Artikel vom 10.09.2012, Druckdatum 26.05.2022

Florida und Photovoltaik: gute Voraussetzungen, langsame Entwicklungen

Plus 192,5 Prozent, das ist die geschätzte Wachstumsrate der installierten Photovoltaik Leistung in Florida von 2011 auf 2012. Obwohl die Photovoltaik Technologie im US-Bundesstaat Florida auf hervorragende Bedingungen trifft, ist der Markt wenig entwickelt und steckt noch in den Kinderschuhen. Dabei hat Florida nicht nur geografisch gute Voraussetzungen. Wie diese in Zukunft am besten genutzt werden, diskutieren Marktexpertinnen und -experten während des 8th PV Briefing & Networking Forum USA in Orlando am 12. September.

Nach Meinung von Expertinnen und Experten des amerikanischen Photovoltaik Marktes, besitzt Florida beste Voraussetzungen für die Produktion von Solarstrom. Zum einen verfügt der Bundesstaat aufgrund seiner Lage über eine hohe Solarstrahlung. Zum anderen ist Florida der drittgrößte Energiekonsument der USA mit vergleichsweise hohen Elektrizitätspreisen.

Die Akzeptanz von Erneuerbaren Energien ist zudem hoch, existiert in Florida doch ein starker Biomassemarkt. Dennoch hinkt der Solarmarkt Staaten wie Kalifornien oder Arizona hinterher. Warum dies so ist und wie der Markt entwickelt werden kann, diskutieren lokale und globale Solarexperten während des 8th PV Briefing & Networking Forum USA. Die Joint Forces for Solar Initiative lädt dazu am 12. September in das „The Westin Imagine Orlando“ in Orlando.

Plus 192,5 Prozent, das ist die geschätzte Wachstumsrate der installierten Photovoltaik Leistung in Florida von 2011 auf 2012. Hinter dieser Zahl stehen in 2012 geschätzte 117 MW, was die im ersten Moment beachtliche Rate relativiert. Zumindest im Vergleich zu Kalifornien oder New Jersey, wo das Marktvolumen in 2012 geschätzt bei rund 1 GW bzw. 400 MW liegen dürfte. Getrieben wird das Wachstum in Florida vom Großanlagensegment über 1 MW, auf welches im Jahr 2011 etwas mehr als 50 Prozent der Installationen entfielen, 2012 soll dieser auf über 60 Prozent steigen.

Dabei birgt auch das Kleinanlagen- und Privatkundensegment Potenziale. So existiert in Florida eine attraktive Eigenverbrauchsregelung für solar erzeugten Strom die für Anlagen von einer Größe von bis zu 2 MW gültig ist. Allerdings wird sie kaum genutzt. Eine der Gründe, warum die Photovoltaik Technologie bislang vergleichsweise wenig eingesetzt wird , liegt vielfach in der Ansicht, dass eine Photovoltaik Anlage teuer ist und nur durch Rabatte oder Steuervergünstigen wirtschaftlich betrieben werden kann.

Um diesen und weiteren Vorbehalten entgegenzutreten, benötigen Marktteilnehmer entsprechende Strategien, insbesondere bezüglich der Kommunikation mit den Endkunden. Wie diese aussehen können und welche weiteren Aspekte zur künftigen Marktentwicklung wichtig sind, wird in Orlando während der Podiumsdiskussion „Assessing the Industry | Best Practice Examples & Trends in Technology“ thematisiert. Teilnehmen werden daran Willis He (CSUN), Eric C. Romano (DuPont Photovoltaic Solutions), Rusty Pittman (SolarWorld Americas), Boris Schubert (Q-Cells North America), David Devir (KACO new energy) und Bill Gallagher (FlaSEIA). Neben der Diskussion erhalten die Teilnehmer der Veranstaltung detaillierte Einblicke in den aktuellen Status des Photovoltaikmarktes in den USA sowie Florida.

Informationen zur Veranstaltung:

Das 8th PV Briefing & Networking Forum USA findet statt am 12. September von 7.30 bis 10.00 Uhr. Veranstaltungsort ist das „The Westin Imagine Orlando“. 

Quelle: EuPD Research - Hoehner Research & Consulting Group GmbH
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