das Projekt in Flensburg, weil wir damit von den Alpen bis zur Nordsee unsere Module geliefert haben - wir setzen unseren Expansionskurs erfolgreich fort.“

Die Stadtwerke Flensburg gehen mit dem neuen Solarstrompark einen weiteren Schritt in Richtung „grün“ ausgerichteter Energieversorger. Zusammen mit den bereits vorhandenen Anlagen auf dem Parkplatzgelände der Verwaltung erzeugen die Stadtwerke künftig 253.000 Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr. Die kumulierte CO2-Ersparnis beträgt damit beinahe 100.000 Kilogramm pro Jahr.

Quelle: Talesun Solar Germany GmbH, Stadtwerke Fensburg
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