Artikel vom 29.12.2005, Druckdatum 25.02.2024

Öl und Gas nach wie vor vorn

Nach wie vor sind die fossilen Brennstoffe die mit Abstand am stärksten eingesetzten Energieträger in Deutschland. Und das, obwohl klar ist, dass vor allem der ungebremste Kohlendioxid-Ausstoß Folgen für das globale Klima hat. Den im Kyoto-Protokoll vereinbarten Emissionsminderungen der Industriestaaten um etwa 1 Milliarde Tonnen ...

... CO2 und anderer Treibhausgase (bis 2012) stehen bereits heute ein globaler Emissionsanstieg um zirka 3 Milliarden Tonnen gegenüber.

Im Rahmen einer Studie zur „Erhebung des Energieverbrauchs der privaten Haushalte für das Jahr 2003“, durchgeführt vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI Essen) und forsa im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums, wurden 8.002 private Haushalte zu verschiedenen Aspekten ihres Energieverbrauchs befragt. Die anschließende Hochrechnung ergab, dass Heizöl und Erdgas nach wie vor den größten Anteil an der Energieversorgung privater Haushalte haben.

Gefolgt im Übrigen von Strom Vor allem Nachtspeicheröfen und Klimaanlagen sind es, die den Stromverbrauch privater Haushalte nach oben treiben. Immerhin nutzen fast 30 Prozent aller Haushalte gelegentlich Strom zum Heizen. Interessant ist ein in diesem Zusammenhang bekannt gewordenes Ost-West-Gefälle: Laut der Studie verbrauchen ostdeutsche Haushalte durchschnittlich 8 Prozent weniger Strom als westdeutsche. Die Autoren führen das u.a. auf die umfangreichere Ausstattung mit Elektrogeräten in Westdeutschland und auf das unterschiedliche Verbrauchsverhalten zurück.

Mit Holz heizt in Deutschland jeder fünfte Haushalt. Lediglich 4,4 Prozent aller privaten Haushalte nutzen Solarkollektoren zur Warmwasseraufbereitung oder Heizung, 2,1 Prozent verfügen über eine Wärmepumpe und gerade mal 0,9 Prozent gewinnen ihren eigenen Strom aus einer Fotovoltaikanlage. Allerdings verweisen die Forscher in diesem Zusammenhang darauf, dass gerade im Bereich der Erneuerbaren Energien die erzielten Nutzenergieerträge nicht unmittelbar quantifizierbar sind. Das liegt u.a. daran, dass unter den Stichprobenhaushalten nur ein kleiner Teil über einen zusätzlichen Zähler für ihren Strominput verfügte.

Neben dem Energieverbrauch im Haushalt wurde in der Erhebung auch nach der Pkw-Nutzung gefragt. Dabei wurde festgestellt, dass 80 Prozent der von den Haushalten genutzten Fahrzeuge mit Benzin betrieben werden, die im Durchschnitt 8,3 Liter pro 100 km verbrennen. Diesel tanken etwa 20 Prozent aller privaten Haushalte. Hier liegt der durchschnittliche Verbrauch deutlich niedriger, nämlich bei 7,1 Liter pro 100 km. Durchschnittlich fährt der Benzin-Tanker rund 10.600 km im Jahr aus privatem Anlass, der Diesel-Tanker 14.400 km.

Quelle: Bund der Energieverbraucher, BMWi

Autorin: Petra Forberger für www.solarportal24.de

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